Fußball-Bundesliga Schalke stürzt Leipzig - und macht Bayern zum Spitzenreiter

In der vergangenen Saison wäre Schalke fast abgestiegen. Nach einem klaren Sieg bei RB Leipzig stehen die Königsblauen auf dem dritten Platz. Besser ist nur der FC Bayern nach dem Sieg in Paderborn.

Amine Harit führt den FC Schalke zu einem überraschenden Auswärtssieg
Boris Streubel/Getty Images

Amine Harit führt den FC Schalke zu einem überraschenden Auswärtssieg


SC Paderborn - FC Bayern München 2:3 (0:1)

Sechs Spieltage hat es gedauert, nun steht der FC Bayern an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. Die Münchner zeigten drei Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Tottenham schon mit der Startaufstellung, wie ernst sie die Partie beim Aufsteiger nahmen. Und der Favorit hätte schon früh deutlich führen müssen, doch Robert Lewandowski (7. Minute), Philippe Coutinho (8.) und Kingsley Coman (13.) vergaben in aussichtsreichen Positionen. Besser machte es Serge Gnabry - der Nationalspieler traf in der 15. Minute. Paderborn blieb bei der offensiven Ausrichtung, kam aber nur durch eine verunglückte Rückgabe von Thiago zu einer Torchance (24.).

Bayern-Trainer Niko Kovac hatte schon zur Pause zweimal gewechselt, im Hinblick auf Tottenham schonte er Thiago und Lucas Hernández, dafür kamen Javi Martínez und Alphonso Davies. Nach dem 2:0 durch Coutinho, der nach einem sehenswerten Chip-Pass von Joshua Kimmich und einem Querpass von Gnabry ins leere Tor traf (55.), schien das Spiel entschieden. Doch Kai Pröger (68.) und Jamilu Collins (84.) ließen Paderborn mit ihren Toren hoffen. Torjäger Lewandowski erzielte in der Zwischenzeit jedoch sein zehntes Saisontor (79.).

RB Leipzig - FC Schalke 1:3 (0:2)

Die Siegesserie des FC Schalke hält an. Beim bisherigen Tabellenführer Leipzig gewann der letztjährige Abstiegskandidat, zog nach Punkten mit RB gleich - und machte den Weg für die Bayern an die Spitze frei. Zunächst hatten die Königsblauen Glück, als Marcel Sabitzer für Leipzig nur die Latte traf (15.) und wenige Sekunden später am stark reagierenden Alexander Nübel scheiterte.

Doch ansonsten stand Schalke defensiv sicher und nutzte die wenigen Torchancen effektiv. Salif Sané traf zunächst per Kopfball (29.), kurz vor der Pause verwandelte Amine Harit einen Foulelfmeter. Der formstarke Marokkaner war von Amadou Haidara gefoult worden. Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte sich die Szene lange in der Review Area angeschaut und nach über zwei Minuten auf Elfmeter entschieden.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann erhöhte mit Beginn der zweiten Halbzeit das Risiko, was auch zu einigen Torchancen führte. Doch in der Rückwärtsbewegung bekamen die Gäste so sehr viel Platz und Rabbi Matondo nutzte einen dieser Konter zu seinem ersten Bundesligator (59.). Nübel verhalf Leipzig mit einem Fehler zum Anschlusstreffer, Torschütze war Emil Forsberg (84.).

TSG Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach 0:3 (0:1)

Die Borussia hat auch das dritte Auswärtsspiel der Saison gewonnen. Hoffenheim wartet unter dem neuen Trainer Alfred Schreuder dagegen auf den zweiten Erfolg und bleibt mit fünf Punkten im unteren Mittelfeld der Tabelle. Nach Vorarbeit von Marcus Thuram erzielte sein französischer Landsmann Alassane Pléa den Führungstreffer (43.). Nach der Pause war es dann Thuram, der nach einem Solo in den Strafraum der Hoffenheimer mit einem Linksschuss traf (65.). Den Schlusspunkt setzte Florian Neuhaus (83.).

FC Augsburg - Bayer Leverkusen 0:3 (0:1)

Auf dem Spielberichtsbogen standen beim FC Augsburg mit Alfred Finnbogason und Florian Niederlechner zwei Stürmer. Doch von einer offensiven Ausrichtung war im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen lange Zeit nichts zu sehen. Die Gäste bestimmten das Spiel, hatten bis zur Pause über 80 Prozent Ballbesitz und gingen durch ein Eigentor von Niederlechner in Führung (35.). Der zweite Treffer fiel kurios: Ein langer Pass war für Kai Havertz gedacht, Augsburgs Torhüter Tomas Koubek wollte den Ball abfangen und kam weit aus seinem Tor. Havertz bekam den Ball unfreiwillig an den Rücken, Koubek konnte deshalb nicht eingreifen und so lupfte Kevin Volland aus 30 Metern in den leeren Kasten (76.). Havertz erzielte den dritten Treffer (84.).

FSV Mainz - VfL Wolfsburg 0:1 (0:1)

Die Krise des FSV Mainz geht weiter. Nach dem Pokalaus gegen Kaiserslautern und nur einem Sieg aus fünf Bundesliga-Partien folgte gegen Wolfsburg eine weitere Heimniederlage. Schon früh ging der VfL in Führung, nach einer kurz ausgeführten Ecke traf Marcel Tisserand für das Team von Trainer Oliver Glasner (9.). In der Schlussphase schickte Schiedsrichter Felix Brych den Mainzer Trainer Sandro Schwarz mit Gelb-Rot auf die Tribüne.

krä



insgesamt 26 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Nonvaio01 28.09.2019
1. es ist spannend
in der BL, zumindest am anfang..;-)
meresi 28.09.2019
2. Liveticker?
ich bitt sie, das kann gar nichts. Mal das 10 Fingerblind System probiert? da kann man bis zu 300 Anschläge im Durchschnitt machen...hilft natürlich nichts, wenn man statt auf den Bildschirm den Blick auf ein Comic Hefterl richtet.
direktabnahme 28.09.2019
3. Chancen nutzen
Wer seine Chancen nicht nutzen kann, kommt am Ende ins Schwitzen.
ooda_maddinoo 28.09.2019
4. Sehr unglücklich
Schalke hat verdammt Glück gehabt. Normalerweise steht es schon 2 zu 0 für RB vor dem eigentlichen 0:1. Lief heute absolut nicht für RB. Auch die Regelung, dass ein Spieler aus dem 16er rennt und keine Torgefahr mehr erzeugt, getroffen wird und es gibt Elfmeter, ist einfach herrlich.
meresi 28.09.2019
5. Nagelsmann
du meine Güte, was war das denn für ein Auftritt. Ein Remis war das mindeste was ich erwartete. Ich hoff das war ein Weckruf...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.