Bundesliga-Anstoßzeiten Fans kündigen Widerstand gegen Zerstückelung an

Noch mehr unterschiedliche Anstoßzeiten? Die Fan-Organisationen fürchten zumindest, dass die Bundesliga-Spieltage weiter zerstückelt werden. Entsprechende Andeutungen hatte die DFL in dieser Woche gemacht.
DFB-Boss Seifert: Hier schon mit dem passenden Motto

DFB-Boss Seifert: Hier schon mit dem passenden Motto

Foto: Arne Dedert/ dpa

Hamburg - Die bundesweite Vereinigung "Pro Fans" befürchtet eine Aufsplitterung der Anstoßzeiten in der Fußball-Bundesliga. In Deutschland seien die Stadien ausverkauft und stimmungsvoll. "Die zunehmende Zerstückelung der Spieltage in der 1. und 2. Bundesliga beschädigt dieses deutsche Alleinstellungsmerkmal", schreibt das Fan-Bündnis in einem offenen Brief an Christian Seifert, dem Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL).

Kernforderungen der Initiative sind eine Verhinderung dieser Zerstückelung sowie eine verstärkte Berücksichtigung der geografischen Gegebenheiten für Auswärtsfans. Der Anpfiff in englischen Wochen, sofern diese unvermeidbar seien, dürfe nicht vor 20 Uhr erfolgen, das Montagsspiel in der 2. Liga gehöre ebenso abgeschafft wie die Freitagabendspiele in erster und zweiter Liga.

Die neun Spiele einer Erstliga-Runde werden bislang zu fünf verschiedenen Zeiten angepfiffen. Experten befürchten, dass der Bundesliga ohne zusätzliche TV-Einnahmen durch weitere Anstoßzeiten der Verlust von Stars an die englische Premier League droht.

Ähnliches hatte Seifert in dieser Woche angedeutet. Mit mehreren verschiedenen Anfangszeiten kassieren die Klubs in England künftig rund 6,9 Milliarden Euro an TV-Einnahmen für drei Jahre. In Deutschland läuft der mit 2,51 Milliarden Euro dotierte Vertrag 2017 aus.

aha/dpa/sid
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