Bundesliga-Finale Effenberg muss zuschauen

Für Stefan Effenberg ist es ein trauriger Abschied aus der Fußball-Bundesliga. Der in die Jahre gekommene Regisseur des FC Bayern München wird auch in der letzten Saisonbegegnung gegen Hansa Rostock nicht spielen.


Stefan Effenberg: Ersatzbank statt grüner Rasen
AP

Stefan Effenberg: Ersatzbank statt grüner Rasen

München - "Stefan hat eine akute Sehnenscheidenverletzung am linken äußeren Sprunggelenk. Aus ärztlicher Sicht muss ich ihm ein Trainings- und Spielverbot erteilen", erklärte Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt am Freitag.

Effenberg hatte sich die Verletzung am Donnerstag im Training zugezogen, als er bei einem Zweikampf einen Schlag auf das Gelenk erhielt. "Er hat extreme Schmerzen", ergänzte Bayern-Sprecher Markus Hörwick. Somit wird der 33-Jährige, der in München keinen neuen Vertrag erhält, die letzte Saisonpartie am Samstag gegen Rostock von der Bank aus verfolgen.

Gegen die Mecklenburger sollte Effenberg ("Ich werde der Mannschaft die Daumen drücken") sein letztes Spiel für die Bayern bestreiten. In den beiden vergangenen Partien war der frühere Nationalspieler wegen seiner umstrittenen Arbeitslosen-Äußerungen nicht von Trainer Ottmar Hitzfeld berücksichtigt worden. Nun wird Effenberg nach vier Jahren in München vor der Partie offiziell verabschiedet.

"Ich war sehr enttäuscht, als ich die Diagnose bekam", sagte Hitzfeld, "das ist ein Rückschlag für Stefan, dass er nicht bei einem Spiel dabei sein kann, in dem er sich gebührend verabschieden wollte." Zugleich verwahrte sich Hitzfeld dagegen, Effenbergs Malaise sei nur vorgeschoben. "Das ist sicher keine taktische Verletzung. Stefan könnte auch nicht spielen, wenn morgen das Finale der Champions League wäre."



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