Bundesliga Bayern verschenkt Sieg gegen Augsburg

Der FC Bayern führte lange gegen den FC Augsburg. Doch in der Nachspielzeit verspielten die Münchner ihre Chance auf die Tabellenführung. Aufsteiger Union Berlin feierte den zweiten Saisonsieg.

Serge Gnabry im Duell gegen Philipp Max
Bongarts/Getty Images

Serge Gnabry im Duell gegen Philipp Max


FC Augsburg - Bayern München 2:2 (1:1)

Der FC Bayern kam am achten Bundesliga-Spieltag in Augsburg nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Lange sahen die Münchner wie die sicheren Sieger aus, ließen aber massig Chancen auf die vorzeitige Entscheidung aus - und wurden am Ende ausgekontert.

Bereits nach 27 Sekunden traf der Augsburger Marco Richter nach einem hohen Ball von Rani Khedira. Nach einer Knieverletzung von Niklas Süle, der bereits nach zehn Minuten aus dem Spiel genommen werden musste, egalisierte Robert Lewandowski das Ergebnis. Serge Gnabry flankte unbedrängt auf den Polen, der sieben Meter vor dem Tor einköpfte (14. Minute). Es war sein zwölftes Saisontor im achten Saisonspiel. Anschließend sammelten die Gäste zahlreiche Chancen. Auch weil Augsburgs Torhüter Tomas Koubek erneut ein Schwachpunkt war.

In der zweiten Hälfte drückte Bayern auf den Sieg: Gnarbry ging an Philipp Max vorbei, lief von der rechten Strafraumkante ins Zentrum und traf die Kugel dann unhaltbar ins linke Eck (49.). Der eingewechselten Alfred Finnbogason markierte in der Nachspielzeit den Ausgleich und schob den Pass von Sergio Cordova über die Linie.

1. FC Union Berlin - SC Freiburg 2:0 (1:0)

Aufsteiger Union Berlin konnte seine Negativserie gegen den SC Freiburg stoppen und den Sturz auf einen Abstiegsplatz vermeiden. Marius Bülter glückte ein frühes Tor in der ersten Minute: Aus rund 25 Metern zog der 26-Jährige, der schon gegen den BVB doppelt getroffen hatte, ab und schoss den Ball in die lange Ecke. Für Union war es das schnellste Tor in der Vereinsgeschichte.

Für die Entscheidung sorgte Marcus Ingvartsen, der nach einem Pass von Robert Andrich ebenfalls aus der Distanz traf (84.). Der für den verletzten Alexander Schwolow eingewechselte Torhüter Niclas Thiede machte dabei keinen guten Eindruck, der Ball prallte von der Unterkante der Latte ins Tor.

RB Leipzig - VfL Wolfsburg 1:1 (0:0)

Im Spiel der beiden Spitzenteams, die jeweils mit einem Sieg auf Platz eins hätten springen können, vergab RB Leipzig einige gute Torchancen und musste am Ende mit einem Punkt leben.

Erst ein Fehler der ansonsten so sicheren Wolfsburgs Defensive ermöglichte Leipzig kurz nach der Pause den Führungstreffer: Kevin Mbabu positionierte sich im Zweikampf mit Timo Werner schlecht und so umkurvte der Nationalstürmer Torhüter Pavao Pervan und schob dann locker ins leere Tor (54.).

In den Schlussminuten drückte Wolfsburg auf den Ausgleich: Joshua Guilavogui flankte hoch nach rechts in den Sechzehner, wo William den Ball direkt volley nach innen schlug. Wout Weghorst war am Fünfmeterraum trotz Bedrängnis zur Stelle und drückt den Ball an Torhüter Peter Gulacsi vorbei (82.). Damit bleiben die Wölfe weiterhin ungeschlagen. Am 30. Oktober treffen sich beide Mannschaften im DFB-Pokal dann schon wieder.

Werder Bremen - Hertha BSC 1:1 (1:0)

Nach drei Siegen hintereinander erkämpft sich Hertha BSC gegen Werder Bremen ein Remis. Die Gastgeber attackieren Hertha bereits in den Anfangsminuten mit viel Druck und erzielten in der siebten Minute das 1:0 durch Josh Sargent. Maximilian Eggestein legte den Ball von der rechten Seite zurück auf US-Nationalspieler, dessen Schuss aus 15 Metern fälschte Dedryck Boyata unhaltbar für Keeper Rune Jarstein ab.

Auch danach erspielte sich die Mannschaft von Florian Kohfeldt einige gute Chancen und verpasste mehrfach das 2:0. Hertha fand erst spät in die Partie und entwickelte bis dahin nur über ruhende Bälle Torgefahr. In der 70. Minute schockte Herthas Dodi Lukebakio die Bremer mit einer starken Einzelaktion und glich zum 1:1 aus. Werder spielte zum dritten Mal in Folge remis.

Fortuna Düsseldorf - 1. FSV Mainz 05 1:0 (0:0)

Nur einen Sieg aus sieben Spielen konnte das Team von Friedhelm Funkel vor der Partie aufweisen, doch gegen Mainz feierte die Fortuna ihren ersten Heimerfolg. Das entscheidende Tor fiel spät: Rouwen Hennings war nach einer Flanke von Niko Gießelmann zur Stelle und köpfte ein (83.).

mjm



insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
marcuhlig 19.10.2019
1.
stark von Augsburg, schwach von Bayern. und wieder einmal bringt man die PS nicht auf den Platz. peinlich, peinlich...
meresi 19.10.2019
2. Freude
kommt auf, wenn man sieht dass sich auch kleine Vereine wie Augsburg gegen Niederlagen stemmen. Erfreulich ist, dass sich die Bundesliga bis jetzt als Überraschungsei präsentiert. So lacht Gladbach noch von der Spitze dank der Patzer der Verfolger. Mit einem Sieg sind sie leicht vorne und das gibt Kraft.
frietz 19.10.2019
3.
DANKE Augsburg. Vom Spiel her vollkommen unverdient, aber aufgrund der Unfähigkeit der Bayern, ein Spiel entscheiden zu wollen/können, dann doch noch einen Punkt gemacht. Wie geht das? Gegen Tottenham sieben Tore zu machen und dann gegen Hoffenheim UND Augsburg in der Chancenverwertung so kläglich zu versagen?
dr.joe.66 19.10.2019
4. Was erlauben Rummeneß?
Vielen Dank nach Augsburg! Was erlauben Bayern, wenn Tormaschine aus Polen mal verletzt? Ersatzbank ist wie Flasche leer. Ich glaube, Kovac hat bald fertig.
retterdernation 19.10.2019
5. Union ist zurückgekommen
Im Abstiegskampf glauben die Eisernen endlich an sich und stoppen den Höhenflug der Breisgauer mit einem nicht erwarteten 2:0 Sieg. Das Berliner Glück könnte perfekt sein, wenn man Hertha in Bremen nicht einen klaren Elfmeter geraubt hätte. Gott sei Dank ist auf Lukebakio verlaß - mit dem Unentschieden bei gewöhnlich heimstarken Bremern - kann man zufrieden sein. Was man von den Münchnern nicht unbedingt behaupten kann. Da fehlte es an Feuer, Konzentration, Einsatz, Willen. Was ein schwacher Auftritt in Augsburg. Bei einem Abstiegskandidaten. Überheblichkeit kann man das nur nennen, wenn man so viele Chancen nicht verwerten kann. Besonders Thomas Müller zeigte nach seiner Einwechslung, dass eine große Klappe allein nicht reicht. Die 100 Prozent Chance die er fast schon lächerlich im Auftreten vergab, hätte das Spiel entschieden. Diesen Ball hätte jeder rein gemacht - nur der Thomas nicht. Der wohl noch immer von der Startelf träumte. Kovac haben im Moment kein Rezept - in Anlehnung an einen großen Ex-Trainer der Bayern. Vielleicht hat ge1234@ doch recht. Wer eine 2:1 Führung in Augsburg nicht durchbringt - wer sich zudem wie eine verspielte Kindergartentruppe vor dem Augsburger Tor aufführt, sich nicht in der Lage zeigt, ein Spiel zu entscheiden und zum Schluss offensichtlich geistig abschaltet - der hat als Spieler, Mannschaft und Trainer massive Probleme. Profitieren könnten aus den Leipzigern Dortmund oder Gladbach.
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