Trainerwechsel in der Bundesliga FC Augsburg trennt sich von Baum und Lehmann

Trainer Manuel Baum und sein Co-Trainer Jens Lehmann werden in Zukunft nicht mehr die Mannschaft des FC Augsburg betreuen. Ein Nachfolger steht bereits fest.

Kurze Zusammenarbeit: Trainer Manuel Baum (r.) und Co-Trainer Jens Lehmann
Carmen Jaspersen/ DPA

Kurze Zusammenarbeit: Trainer Manuel Baum (r.) und Co-Trainer Jens Lehmann


Bundesligist FC Augsburg hat Trainer Manuel Baum und Co-Trainer Jens Lehmann freigestellt. Auch der Technische Direktor Stephan Schwarz muss gehen. Das gab der abstiegsgefährdete Klub in einem Statement bekannt.

"Wir haben in den letzten Wochen und Monaten alles dafür getan, unsere schwierige Situation gemeinsam zu meistern. Nach dem 0:4 gegen die TSG 1899 Hoffenheim und den äußerst schwankenden Leistungen zuvor hat uns aber die Überzeugung gefehlt, dass wir dies auf Dauer in der bisherigen Konstellation schaffen werden", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter. "Daher haben wir uns entschieden, zum jetzigen Zeitpunkt einen klaren Schnitt zu machen, um die Weichen für einen sportlich erfolgreichen Saisonendspurt und die weitere Zukunft des FCA zu stellen."

Augsburg musste zuletzt in der Bundesliga zwei deutliche Niederlagen gegen Hoffenheim und beim Tabellenvorletzten Nürnberg hinnehmen. Zudem schied der Klub im DFB-Pokal gegen Leipzig aus. Der FCA steht nur noch vier Punkte vor dem Relegationsplatz auf dem 15. Rang.

Baum hatte bereits im Nachwuchs des Klubs trainiert und nach zwei Spielen als Interimstrainer im Dezember 2016 die erste Mannschaft des FC Augsburg übernommen. Jens Lehmann hatte seinen Posten erst Ende Januar dieses Jahres angetreten.

Die Aufgabe als Trainer übernimmt ab sofort Martin Schmidt. Der 51 Jahre alte Schweizer hatte in der Bundesliga bereits für Mainz 05 sowie den VfL Wolfsburg gearbeitet, wo er im Februar vergangenen Jahres zurückgetreten war.

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HCL 09.04.2019
1. Neue Hoffnung fuer Stuttgart und Nuernberg
Wenn das mal nicht nach hinten losgeht. Baum hat viel aus dieser "Low budget" Mannschaft gemacht und haette sicherlich den Klassenerhalt gesichert. Ohne fehlender Respekt: Martin Schmidt ist kein Huub Stevens und kommt auch nicht in ein bekanntes Umfeld. Selbst bei Schalke hat man gesehen, dass auch ein so hochdekorierter und qualifizierter "Retter" nicht ueber Nacht Wunder verbringen kann. Ich druecke Nuernberg und Stuttgart die Daumen.
Allgemeinbetrachter 09.04.2019
2. Dumme Entscheidung...
haben doch super gegen Leipzig gespielt. Wenn man immer so spielt. Schafft man alles. Aber der Trainer ist halt Schuld, dass RB Leipzig gewonnen hat (ironisch)... . Ich bin übrigens RB Fan. Wenn sie mit diesem Biss auch in der Bundesliga spielen ist das mehr als nur der Klassenerhalt.
skeptikerjörg 09.04.2019
3. Das Wundermittel
Trainerwechsel wenn es eng wird. Hat statistisch in weniger als 50% geklappt, wird aber trotzdem gern genommen, wenn nichts mehr einfällt. Ok, Nürnberg war ne Katastrophe, die Heimniederlage gegen Hoffenheim war absehbar, nachdem die Mannschaft sich gegen Leipzig bis zur totalen Erschöpfung verausgabt hatte. In der aktuellen Situation falsche Schwerpunktsetzung würde ich sagen. Aber vielleicht klappt es ja, noch steht man vor Stuttgart.
dr.beat01 09.04.2019
4. Paradigmenwechsel
Das Geheimnis der Augsburger Erfolge (wenn man 8 Jahre Nicht-Abstieg als solches bezeichnen darf) bestand darin, sich den branchenüblichen Mechanismen zu entziehen und stattdessen auf beinahe familiäre Verbundenheit und noch ein paar andere altmodische Tugenden zu vertrauen (man schaue sich nur den FCA-Film an). Als ,normaler' Verein, der man jetzt anscheinend werden möchte hat der FCA im harten Bundesligageschäft keine Chance. Und das alles nur, weil gegen Leipzig am Schluss einer einmal zuviel gezuckt hat. Das kanns doch nicht sein.
halverhahn 09.04.2019
5. Der Club muss bzw musste reagieren.
Sonst würde man beim eventuellen Abstieg dem Augsburger Vorstand hinterher Untätigkeit vorwerfen können. Und der Trainer ist nun mal bekanntermaßen das schwächste Glied in der Kette und wird bei ausbleibendem Erfolg eben als erster gewippt. Das kann man gut oder schlecht finden, so sind aber nun mal Gesetzmäßigkeiten im Profi-Fußball. Schaun mer mal, ob der Trainerwechsel nun hilft... By the way: die seinerzeitige Verpflichtung von J. Lehmann hab ich null verstanden. Für mich irgendwie völlig sinnfrei. Der wird ja auch nicht nur für ein kleines Taschengeld gekommen sein... Aber dieser "Fehler" wurde ja nun direkt mit korrigiert... ;-)
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