Erfolg gegen Leverkusen Ribéry schießt die Bayern zum Sieg

Die Bayern bleiben das Maß der Dinge in der Bundesliga: Im Top-Spiel gegen Leverkusen gewannen die Münchner knapp, aber verdient. Mit Bayers aggressiver Verteidigung tat sich der Rekordmeister nur eine Halbzeit lang schwer.


Hamburg - Der FC Bayern München hat das Spitzenspiel des 14. Bundesligaspieltags gewonnen. Im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen setzte sich die Mannschaft von Trainer Josep Guardiola 1:0 (0:0) durch. Franck Ribéry (51. Minute) erzielte das Tor des Spiels.

Durch den Erfolg stellten die Münchner ihren Sieben-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Wolfsburg wiederher. Der VfL war nach seinem Sieg gegen Hannover am Samstagnachmittag kurzzeitig auf vier Punkte an die Bayern herangerückt. Leverkusen teilt sich mit dem punkt- und torgleichen FC Schalke Platz vier.

"Das war ein schweres Spiel für uns. Nach meinem Tor hatten wir die Möglichkeit, das Spiel mit einem zweiten Treffer frühzeitig zu entscheiden", sagte Ribéry nach seinem 100. Pflichtspieltor für die Bayern im 287. Einsatz bei Sky. Leverkusens Torjäger Stefan Kießling war enttäuscht: "Wir haben die erste Halbzeit gut mitgehalten, hatten die besseren Möglichkeiten. Ich weiß nicht, was dann in der zweiten Halbzeit war, da haben wir nicht mehr so gut gespielt."

Lange schien es, als könnte Bayer im Duell mit dem Rekordmeister für eine Überraschung sorgen. In der ersten Hälfte bereiteten die Gäste den Münchnern mit ihrer aggressiven Vorwärtsverteidigung Probleme. Weil Leverkusen zudem die gefährlichere Mannschaft war, wäre eine Führung zur Halbzeitpause verdient gewesen. Kießling (7./30.) und Heung-Min Son (25.) fehlten bei ihren Möglichkeiten entweder Präzision oder Entschlossenheit.

Die größte Chance zur Führung vergab Leverkusens Karim Bellarabi: Beim Versuch, den Ball zu klären, schoss Jérôme Boateng in der Hälfte der Bayern Mitspieler Xabi Alonso an. So sprang der Ball vor die Füße von Bellarabi, der frei in Richtung von Manuel Neuer stürmte, den Torwart umkurvte und aufs Tor schoss. Dem Einsatz des zurückgeeilten Juan Bernat war es zu verdanken, dass die Münchner nicht früh in Rückstand geraten waren (3.).

Als Götze ging, wurden die Bayern stärker

Und die Bayern? Vom Top-Favoriten kam lange wenig in Richtung des Leverkusener Strafraums. Hier eine ungenaue Flanke, dort ein geblockter Abschluss, doch wirklich gefährlich wurde es nicht, wenn Guardiolas Elf den Ball hatte.

Mit Beginn der zweiten Hälfte änderte sich das vollkommen. Die Bayern, nun mit Sebastian Rode für den schwachen Mario Götze (nur 19 Ballkontakte in 45 Minuten), bestürmten das gegnerische Tor - und gingen in Führung.

Ein Eckball wurde von Arjen Robben ans Strafraumeck gespielt, wo Rafinha den Ball auf den zweiten Pfosten flankte. Dort legte Xabi Alonso per Kopf auf Ribéry zurück, der aus neun Metern volley ins Tor schoss (51.).

Die Münchner kamen zu

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Bayern schlägt auch Leverkusen: Peps Wechsel bringt die Wende
weiteren Chancen: Thomas Müller brach auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe versuchte Bayer-Torwart Bernd Leno zu klären, lenkte den Ball jedoch beinahe über die Torlinie; der Pfosten rettete den Leverkusener Schlussmann (56.). Immerhin: Sekunden später bewahrte Leno seine Elf mit einer Parade gegen Robben vor einem weiteren Gegentor (57.).

Die größte Gelegenheit auf einen zweiten Treffer vergab Robert Lewandowski. Der Stürmer schoss den Ball nach einer verunglückten Abwehraktion von Tin Jedvaj am leeren Tor vorbein (59.).

Bayerns Anhänger mussten sich aufgrund der nun fahrlässigen Chanceverwertung aber nicht sorgen, weil die Münchner den Leverkusenern nach der Führung keine nennenswerte Gelegenheit mehr eröffneten.

Bayern München - Bayer Leverkusen 1:0 (0:0)
1:0 Ribéry (51.)
Bayern München: Neuer - Rafinha, Benatia, Boateng, Bernat - Xabi Alonso - Robben, Müller (88. Schweinsteiger), Götze (46. Rode), Ribéry - Lewandowski (90.+2 Højbjerg)
Bayer Leverkusen: Leno - Jedvaj, Toprak, Spahic, Wendell - Bender (62. Rolfes), Castro - Bellarabi, Calhanoglu, Son (62. Drmic) - Kießling (75. Kruse)
Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
Zuschauer: 71.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: - / Bellarabi (1), Castro (2), Son (3)
Ballbesitz in %: 64,8 / 35,2
Torschüsse: 9 / 3

mon



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Seite 1
nummer50 06.12.2014
1. Eine Halbzeit
Es deutet sich immer mehr an, dass die meisten Mannschaften die 1.Halbzeit ganz gut mithalten können. Dieses laufintensive Spiel hält aber keine Mannschaft 90 Min durch und spätestens ab der 60 Min übernimmt der FCB endgültig die Regie. Die einzige Chance für die anderen Mannschaften besteht darin 1 oder besser 2 zu 0 in Führung zu gehen. Wäre mal interessant wie die Münchner dann regieren.
axelmueller1976 06.12.2014
2. Bayer hat sich übernommen
Dank großem Laufpensum und Überhärte konnte Leverkusen in der 1. Halbzeit Bayern bändigen. Das war in der zweiten Hälfte vorbei und Bayern hat verdient gewonnen. Auch in diesem Spiel war ähnlich wie in Dortmund die Schiri -Leistung sehr mangelhaft. Aber Herr Kircher ist bekannt ,daß Er nur wenige Fouls mit Karten bestraft. Sonst hätte Leverkusen nur mit 9 Spielern das Spiel beendet .(Belarabi und Son)
Misantroph 06.12.2014
3. Bayern nur BL Durchschnitt
Bayern ist nicht besser als die momentanen Topmannschaften in der BuLi. Sonst würden sie nicht immer erst zum letzten Abschnitt hin die Tore schießen. Das Erfolgsrezept ist und bleibt der breite Kader in seiner quantitiven Qualität. Da spielt eine Leverkusener Mannschaft aufopferungsvoll und dann erzielt Bayern doch irgendwie ein Tor. Zum Kotzen- München sollte verboten werden, Transfer zu tätigen, wenn sie nicht die selbe Summe durch Abgänge einnehmen.
adalovelace 06.12.2014
4.
Zitat von MisantrophBayern ist nicht besser als die momentanen Topmannschaften in der BuLi. Sonst würden sie nicht immer erst zum letzten Abschnitt hin die Tore schießen. Das Erfolgsrezept ist und bleibt der breite Kader in seiner quantitiven Qualität. Da spielt eine Leverkusener Mannschaft aufopferungsvoll und dann erzielt Bayern doch irgendwie ein Tor. Zum Kotzen- München sollte verboten werden, Transfer zu tätigen, wenn sie nicht die selbe Summe durch Abgänge einnehmen.
Über solche Kommentare kann man nur schmunzeln... Wenn man mit Bundesliga "Durchschnitt" Erster mit 15 Toren und 7 Punkten Vorsprung wird, dann bitte, sind die Bayern eben nur Durchschnitt.
kone 06.12.2014
5. Richtig ...!
Zitat von nummer50Es deutet sich immer mehr an, dass die meisten Mannschaften die 1.Halbzeit ganz gut mithalten können. Dieses laufintensive Spiel hält aber keine Mannschaft 90 Min durch und spätestens ab der 60 Min übernimmt der FCB endgültig die Regie. Die einzige Chance für die anderen Mannschaften besteht darin 1 oder besser 2 zu 0 in Führung zu gehen. Wäre mal interessant wie die Münchner dann regieren.
Man sollte die Winterpause nutzen, und entsprechende Änderungen an den Regularien vornehmen ... ;-) !
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