Bundesliga-Fan-Experten "Verliert Schalke, könnte es hässlich werden"

Die Krise beim FC Schalke spitzt sich zu, die Fans sind wütend und enttäuscht. Andere Sorgen hat der FC Bayern - der Angstgegner wartet. So tippen Fan-Experten und SPIEGEL-ONLINE-Redaktion den 24. Spieltag.

Verärgerte Schalke-Fans bei der Pleite in Mainz
Getty Images

Verärgerte Schalke-Fans bei der Pleite in Mainz

Von


Augsburg
-
2 : 1
Dortmund
Endstand
TORE und KARTEN
24. Min. -
D. Ji
(Augsburg)
68. Min. -
D. Ji
(Augsburg)
81. Min. -
Paco Alcácer
(Dortmund)
84. Min. -
Raphaël Guerreiro
(Dortmund)
84. Min. -
A. Hahn
(Augsburg)
90. Min. -
A. Hakimi
(Dortmund)
Kristell Gnahm
Augsburg-Expertin
Kristell Gnahm
Augsburg-Anhängerin seit 2006. Zunächst durchlitt ich mit dem Team drohende Abstiege zurück in die dritte Liga und Trainer wie Fach. Dann kam Luhukay und der Aufstieg in die Bundesliga. Ich war sicher, mit dem FCA alles erreicht zu haben, aber Weinzierl strafte mich Lügen. Mölders schoss uns zum 1:0-Heimsieg gegen Bayern, Bobadilla ein Jahr später in die Europa League, wo uns #keineSau etwas zutraute. Kurzum, der FCA und ich, das ist eine ganz große Liebe.
Kristell Gnahm
Augsburg-Anhängerin seit 2006. Seitdem pilgere ich regelmäßig ins Augsburger Rosenaustadion, wo der FC Augsburg seinen Weg nach oben begonnen hatte.

Stimmung

Die Stimmung war nach der Pleite gegen Bremen schon im Keller, nach der Klatsche in Freiburg hat der FCA ein weiteres Untergeschoss bezogen. Nur optimistische Geister ziehen fürs nächste Heimspiel eine Parallele zum letzten Freitagsspiel, als der FCA die Bayern zwar nicht besiegen, aber zumindest ärgern konnte.

Form

Wichtige Säulen wie Gouweleeuw und Finnbogason fallen weiter aus, und die Innenverteidigung schwächt sich nun auch noch selbst mit Oxfords Rotsperre. Bitter.

Gefühlslage

An die Leistung des Spiels gegen die Bayern anknüpfen - das wäre jetzt wichtig. Wenigstens gut aussehen, wenn man schon nix zählbares bekommt. Gegen Dortmund spektakulär verlieren, hat ja im Hinspiel schon geklappt.

Larissa Grösch
Dortmund-Expertin
Larissa Grösch
Der Fußball zog mich aus der bayerischen Rhön in den Pott. Trotz FCB-Papa ein BVB-Fan seit Kindheitstagen. Seit 2017 in der Redaktion von schwatzgelb.de.
Larissa Grösch
Der Fußball zog mich aus der bayerischen Rhön in den Pott. Trotz FCB-Papa ein BVB-Fan seit Kindheitstagen. Seit 2017 in der Redaktion von schwatzgelb.de.

Stimmung

Und wir können es doch noch! Auch wenn der Sieg gegen Leverkusen alles andere als dominant war - plötzlich scheint wieder alles möglich. Wenn jetzt auch noch Marco Reus zurückkehrt, kann ja eigentlich nichts schiefgehen. Oder?

Form

Es ist ein Silberstreif am ohnehin nicht so trüben Horizont zu sehen. Mit Akanji und Zagadou ist das erfolgreiche Innenverteidiger-Duo wieder einsatzbereit, die defensive Stabilität wird so stimmen. Reus ist wohl auch wieder da. Nur Leistungsträger Witsel wirkte zuletzt etwas platt, was bei seinem Pensum kein Wunder ist.

Gefühlslage

In der Schwabenwoche (am nächsten Spieltag gegen Stuttgart) müssen ohne Wenn und Aber sechs Punkte her. Die Augsburger befinden sich quasi im freien Fall. Da sie jedoch ausgerechnet gegen große Namen in der Regel ihre fußballerischen Fähigkeiten wiederfinden, wird der Ausflug in den Süden kein Spaziergang.

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Der spektakuläre 4:3-Sieg des BVB im Hinspiel war einer der Höhepunkte der bisherigen Saison. Diesmal dürfte es einseitiger werden: Augsburg steckt in der Krise, zuletzt gab es eine 1:5-Klatsche in Freiburg - und beim BVB steht Topstar Marco Reus vor der Rückkehr. Auswärtssieg.

Jan Göbel
Jahrgang 1990; geboren in der Lüneburger Heide und aufgewachsen in Berlin und im Landkreis Celle. Studierte Journalistik und Medienmanagement in Hamburg. Praktika und freie Mitarbeit unter anderem beim Sport-Informations-Dienst und der dpa in Hamburg sowie lokalen Radio- und Fernsehsendern. Seit Dezember 2015 freier Mitarbeiter bei SPIEGEL ONLINE. Seit Mai 2017 Sport-Redakteur bei SPIEGEL ONLINE.
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ist Redakteur im Sportressort von SPIEGEL ONLINE.
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Frankfurt
-
3 : 2
Hoffenheim
Endstand
TORE und KARTEN
15. Min. -
K. Adams
(Hoffenheim)
20. Min. -
F. Kostić
(Frankfurt)
43. Min. -
Joelinton
(Hoffenheim)
60. Min. -
I. Belfodil
(Hoffenheim)
65. Min. -
K. Adams
(Hoffenheim)
89. Min. -
S. Haller
(Frankfurt)
90. Min. -
A. Kramarić
(Hoffenheim)
90. Min. -
Gonçalo Paciência
(Frankfurt)
Eintracht Podcast
Frankfurt-Experten
Eintracht Podcast
Das Team vom Eintracht Frankfurt Podcast, bestehend aus Alex (@odoratio), Basti (@basti_red), Marvin (@Marv2punkt0), Dennis (@Duke1203) und René (@Ruesseltier) bietet seit 2010 mit wöchentlichen Audio-Sendungen eine Art Therapie für Fans. Kaum eine Sendung dauert weniger als 60 Minuten, da es eigentlich immer Dinge gibt, die hoch emotional diskutiert werden. Genau das ist es, was viele Hörer zur Verarbeitung oder zur Vorbereitung eines Spieltages brauchen.
Eintracht Podcast
Das Team vom Eintracht Frankfurt Podcast bietet seit 2010 mit wöchentlichen Audio-Sendungen eine Art Therapie für Fans.

Stimmung

Eurooooopacuuuuup! Mit Inter Mailand haben wir ein Los gezogen, das nicht einfach wird, aber zumindest zwei weitere magische Nächte bereithält. Davon wird sich auch keiner abbringen lassen. Verein, Mannschaft und Fans stehen zusammen und werden mit Minimum 13.500 Leuten nach Mailand reisen! Auch wenn manch Kleingeist versucht, dies zu ändern.

Form

Neben Hinteregger (#HintiArmy!) hat auch Touré gezeigt, dass er direkt eine Verstärkung sein kann. Das macht das Gesamtgefüge viel variabler. Die ungewohnt lange Pause jetzt, werden alle (auch die Fans) genutzt haben, um mit voller Power in aufregende Wochen zu gehen! Eintraaaaaacht!

Gefühlslage

Hoffenheim ist keine Laufkundschaft, leider. Wenn wir uns die Chance auf einen internationalen Platz erhalten wollen, muss hier gepunktet werden. Die mangelnde Attraktivität des Gegners werden durch die allgemeine Euphorie und den Zusammenhalt in Frankfurt aufgefangen und das Stadion wird brennen! Oh, darf man das noch sagen? Egal...Davai Davai, UH!

Heiko Walkenhorst
Hoffenheim-Experte
Heiko Walkenhorst
1964 in der Fußballdiaspora Heidelberg geboren konnte nur eines aus ihm werden: Student. 2006 kam Hoffenheim-Fan dazu, 2007 die 1. Dauerkarte sowie Gründung von Deutschlands 1. „Akademikerfanclubs“, auch weil es an Herz noch keinem Fan mangelte. Nachdem er ähnlich herzlich willkommen geheißen wurde wie die TSG selbst, war klar, dass es eine gute Sache ist, die Spaß macht – und das ist ja die Hauptsache, gerade bei Nebensachen.
Heiko Walkenhorst
1964 in der Fußballdiaspora Heidelberg geboren konnte nur eines aus ihm werden: Student. 2006 kam Hoffenheim-Fan dazu, 2007 die 1. Dauerkarte sowie Gründung von Deutschlands 1. „Akademikerfanclubs“, auch weil es an Herz noch keinem Fan mangelte.

Stimmung

So viele verletzte und gesperrte Spieler und das in der Partie, die wohl die letzte Chance in Sachen Champions League darstellt. Das trübt natürlich die Zuversicht. Aber das ist auch eine super Ausgangslage, um für echte Überraschungen zu sorgen - bei der Aufstellung, beim Ergebnis. (Analystenempfehlung: Halten.)

Form

Flüssige (spielerische) Mittel waren noch nie unser Problem. Aber diesmal muss die Bank mitspielen. Auf unserer wird sich nicht nur ein Ü40-Trikot befinden. Aber stille Reserven freizusetzen, kann sich ja auch auszahlen - und sollte es auch, denn ohne Hausse fahren wir ohne Punkt nach Hause. (Analystenempfehlung: Gewinnmitnahme.)

Gefühlslage

The trend is not our friend: Frankfurt hat einen wuchtigen Sturm, wir nur noch einen gesunden Verteidiger - und so viele Optionen nicht, es muss also viel investiert werden. Damit die Rendite stimmt, ist von Nagelsmann mehr Kreativität nötig als im Controlling der Deutschen Bank. Er wird schon die richtigen Orders platzieren. (Analystenempfehlung: Call.)

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Vier Tore gegen Donezk geschossen, drei Treffer gegen Hannover - Frankfurt ist aktuell in Torlaune, und es spricht einiges dafür, dass die Eintracht auch gegen Hoffenheim einen Treffer mehr als der Gegner erzielen wird. Der TSG fehlen wichtige Spieler in der Abwehr, gegen Leipzig (1:1) ging das gerade noch gut, in Frankfurt aber nicht.

Jan Göbel
Jahrgang 1990; geboren in der Lüneburger Heide und aufgewachsen in Berlin und im Landkreis Celle. Studierte Journalistik und Medienmanagement in Hamburg. Praktika und freie Mitarbeit unter anderem beim Sport-Informations-Dienst und der dpa in Hamburg sowie lokalen Radio- und Fernsehsendern. Seit Dezember 2015 freier Mitarbeiter bei SPIEGEL ONLINE. Seit Mai 2017 Sport-Redakteur bei SPIEGEL ONLINE.
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Nürnberg
-
0 : 1
RB Leipzig
Endstand
TORE und KARTEN
36. Min. -
T. Leibold
(Nürnberg)
40. Min. -
L. Klostermann
(RB Leipzig)
52. Min. -
M. Sabitzer
(RB Leipzig)
57. Min. -
H. Behrens
(Nürnberg)
58. Min. -
I. Konaté
(RB Leipzig)
70. Min. -
K. Kampl
(RB Leipzig)
Felix Amrhein
Nürnberg-Experte
Felix Amrhein
In Würzburg geboren, führte der Weg zunächst weit weg vom 1. FC Nürnberg gen Osten. Mit Hans Meyer und Marek Mintal wuchs die Liebe zum Glubb. Seit 2014 spricht Felix im Podcast Total beglubbt über den Verein, der ihm schlaflose Nächte bereitet.
Felix Amrhein
In Würzburg geboren, führte der Weg zunächst weit weg vom 1. FC Nürnberg gen Osten. Mit Hans Meyer und Marek Mintal wuchs die Liebe zum Glubb. Seit 2014 spricht Felix im Podcast Total beglubbt über den Verein, der ihm schlaflose Nächte bereitet.

Stimmung

Das Dortmund-Remis sollte die Initialzündung sein, die Pleite gegen Düsseldorf wurde der Feuerlöscher. Pereira zergrapschte mit der Roten Karte den Matchplan schon nach zwei Minuten und dann spielte der FCN das komplette Deppen-Image aus. Am Ende steht man ratlos und frustriert daneben.

Form

Unter Schommers lässt der Glubb aus dem Spiel kaum Chancen zu. Dummerweise gibt es nun nicht mal mehr Konter zur Entlastung des Defensivbollwerks. Kubo funktioniert noch immer nicht, Margreitter fehlt weiterhin, Offensivhoffnung Pereira muss drei Spiele Rotsperre absitzen und Zrelak fällt mit Kreuzbandriss aus. Kurz: Die Mannschaft stellt sich von selbst auf.

Gefühlslage

Wie will man die Klasse halten, wenn man kein Offensivspiel besitzt? Glückstore wie gegen Düsseldorf werden nicht jede Woche fallen und es mit torlosen Unentschieden zu versuchen, ist gewagt. Leipzig wird die Serie auf 18 Spiele ohne Sieg verlängern.

Matthias Kießling
RB Leipzig-Experte
Matthias Kießling
Seit 2010 blogge ich unter rotebrauseblogger.de über alles, was rund um RB Leipzig passiert. Aus einer spinnerten Idee, entstanden in der Elternzeit, wurde eine umfängliche Begleitung des Clubs und all seiner Nebengeräusche. Nüchtern im Ton, emphatisch in der Sache. Seit Clubgründung vom interessierten Beobachter zum Fan des sportlichen Teils des Vereins geworden und trotzdem interessierter Beobachter geblieben. Seit 2012 bei fast jedem Spiel zu Hause oder auswärts dabei.
Matthias Kießling
Seit 2010 blogge ich unter rotebrauseblogger.de über alles, was rund um RB Leipzig passiert.

Stimmung

Vieles ist gut im Jahr 2019, nur die Unentschieden in den direkten Europapokal-Duellen gegen Frankfurt und Hoffenheim lassen kleine Fragezeichen zurück. Aber auswärts läuft es bisher. Und Nürnberg ist ja ein Auswärtsspiel!

Form

Trotz viel Defensive hat sich RB vom Verfolgerfeld auf den Plätzen fünf bis acht noch nicht absetzen können. Mit Kampl kam gegen Hoffenheim eine zusätzliche Option für mehr Kreativität zurück in die Mannschaft. Mit Zugang Tyler Adams auf dem Platz (fünf Ligaeinsätze) ist RB bisher noch ungeschlagen.

Gefühlslage

17 Spiele in Folge hat Nürnberg nicht gewonnen und ist auf dem Weg, einen negativen Vereinsrekord aufzustellen. Also eigentlich so ein klassisches Ausgerechnet-Spiel. Aber das dachte man auch schon bei den RB-Partien in Hannover und Stuttgart. Egal, wie kompakt und aufmerksam der Club seit dem Trainerwechsel verteidigt, das sollte die RasenBallsportler nicht aufhalten.

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Im Abstiegskampf gibt es derzeit kaum Bewegung, und Nürnberg ist das Gesicht dieses lahmen "Krimis" im Tabellenkeller - nur zwei Punkte aus den vergangenen elf Spielen geholt. Dass der FCN noch auf die Rettung hoffen darf, spricht auch gegen das Bundesliganiveau von 96, Stuttgart und Augsburg. Fest steht: Leipzig wird in Nürnberg keine Probleme haben.

Jan Göbel
Jahrgang 1990; geboren in der Lüneburger Heide und aufgewachsen in Berlin und im Landkreis Celle. Studierte Journalistik und Medienmanagement in Hamburg. Praktika und freie Mitarbeit unter anderem beim Sport-Informations-Dienst und der dpa in Hamburg sowie lokalen Radio- und Fernsehsendern. Seit Dezember 2015 freier Mitarbeiter bei SPIEGEL ONLINE. Seit Mai 2017 Sport-Redakteur bei SPIEGEL ONLINE.
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Leverkusen
-
2 : 0
Freiburg
Endstand
TORE und KARTEN
4. Min. -
C. Aránguiz
(Leverkusen)
73. Min. -
L. Bailey
(Leverkusen)
Bastian Hahne
Leverkusen-Experte
Bastian Hahne
Bastian Hahne, 35 Jahre alt, Journalist aus Bergisch Gladbach. Bayer-Fan seit Mitte der 90er Jahre. Mein erstes Livespiel war das Abstiegsendspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern 1996 und hatte direkt alles drin, was einen als Fan binden kann. Enttäuschung nach dem 0:1 durch Pavel Kuka und dem damit drohenden Abstieg, Riesenjubel nach dem Ausgleich durch Markus Münch und dem damit erreichten Klassenerhalt. Seitdem habe ich viel mit dem Verein erlebt: Die erfolgreiche Daum-Ära, die Triple-Vize-Saison, ein weiterer Fast-Abstieg, viele großartige Spieler (der Größte: Dimitar Berbatov), unzählige, teils legendäre Europapokalspiele und ebenso viele zweite Plätze. Seit 2002 ununterbrochen Dauerkarten-Besitzer und leidensfähig.
Bastian Hahne
Seit 2002 ununterbrochen Dauerkarten-Besitzer und leidensfähig.

Stimmung

Was bringt der schöne Ballbesitzfußball, wenn der Ertrag nicht stimmt? Nach den ersten zwei Monaten Peter Bosz sieht der Fußball super aus, aber der Klub ist aus beiden Pokalwettbewerben ausgeschieden und dem Europapokal auch nicht viel näher als vorher. Jetzt muss ein starker Endspurt her.

Form

Auch bei der Niederlage in Dortmund beeindruckte die Werkself mit dominantem Ballbesitzfußball, jedoch ohne sich dafür zu belohnen. Neben den individuellen Fehlern in der Abwehr fehlt weiterhin ein Torjäger vorne. Weder Volland noch Alario konnten diese Rolle zuletzt wirklich ausfüllen.

Gefühlslage

Es ist ein Heimspiel am Karnevalssamstag. Die Stimmung im Stadion wird entsprechend feucht-fröhlich sein. Ohne Doppel- oder Dreifachbelastung kann die Mannschaft ausgeruht antreten und wird gegen Freiburg eine neue Siegesserie starten.

Sven Metzger
Freiburg-Experte
Sven Metzger
Beschäftigt sich tagsüber mit Online Marketing und abends mit drei verrückten Weibern. Twittert zu eigentlich allem. Seit über zehn Jahren Mitglied beim SC Freiburg, moderiert mit dem Füchsletalk den Podcast zum SCF und ist nach Dauerkarten trotz 400 Kilometer pro Heimspiel mittlerweile seltener an der Dreisam im Stadion.
Sven Metzger
Seit über zehn Jahren Mitglied beim SC Freiburg, moderiert mit dem Füchsletalk den Podcast zum SCF und ist nach Dauerkarten trotz 400 Kilometer pro Heimspiel mittlerweile seltener an der Dreisam im Stadion.

Stimmung

Christian Streich und das komplette Trainerteam haben ihre Verträge verlängert, und dies nachdem am Samstag zuvor bereits Augsburg 5:1 aus dem Stadion geschossen wurde. Wer da noch einen Schatten im Herzen eines SC-Fans findet, der möge sich bitte melden.

Form

5:1 gegen Augsburg, dabei noch etliche gute Chancen liegen lassen. Und der Abstiegskampf ist nun in weiter Ferne. Herz, was willst du mehr? Eine Vertragsverlängerung von Streich und seinem kompletten Trainerteam vielleicht? Ach ja, die gab es ja auch noch.

Gefühlslage

In Leverkusen gab es nur selten etwas zu holen. Aber hey: Mit einem Trainerteam, das komplett seinen Vertrag verlängert hat und einem 5:1-Sieg gegen Augsburg im Rücken (Sagte ich das etwa schon?), kann auch dort etwas gehen. Der SC gewinnt 5:1. Nein? Okay, es gibt einen Punkt. Die Woche der guten Laune geht mit einem 2:2 weiter.

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Für kurze Zeit das beste Team der Rückrunde, Aus in DFB-Pokal und Europa League: Unter Peter Bosz schwappt die Gefühlswelt bei Bayer 04 zwischen Euphorie und Enttäuschung. Auch gegen Freiburg dürfte es ein Hin und Her geben, in den sechs Rückrundenpartien des SC fielen bereits 26 Treffer (13 eigene Tore, 13 Gegentreffer). Tipp: Bayer setzt sich knapp durch.

Jan Göbel
Jahrgang 1990; geboren in der Lüneburger Heide und aufgewachsen in Berlin und im Landkreis Celle. Studierte Journalistik und Medienmanagement in Hamburg. Praktika und freie Mitarbeit unter anderem beim Sport-Informations-Dienst und der dpa in Hamburg sowie lokalen Radio- und Fernsehsendern. Seit Dezember 2015 freier Mitarbeiter bei SPIEGEL ONLINE. Seit Mai 2017 Sport-Redakteur bei SPIEGEL ONLINE.
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Hertha BSC
-
2 : 1
Mainz 05
Endstand
TORE und KARTEN
46. Min. -
N. Stark
(Hertha BSC)
50. Min. -
M. Grujić
(Hertha BSC)
60. Min. -
N. Stark
(Hertha BSC)
61. Min. -
S. Bell
(Mainz 05)
87. Min. -
G. Donati
(Mainz 05)
Hertha BASE
Hertha BSC-Experten
Hertha BASE
Wir sind ein Blog aus leidenschaftlichen Hertha-Fans, die aus einer kritisch-analytischen Perspektive den täglichen Wahnsinn Hertha BSC mit unserer Community teilen. Unser Blog bringt Vorberichte, Nachberichte und Einzelkritiken zu allen Wettbewerben, sowie tages- und wochenaktuelle Beiträge zu verschiedensten Themen rund um unsere „alte Dame“. Um zu zeigen, dass wir neben dem Schreiben und Lesen auch das Sprechen beherrschen, sind wir in regelmäßigen Abständen auch über unseren hausgebrauten Podcast zu hören.
Hertha BASE
Wir sind ein Blog aus leidenschaftlichen Hertha-Fans, die aus einer kritisch-analytischen Perspektive den täglichen Wahnsinn Hertha BSC mit unserer Community teilen.

Stimmung

Der Last-Minute-Ausgleich gegen Bremen und die knappe Niederlage in München haben Hertha zuletzt drei verdiente Punkte gekostet und erstmals in dieser Saison in die zweite Tabellenhälfte verfrachtet. Es herrscht eine Mischung aus "läuft doch eigentlich" und "Hilfe, Europa rennt uns davon".

Form

In München konnte Hertha wieder nur durch einen Standard geschlagen werden, aus dem Spiel heraus kassierten die Berliner seit drei Partien keinen Gegentreffer mehr. Aufgrund der irrwitzigen Roten Karte gegen Verteidiger Rekik muss Dardai defensiv umstellen - das könnte ein Problem werden. Offensiv ist auf Duda, Selke und Kalou Verlass.

Gefühlslage

Spiele gegen Mainz sind einfach widerlich! Niemand in Berlin freut sich auf diese Begegnungen. Nur eine der letzten sechs Partien konnte Hertha gegen die 05er gewinnen, und es werden wieder anstrengende 90 Minuten mit viel Körpereinsatz. Das Team hat aber gegen Bremen bewiesen, dass es diese Art von Spiel beherrscht. Es müssen drei Punkte her. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Thierry Misamer
Mainz 05-Experte
Thierry Misamer
Geboren im FCK-Land führte der heute 44-Jährige lange ein einsames Dasein bis er dann Ende des letzten Jahrtausends, während des BWL Studiums in Mainz, endlich seine fußballerische Heimat fand. Gerade noch rechtzeitig also, um die Spielerlegende Jürgen Klopp kennengelernt zu haben. Der langjährige Mitherausgeber des Mainzer Fanzines „Die TORToUR“ bezeichnet als seinen größten sportlichen Erfolg, dass im Pass seiner Tochter „geboren in Mainz, (20)05“ steht.
Thierry Misamer
Der langjährige Mitherausgeber des Mainzer Fanzines „Die TORToUR“ bezeichnet als seinen größten sportlichen Erfolg, dass im Pass seiner Tochter „geboren in Mainz, (20)05“ steht.

Stimmung

Die DFL schickt die 05er zur Fastnacht an den entferntesten Ort der Bundesliga. Daher ein dreifach donnerndes Helau an die kleine Armada tapferer Fans, die sich bei Frühlingstemperaturen in ihre Pandakostüme zwängen, um sich in Berlin gegenseitig mit Kamelle zu bewerfen.

Form

Der überzeugende Heimsieg war die perfekte Antwort auf die vorherige Schwächephase. Müde Schalker waren allerdings der perfekte Gegner. Es bleibt auffällig, dass die Mainzer Abwehr bombensicher steht, sobald es dem Gegner an Geschwindigkeit fehlt.

Gefühlslage

Mainz agiert aus der Gelassenheit im Tabellenniemandsland zu stehen, während Berlin zwar nach Europa schielt, aber seit dem 14. Spieltag nicht mehr zu Hause gewonnen hat. Der Kopf sagt, dass das eine gute Ausgangslage ist, doch der Bauch grummelt gewaltig.

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Hertha träumt von Europa, und wenn die Berliner nicht so heimschwach wären, könnte das auch klappen. Die aktuelle Bilanz: elf Heimspiele, nur vier Siege, 17 Punkte - Platz zwölf in der Heimtabelle. Nun wartet Mainz, ein Gegner der Sorte unangenehm, der zuletzt Schalke geschlagen hat und nun einen Punkt aus dem Olympiastadion entführt. Zusatztipp: Der Traum von Europa wird platzen.

Jan Göbel
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Schalke
-
0 : 4
Düsseldorf
Endstand
TORE und KARTEN
13. Min. -
M. Sobottka
(Düsseldorf)
17. Min. -
G. Burgstaller
(Schalke)
23. Min. -
M. Uth
(Schalke)
35. Min. -
M. Nastasić
(Schalke)
35. Min. -
D. Lukebakio
(Düsseldorf)
41. Min. -
D. Kownacki
(Düsseldorf)
62. Min. -
D. Kownacki
(Düsseldorf)
68. Min. -
B. Raman
(Düsseldorf)
73. Min. -
J. Bruma
(Schalke)
84. Min. -
D. Kownacki
(Düsseldorf)
Hassan Talib Haji
Schalke-Experte
Hassan Talib Haji
Ich bin Hassan Talib Haji, Jahrgang 1981, geboren in Mombasa (Kenia). Der FC Schalke 04 hat mich 1986 als Fünfjährigen im altehrwürdigen Parkstadion in seinen Bann gezogen und seither nicht mehr losgelassen.
Hassan Talib Haji
Der FC Schalke 04 hat mich 1986 als Fünfjährigen im altehrwürdigen Parkstadion in seinen Bann gezogen und seither nicht mehr losgelassen.

Stimmung

Wie die Stimmungslage bei einigen Fans aussieht, kann man sich nach dem Auftritt in Mainz denken. Die volle Bandbreite ist dabei: von maßlos enttäuscht bis zur blanken Wut – am Berger Feld brodelt es. Schalkes Mannschaft und auch Trainer Domenico Tedesco sollten schleunigst die Gunst der Anhänger zurückgewinnen. Königsblau ist in der Bringschuld.

Form

Dass das Team in Mainz so unterging, ist nahezu beängstigend. Was soll ich hier über die Form quatschen? Wenn schon die Basics – wie Trainer Tedesco verlauten ließ – nicht stimmen, schrillen die Alarmglocken. Die Mannschaft ist keine mehr, von Zusammenhalt keine Spur. Um den FC Schalke 04 muss man sich ernsthaft Sorgen machen.

Gefühlslage

Mit Fortuna Düsseldorf ist eine Mannschaft zu Gast, die der Klub im DFB-Pokal und Hinspiel deutlich besiegt hat. Nun ist die Drucksituation allerdings eine andere. Fortuna spielt völlig befreit und steht wesentlich besser da, als sie wohl vor der Saison glaubten. Trotzdem: Ich erwarte einen Sieg. Falls der nicht gelingt und Schalke verliert, könnte es hässlich werden.

Beate Müller-van Ißem
Düsseldorf-Expertin
Beate Müller-van Ißem
Beate Müller-van Ißem lebt in ihrer Heimatstadt Düsseldorf und hatte auch familiär keine wirkliche Wahl. Alle Versuche, sich mit Segeln und Politik von ihrer leidvollen Leidenschaft für die launische Diva abzulenken, waren zum Scheitern verurteilt. Vereinsmitglied, Dauerkarteninhaberin und trotz allem unerschütterlich überzeugt vom Klassenerhalt (und dem frühen Pokalaus).
Beate Müller-van Ißem
Vereinsmitglied, Dauerkarteninhaberin und trotz allem unerschütterlich überzeugt vom Klassenerhalt (und dem frühen Pokalaus).

Stimmung

Pünktlich zu Karneval gibt es wenig zu meckern: Zuletzt gab es einen nicht souveränen, aber verdienten Sieg gegen selbstverschuldet früh dezimierte Nürnberger. Vor zwei Jahren hätten wir so ein Spiel noch verloren. Vor dem Rosenmontagszug steht aber eine Aufgabe noch an: Revanche für die bisher zwei Niederlagen gegen Schalke.

Form

Gegen tief stehende Nürnberger fiel Fortuna nicht viel ein, die Flanken von außen kamen nicht sauber, die Ecken wurden teilweise schlampig verspielt. Am entscheidenden Tor waren dann die besten Spieler des Spiels beteiligt: Stöger und Ayhan. Ayhan und Sobottka, dessen Rückkehr wohl bevorsteht, stammen aus der Schalker Jugend und sollten besonders motiviert sein. Rensing ist zum Glück wieder gesund - denn Ersatz-Ersatztorwart Drobny brach sich gegen Nürnberg die Mittelhand.

Gefühlslage

Ich mache es kurz: Klassenerhalt! Düsseldorf Helau!

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Gäbe es eine Tabelle vom 15. bis zum aktuellen Spieltag, Düsseldorf wäre in dieser Dritter mit 19 Punkten. Das führt dazu, dass der Aufsteiger bereits früh den Ligaverbleib perfekt machen kann. In Gelsenkirchen gibt es drei weitere Punkte, der Karneval dürfte wild wie seit Jahren nicht mehr gefeiert werden. Auf Schalkes neuen Sportvorstand Jochen Schneider warten schwere Wochen.

Jan Göbel
Jahrgang 1990; geboren in der Lüneburger Heide und aufgewachsen in Berlin und im Landkreis Celle. Studierte Journalistik und Medienmanagement in Hamburg. Praktika und freie Mitarbeit unter anderem beim Sport-Informations-Dienst und der dpa in Hamburg sowie lokalen Radio- und Fernsehsendern. Seit Dezember 2015 freier Mitarbeiter bei SPIEGEL ONLINE. Seit Mai 2017 Sport-Redakteur bei SPIEGEL ONLINE.
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M'gladbach
-
1 : 5
Bayern
Endstand
TORE und KARTEN
2. Min. -
Javi Martínez
(Bayern)
9. Min. -
J. Hofmann
(M'gladbach)
11. Min. -
T. Müller
(Bayern)
37. Min. -
L. Stindl
(M'gladbach)
47. Min. -
R. Lewandowski
(Bayern)
51. Min. -
J. Boateng
(Bayern)
57. Min. -
Thiago
(Bayern)
70. Min. -
C. Kramer
(M'gladbach)
75. Min. -
S. Gnabry
(Bayern)
90. Min. -
R. Lewandowski
(Bayern)
Marc Basten
M'gladbach-Experte
Marc Basten
Geboren 1967 in Aachen, wurde er im Kindesalter mit dem Borussia-Virus infiziert, als er Netzers legendäres Tor im Pokalfinale '73 sah. Seitdem verfolgt er Borussia Mönchengladbach mit großer Leidenschaft. Im Jahr 2000 gründete er das Online-Magazin TORfabrik.de, für welches er seitdem als verantwortlicher Chefredakteur unter dem Motto „fachlich, sachlich, kritisch, fair“ über die Fohlenelf schreibt.
Marc Basten
Geboren 1967 in Aachen, wurde er im Kindesalter mit dem Borussia-Virus infiziert, als er Netzers legendäres Tor im Pokalfinale '73 sah.

Stimmung

Die Euphorie in Mönchengladbach ist nach der zweiten 0:3-Heimpleite in Folge verflogen. Noch ist die Ausgangsposition in Blickrichtung Champions League zwar ordentlich, doch nicht mehr so komfortabel wie noch vor drei Wochen. Und so hat Borussia vor dem Bayern-Spiel plötzlich etwas zu verlieren.

Form

Fehlende Konsequenz im Abschluss, individuelle Patzer hinten und mehrere Leistungsträger wie Pléa, Hazard oder Ginter, die mit Formschwankungen kämpfen - es gibt einige Baustellen im Borussia-Park. Vielleicht hilft das Comeback von Raffael, der wieder im Kader stehen wird.

Gefühlslage

Die Ergebniskrise im eigenen Stadion dämpft meine Vorfreude auf den wahren Bundesligaklassiker merklich. Die Bayern glänzen zwar nach wie vor nicht, aber sie sind der klare Favorit. Auch wenn Borussia den Rekordmeister in den letzten Jahren immer wieder ärgern konnte, hält sich mein Optimismus diesmal in Grenzen.

Miasanrot
Bayern-Experten
Miasanrot
Wir sind Bayern-Fans und wollen unseren Lesern durch Spielberichte, Taktikanalysen, Podcasts und regelmäßige Round-ups zu Profis, Frauen und Amateuren ein komplettes Bild des FC Bayern München vermitteln. Uns eint die Leidenschaft für den FC Bayern und der Wunsch nach unaufgeregten, fundierten Analysen jenseits von reißerischen Schlagzeilen und Schwarz-Weiß-Denken.
Miasanrot
Wir sind Bayern-Fans und wollen unseren Lesern durch Spielberichte, Taktikanalysen, Podcasts und regelmäßige Round-ups zu Profis, Frauen und Amateuren ein komplettes Bild des FC Bayern München vermitteln.

Stimmung

Die Krankheitswelle hat den FC Bayern unter der Woche erwischt. Gleich sieben Profis hatten einen grippalen Infekt oder eine Magen-Darm-Erkrankung. Seit Ende der Woche liegt der Fokus wieder auf dem Bundesliga-Alltag.

Form

Die 0:3-Heimniederlage aus dem Hinspiel war die höchste Saisonniederlage des FC Bayern und gleichzeitig war es ein sportlicher Tiefpunkt in der Ära Niko Kovac. Von den bisher letzten fünf Auftritten im Borussia-Park konnten die Münchner nur zwei gewinnen.

Gefühlslage

Immerhin die Ergebnisse stimmten zuletzt. Spielerisch ist noch deutlich Luft nach oben beim Rekordmeister. Ausgerechnet jetzt geht es zum Angstgegner Gladbach. Gegen die Fohlen tun sich die Münchner traditionell schwer. Ein Sieg, um den Druck auf den BVB hochzuhalten, ist aber Pflicht.

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Wenn die Bayern in der jüngeren Bundesligageschichte mal patzten, dann gerne gegen Gladbach - wie beim 0:3 im Hinspiel, und damit wären wir beim eigentlichen Stichwort: Ihre letzten beiden Heimspiele verlor die Borussia gegen Hertha und Wolfsburg jeweils 0:3, die erste Krise einer bislang starken Saison bahnt sich an. Gegen den Rekordmeister geht Gladbach leer aus.

Jan Göbel
Jahrgang 1990; geboren in der Lüneburger Heide und aufgewachsen in Berlin und im Landkreis Celle. Studierte Journalistik und Medienmanagement in Hamburg. Praktika und freie Mitarbeit unter anderem beim Sport-Informations-Dienst und der dpa in Hamburg sowie lokalen Radio- und Fernsehsendern. Seit Dezember 2015 freier Mitarbeiter bei SPIEGEL ONLINE. Seit Mai 2017 Sport-Redakteur bei SPIEGEL ONLINE.
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Jan Göbel
ist Redakteur im Sportressort von SPIEGEL ONLINE.
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Stuttgart
-
5 : 1
Hannover
Endstand
TORE und KARTEN
4. Min. -
M. Gomez
(Stuttgart)
16. Min. -
O. Kabak
(Stuttgart)
45. Min. -
O. Kabak
(Stuttgart)
60. Min. -
O. Sorg
(Hannover)
68. Min. -
Jonathas
(Hannover)
75. Min. -
M. Bakalorz
(Hannover)
75. Min. -
A. Esswein
(Stuttgart)
75. Min. -
S. Zuber
(Stuttgart)
78. Min. -
S. Zuber
(Stuttgart)
81. Min. -
S. Zuber
(Stuttgart)
Christian Prechtl
Stuttgart-Experte
Christian Prechtl
Christian Prechtl geht seit 1977 ins Neckarstadion. Er ist Mitglied, Dauerkarteninhaber und Fan des VfB Stuttgart. In seinem Blog By the way schreibt er wöchentlich über Fußball und Gesellschaft im Allgemeinen und den VfB im Besonderen. Dafür nominierte ihn die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur für die Shortlist bei der Wahl zum Fußball-Blog des Jahres. Beim FC PlayFair! engagiert er sich für mehr Integrität und weniger Profitgier im Profifußball. Prechtl ist verheiratet und hat drei Kinder.
Christian Prechtl
Christian Prechtl geht seit 1977 ins Neckarstadion. Er ist Mitglied, Dauerkarteninhaber und Fan des VfB Stuttgart.

Stimmung

Vorweggenommenes Abstiegsfinale, Heimspiel, das Umfeld ein einziges Träumchen - da ist vorsichtiger Optimismus angesagt. Auch wenn die beiden Bundesligklubs aufeinandertreffen, über die man als Fußballfan am heftigsten den Kopf schütteln könnte. Neben Schalke natürlich. Aber für Sonntag gilt nur eins: Auf geht's Stuttgart, kämpfen und siegen!

Form

Zaghafter Aufwärtstrend erkennbar. Trainer Weinzierl scheint allmählich herausgefunden zu haben, wie er die Mannschaft spielen lassen kann, als werde sie noch von Tayfun Korkut trainiert. Wo zuletzt überhaupt kein System zu sehen war, da wechseln sie jetzt gleich zwischen zwei oder drei. Und auch die Körpersprache verbessert sich.

Gefühlslage

Ohne Rückfall könnte es reichen. Für den Klassenerhalt. Oder für Relegationsplatz 16 zumindest. Das Problem dabei: Rückfälle sind eine Stuttgarter Spezialität. Und je häufiger ich höre, dass die Mannschaft jetzt endlich verstanden habe, desto nervöser werde ich. Und hoffe auf einen Sieg. Hannover ist noch schlechter.

Gunnar Lott
Hannover-Experte
Gunnar Lott
Gunnar Lott macht was mit Medien. Wenn er nicht auf dem 96-Blog niemalsallein.de über Fußballtaktik fachsimpelt, gibt er auf stayforever.de seiner Liebe zu alten Computerspielen Ausdruck. 96-Fan seit Anfang der 90er.
Gunnar Lott
96-Fan seit Anfang der 90er.

Stimmung

In der vergangenen Saison galten wir mal als unbequem. Der Trainer fand stets ein Mittel, um den Gegner zu ärgern und die Spiele, die verloren gingen, blieben lange offen. Derzeit setzt es immer gleich eine Klatsche, immer gleich drei Gegentore und wenn sie nicht zwingend aus dem Spiel fallen, dann aus Doofheit. Das ist auf Dauer sehr frustrierend, für Zuschauer wie Spieler.

Form

In der ersten Hälfte gegen Frankfurt passte erstmals unter Doll die grundsätzliche Ausrichtung ganz gut, dazu kam die lange vermisste Intensität zurück. 96 zeigte sich gruppentaktisch verbessert, die Einzelspieler rückten energischer und aggressiver nach. Darauf kann man gegen die oft wackeligen Stuttgarter schon aufbauen.

Gefühlslage

Es ist wie eine Operation am schwer kranken Patienten – geht das in Stuttgart schief, dann macht man nichts falsch, wenn man sich schon mal nach Sonderangeboten bei Bestattungsunternehmen umguckt. Geht es gut aus, nun, dann hat man zumindest Zeit gewonnen. Aber die nächste OP kommt.

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

"Wer am Ende die wenigsten individuellen Fehler gemacht hat, bleibt in der Liga. Und die anderen gehen duschen. So einfach ist das", hat 96-Trainer Thomas Doll unter der Woche gesagt. Was einfach klingt, ist in der Umsetzung offenbar doch etwas anspruchsvoller. Beide Teams gönnen sich fast im Gleichschritt schwere Aussetzer, das spricht für ein Remis - und eine Fortsetzung des zähen Abstiegskampfes.

Jan Göbel
Jahrgang 1990; geboren in der Lüneburger Heide und aufgewachsen in Berlin und im Landkreis Celle. Studierte Journalistik und Medienmanagement in Hamburg. Praktika und freie Mitarbeit unter anderem beim Sport-Informations-Dienst und der dpa in Hamburg sowie lokalen Radio- und Fernsehsendern. Seit Dezember 2015 freier Mitarbeiter bei SPIEGEL ONLINE. Seit Mai 2017 Sport-Redakteur bei SPIEGEL ONLINE.
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Wolfsburg
-
1 : 1
Werder
Endstand
TORE und KARTEN
54. Min. -
J. Brooks
(Wolfsburg)
66. Min. -
M. Eggestein
(Werder)
74. Min. -
M. Kruse
(Werder)
80. Min. -
L. Augustinsson
(Werder)
Antonia Menge
Wolfsburg-Expertin
Antonia Menge
Ich bin Antonia, 19 Jahre alt und leidenschaftlicher Fan vom VfL Wolfsburg. Ich bin im Revier der Wölfe aufgewachsen und habe mich von Jahr zu Jahr mehr als Teil des Rudels gefühlt. Mir ist es egal, was andere über Wolfsburg denken – für mich ist die Stadt Heimat und das Stadion ein zweites Zuhause.
Antonia Menge
Mir ist es egal, was andere über Wolfsburg denken – für mich ist die Stadt Heimat und das Stadion ein zweites Zuhause.

Stimmung

Is this the real life? 3:0 in Gladbach gewonnen - und keiner weiß, wie das geklappt hat. Das schmälert die Freude aber kaum! Ich befürchte immer noch bei jedem Blick auf die Tabelle, gleich gekniffen zu werden und aufzuwachen, aber bis dahin werde ich jeden Moment genießen.

Form

Ständig fallen Spieler aus und (fast) jedes Mal gelingt es der Mannschaft, das aufzufangen. Das einzige, was zum Problem werden könnte, sind die jeweils vier Gelben Karten von Jérôme Roussillon, Maximilian Arnold und Wout Weghorst. Es wäre ungünstig, wenn diese drei Spieler demnächst gleichzeitig mit einer Gelbsperre fehlen würden.

Gefühlslage

Wie man sich fühlt, wenn der Herzensverein zwei Mal in Folge tief im Abstiegskampf steckte und jetzt plötzlich bei 38 Punkten auf Platz fünf steht? Großartig! Aber auch mit einem bisschen Angst. Werder könnte mit einem Sieg auf drei Punkte heranrücken. Ein VfL-Sieg wäre ein großer Schritt Richtung Europa - ich hätte nicht gedacht, dass ich das so bald mal wieder sagen würde.

Johanna Göddecke
Werder-Expertin
Johanna Göddecke
Johanna Göddecke, 25 Jahre alt, seit elf Jahren Werder-Fan, gebürtig aus dem Sauerland und wohnt seit vier Jahren in Bremen. Vorsitzende des Werder Fanclubs #twerder  (Twitter: @WFCTWERDER), welcher im Frühjahr 2016 die #greenwhitewonderwall initiiert hat und eine der Stimmen vom @Weserfunk, einem Werder Podcast.
Johanna Göddecke
Johanna Göddecke, 25 Jahre alt, seit elf Jahren Werder-Fan, gebürtig aus dem Sauerland und wohnt seit vier Jahren in Bremen.

Stimmung

So langsam kippt die Stimmung, weil Anspruch und Wirklichkeit derzeit etwas auseinander klaffen. Max Kruse nennt das Duell gegen seinen Ex-Verein gar "ein kleines Finale um Europa". Dann mal mit Vollgas ins Endspiel!

Form

Gegen tief stehende Gegner findet Werder kein Mittel. Zum Glück ist Wolfsburg mittlerweile ein Team, das mitspielen möchte. Das kommt uns eher entgegen. Zudem wird Bargfrede wohl (hoffentlich!) wieder im Kader stehen. Selbst Harnik und Osako geben leise Hoffnungszeichen, bis Sonntag fit zu werden.

Gefühlslage

Die vergangenen Spiele haben wenig Lust auf Fußball gemacht. Aber das wird sich hoffentlich dieses Wochenende wieder ändern. Das Problem: Leider liegen uns in dieser Saison 18-Uhr-Partien am Sonntag gar nicht, bisher gab es zwei Pleiten in zwei Spielen.

So tippt der SPON-Experte
Von Jan Göbel

Topspiele zwischen Teams aus dem Norden sind selten geworden, auch Wolfsburg gegen Werder taugt nicht als echtes Spitzenduell - aber immerhin: Sechster vs. Zehnter, das gab es länger nicht. Wolfsburg darf erstmals seit 2016 wieder auf Europa hoffen, auch Werder könnte dort über den Umweg DFB-Pokal landen. Prognose: Remis zwischen den verbesserten Nordklubs.

Jan Göbel
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hoppelkaktus 01.03.2019
1. Ich glaub', die machen das schon...
Die Leichtigkeit der Hinrunde ist futsch - und auch Gladbach braucht jetzt knüppelharte Arbeitssiege. Den Bayern ihre Unterhosen bis hoch in den Haaransatz zu ziehen, darauf kommt's jetzt an. Nu, ich tippe auf Sieg Gladbach.
Papazaca 01.03.2019
2. Ich tippe nicht, hoffe aber!
Das der BVB problemlos gegen Augsburg gewinnt? Schön wäre es. Und das die Bayern weiter gewinnen, auch gegen die Fohlen? Sicher ist, das nichts sicher ist. Weder hat der BVB die Chancen auf die Meisterschaft verloren noch werden die Bayern sicher der nächste Meister. Oder umgekehrt! Die Wahrheit ist: Keiner weiß es. Auch nicht unsere Experten. Das macht die Liga so spannend. Endlich!
bigmitt 01.03.2019
3. Ich kann nur hoffen.....
....das die Spieler der Borussia und der Bayern mit mehr Optimismus in das Spiel gehen als diese beiden "Fanvertreter" Gerade die jüngere Historie hat doch gezeigt das die Bayern den Fohlen liegen. Ein Neuer ist im Park immer mal für einen Aussetzer gut....also ich bin mir sicher das die Borussia nicht punktlos vom Platz geht.
Papazaca 01.03.2019
4. Vertrete nur mich selbst. Schwer genug!
Zitat von bigmitt....das die Spieler der Borussia und der Bayern mit mehr Optimismus in das Spiel gehen als diese beiden "Fanvertreter" Gerade die jüngere Historie hat doch gezeigt das die Bayern den Fohlen liegen. Ein Neuer ist im Park immer mal für einen Aussetzer gut....also ich bin mir sicher das die Borussia nicht punktlos vom Platz geht.
Optimistisch bin ich grundsätzlich auch. Aber auch vorsichtig. Remember das BVB-Spiel vor kurzem gegen Nürnberg und die letzte Spiele von Gladbach? Das ich beiden Borussia die Daumen drücke, bei einem Weizen in einer Kneipe meines Vertrauens, ist doch klar. Aber sicher ist in beiden Spielen gar nichts. Außerdem bin ich kein Fanvertreter sondern vertrete mich nur selbst. Also, dann hoffen wir mal schön. Habe gehört, das einige Spieler der Bayern die Grippe haben. Da muß man Ihnen als fairer Sportsmann gute Besserung wünschen. Mehr sage ich aber nicht dazu ....
Münchner73 01.03.2019
5. Nix genaues weiß man nicht
Ich hoffe nur, dass die Bayern sich nicht in ein kopfloses anrennen versteifen und die Defensive vernachlässigen. Und für Marco Reus hoff ich, dass in die Tretergruppe aus Augsburg, nicht gleich wieder in den Krankenstand schickt. Das wäre für den Jungen nicht schön. Da können die Bayern ein Lied davon singen. Und wenn beide gewinnen, bleibst a bisserl länger spannend;-)
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