Fußballbundesliga 8:0! Der FC Bayern schießt den HSV ab

Der Hamburger SV hat in München ein riesiges Debakel erlebt. In Leverkusen erlebten die Zuschauer eine irre Partie mit neun Toren und dem besseren Ende für Wolfsburg. Für Werder Bremen ist plötzlich sogar die Europa League greifbar.

REUTERS

Hamburg - 1:3, 2:9, 0:5, 0:6: So lauteten in den vergangenen vier Saisons die Ergebnisse des Hamburger SV beim FC Bayern München. Und auch in dieser Spielzeit geriet das HSV-Auswärtsspiel beim Rekordmeister zur Farce. 0:8 (0:3) verloren die völlig chancenlosen Hamburger.

Dabei hatte die Gäste in den ersten 20 Minuten geschickt verteidigt, Trainer Josef Zinnbauer schien die richtige Taktik gegen den Tabellenführer gefunden zu haben. Doch dann wehrte Verteidiger Ronny Marcos im eigenen Strafraum eine Flanke von Rafinha mit der Hand ab. Thomas Müller verwandelte den fälligen Elfmeter (21. Minute).

Wie so oft in den vergangenen Jahren, wenn der HSV in München spielte, ließ der erste Gegentreffer die komplette Hamburger Defensive einstürzen. Mario Götze traf nur zwei Minuten nach der Führung (23.), Arjen Robben erhöhte noch vor der Halbzeit auf 3:0 (36.). Kurz nach dem Seitenwechsel traf der Niederländer erneut (47.), wieder sah Gegenspieler Marcos nicht gut aus. Müller mit seinem zweiten Tor (55.), Robert Lewandowski (56.), der eingewechselte Franck Ribéry (69.) und Götze (88.) stellten den Endstand her.

Bayer Leverkusen - VfL Wolfsburg 4:5 (0:3)

In Dortmund hatte es am Freitagabend gerade einmal 52 Sekunden gedauert, bis das erste Tor gefallen war. In Leverkusen dauerte es fünf Minuten länger, dann gab es den ersten Treffer bei den Samstagnachmittags-Spielen. Bas Dost köpfte nach Flanke von Vieirinha den VfL in Führung (6.), Bayer-Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos hatte sich verschätzt.

Rund zehn Minuten später erhöhte Naldo (17.), dessen Freistoß aus mehr als 30 Metern Bernd Leno nicht abwehren konnte, obwohl Leverkusens Keeper gut stand. Noch bevor eine halbe Stunde rum war, erhöhte Dost mit seinem zweiten Treffer auf 3:0. Das Spiel schien zur Halbzeit entschieden - aber nichts da!

Zunächst verkürzte Heung-Min Son per Doppelpack (57./62.), doch Dost sorgte mit seinem dritten Treffer (63.) für eine erneute Zwei-Tore-Führung des VfL. Drei Tore? "Kann ich auch", mag sich Son gedacht haben und verkürzte auf 3:4 (67.). Fünf Minuten später wurde die Arena in Leverkusen dann zum Tollhaus. Karim Bellarabi war nach einem langen Ball auf und davon, lief alleine auf Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio zu und traf zum 4:4. Das aber war noch nicht das Ende, Dost mit seinem vierten Treffer bescherte Wolfsburg den Sieg (90.+4).

Werder Bremen - FC Augsburg 3:2 (3:1)

Eine Viertelstunde dauerte es, dann war Schwung in der Partie - und wie! Zunächst brachte Assani Lukimya die Gastgeber per Kopfball in Führung (16.), sechs Minuten später glich Ragnar Klavan aus (22.), auch er traf mit dem Kopf. Der Augsburger Innenverteidiger war von diesem Erlebnis offenbar etwas zu euphorisiert, kurz nach Bremens Anstoß ging er im eigenen Strafraum äußerst ungeschickt in den Zweikampf mit Davie Selke. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Franco di Santo sicher (24.).

Theodor Gebre Selassie traf kurz vor dem Pausenpfiff noch zum 3:1 (45.). In Halbzeit zwei war Werder überlegen, das Tor erzielten jedoch die Augsburger: Tobias Werner traf (79.), für einen Punkt der Gäste reichte es aber nicht mehr. Werder hat als Achter nun 29 Punkte und liegt nur noch drei Zähler hinter Leverkusen auf Platz sechs, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt.

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln 1:0 (0:0)

Würde es für Ballbesitz und Zweikampf-Überlegenheit Punkte geben, das rheinische Derby wäre schon zur Halbzeit zugunsten von Mönchengladbach entschieden gewesen. Weil die Borussia aber keine ihrer Chancen nutzte, Köln zudem defensiv stabil stand, gab es in den ersten 45 Minuten keine Tore. Das gleiche Bild nach dem Seitenwechsel, als Gladbach immer mehr drückte, aber ein Treffer wollte der Borussia nicht gelingen - bis zur Nachspielzeit. Dann traf Granit Xhaka per Kopf zum vielumjubelten Siegtreffer (90.+1).

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 2:1 (1:1)

In der ersten halben Stunde sahen die 30.000 Zuschauer in Sinsheim kein gutes Spiel, doch sie durften zumindest jubeln - sofern sie es mit den Gastgebern hielten. Nach einem Freistoß bekam Stuttgart den Ball nicht aus dem eigenen Strafraum, sodass Roberto Firmino zum 1:0 traf (30.). Dann aber durften die VfB-Fans den ersten (!) Treffer ihres Teams in der Rückrunde feiern. Gotoku Sakais Schuss wurde unhaltbar für Hoffenheim-Torwart Oliver Baumann abgefälscht (39.). In der zweiten Halbzeit war Hoffenheim spielbestimmend, der Siegtreffer fiel aber wie in Mönchengladbach erst in der Nachspielzeit. Sebastian Rudy schoss 1899 zum nicht mehr erwarteten Sieg (90.+3).

ham



insgesamt 52 Beiträge
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Seite 1
KTRoadkill 14.02.2015
1. Unverschämtheit(en)
Für diese Unverschämtheit(en) gehören die Hamburger endlich mal abgestiegen ... Peinlich, peinlich, wie die München regelmäßig unter diie Räder kommen. Das ist nicht bundesligawürdig.
e.pudles 14.02.2015
2. Langweiliste Liga Europas
Die Überlegenheit des FC Bayern führt dazu, dass die Bundesliga zu einer der langweiligsten wird. Praktisch schon am dritten Spieltag ist klar wer einmal mehr Erster wird. Dann geht es nur noch darum wie viel Punkte Vorsprung sie auf den Zweiten haben.
der-meister! 14.02.2015
3. Europa zittert...
.. die großen Hamburger geschlagen von den Uber Bayern...
bobflag 14.02.2015
4. Typisch
Der FC Bayern mit einem klaren verdienten Sieg, der Rest gewinnt durch Duseltore. :-)
foolbar 14.02.2015
5.
Zitat von e.pudlesDie Überlegenheit des FC Bayern führt dazu, dass die Bundesliga zu einer der langweiligsten wird. Praktisch schon am dritten Spieltag ist klar wer einmal mehr Erster wird. Dann geht es nur noch darum wie viel Punkte Vorsprung sie auf den Zweiten haben.
Der FCB ist zur Zeit weit vorweg, richtig. Aber ansonsten war der Spieltag heute zumindest von den Zeitpunkten der Tore und den Ergebnissen Werbung für die Liga, wie man sie besser kaum haben kann.
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