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Eklat in Bundesliga: ...dann geh ich halt!

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Eklat in Bundesliga Schiedsrichter verlässt Spielfeld

Was für eine Szene: Schiedsrichter Felix Zwayer hat das Top-Spiel zwischen Leverkusen und Dortmund für einige Minuten unterbrochen und das Spielfeld verlassen.

Schiedsrichter Felix Zwayer hat das Spielfeld bei der Bundesliga-Top-Partie zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund für einige Minuten verlassen. Vorausgegangen waren massive Proteste der Leverkusener über eine Freistoßentscheidung, die zum 1:0 für den BVB in der 64. Minute führte.

Der Freistoß vor dem Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang war nicht am Ort des Fouls ausgeführt worden, sondern von Matthias Ginter um etwa fünf Meter in der eigenen Spielhälfte nach vorn verlegt worden - sehr zum Ärger der Leverkusener.

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Bayer-Trainer Roger Schmidt sollte daraufhin wegen zu heftigen Reklamierens auf die Tribüne, doch der Coach weigerte sich: Kapitän Stefan Kießling überbrachte dem Trainer den Regeln entsprechend die Nachricht des Schiedsrichters, die dieser offenbar ignorierte. Das war dem Unparteiischen Zwayer zu viel: Er unterbrach die Partie und ging in die Katakomben, die Mannschaften folgten ihm.

"Völlig unnötig, völlig übertrieben"

Nach knapp neun Minuten verließ Schmidt dann doch noch den Innenraum - und Zwayer pfiff die Partie wieder an. Tore fielen keine mehr: Der BVB gewann 1:0.

Nach der Partie ging Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler hart mit Schiedsrichter Zwayer ins Gericht. "Das Spiel zu unterbrechen und eine solche Hektik hineinzubringen, ist völlig unnötig. So zu tun, als sei etwas ganz Schlimmes passiert, ist völlig übertrieben", sagte Völler bei Sky.

"Der Schiedsrichter meinte, es ein wenig spannender machen zu müssen. Man kann den Trainer auf die Tribüne schicken. Aber der Schiedsrichter hätte es ihm auch einfach vernünftig erklären können, warum er das macht. Das hat er nicht gemacht", sagte Völler. Angesichts eines Handelfmeters, der Bayer kurz darauf verweigert wurde, sagte Völler: "Er hat sich revanchieren wollen, deshalb hat er den Elfmeter nicht gepfiffen."

Stefan Kießling beschwerte sich im Anschluss darüber, dass er die Kommunikation mit seinem Trainer für Zwayer übernehmen musste: "Ich möchte das gar nicht groß kommentieren. Es war insgesamt eine Scheiß-Situation und unnötig. Er hätte auch hingehen und ihm das sagen können." Dortmunds Kapitän Mats Hummels berichtete über die Stimmung in der Kabine: "Es war relativ relaxt."

Unterstützung bekam Zwayer von Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel: "Er hat in der Situation nach dem Dortmunder Treffer regeltechnisch richtig entschieden. Wenn sich ein Spieler oder eben der Trainer nach einem Platzverweis weigert, den Innenraum zu verlassen, ist die Spielunterbrechung und die Androhung eines Abbruchs die richtige Entscheidung", wurde Fandel in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zitiert.

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bka/sid/dpa
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