Bundesliga Eintracht Frankfurt: TV-Rechte gehen an ISPR

Der Bundesligist hat den "Millionenpoker" beendet und seine Fernsehrechte an die Münchner Agentur ISPR veräußert. Über weitere Vertragsdetails haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Das "Geheimnis" um die Millioneninvestitionen des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist gelüftet. Der Klub hat seine Fernsehrechte an die Münchner Agentur ISPR veräußert. Eintracht-Präsident Rolf Heller bestätigte am Dienstag den Abschluß eines entsprechenden Vertrages, der am vergangenen Freitag unterzeichnet worden war.

Über weitere Vertragsdetails haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Die ISPR arbeitet im Bereich der Vermarktung von Fernsehrechten bereits mit den Bundesligisten Bayer Leverkusen, Schalke 04, Werder Bremen und dem VfB Stuttgart zusammen. Nach Informationen des Handelsblattes soll die Eintracht von dem Tochterunternehmen der Kirch-Gruppe aber eine Einmalzahlung von fünf Millionen sowie ein zinsloses Darlehen von zehn Millionen Mark erhalten haben.

Der Vertrag soll eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Frankfurt kann zudem nur die TV-Vermarktungsrechte an möglichen künftigen Europacupspielen im Vorgriff veräußert haben, da der Deutsche Fußball-Bund (DFB) noch die Fernsehrechte an der Bundesliga und dem DFB-Pokal zentral vermarktet.

Das Bundesliga-Gründungsmitglied, das sich den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag der Saison 1998/99 sichern konnte, hatte vor der am 14. August beginnenden neuen Runde über 16 Millionen Mark für Neuverpflichtungen ausgegeben. "Wir haben nur einen Agenturvertrag abgeschlossen, der sich auf die TV-Rechte beschränkt. Unsere Vermarktungsrechte und damit die Seele unseres Vereins werden wir auch weiterhin nicht veräußern", erläuterte Heller.

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