Bundesliga-Finale Wolfsburg ist Deutscher Meister

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2. Teil: Europa League: Jubel bei Hamburg, Frust bei Dortmund


Im Kampf um den letzten Europa-League-Platz zwischen Dortmund und dem Hamburger SV erwischten die Norddeutschen den besseren Start. David Jarolim brachte die Hamburger durch einen Distanzschuss in den Winkel bei der Frankfurter Eintracht 1:0 in Führung (22.). Dabei waren die Frankfurter vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena hochmotiviert ins Abschiedsspiel ihres Trainers Friedhelm Funkel gegangen. Der 55-Jährige hatte am Donnerstag die vorzeitige Auflösung seines ursprünglich bis 2010 laufenden Vertrages zum Saisonende bekannt gegeben.

Die ersten Chancen hatte die Eintracht: Nach einem Pass von Caio scheiterte Alexander Meier (12.) aus 15 Metern an HSV-Keeper Frank Rost. Der Schlussmann war es auch, der drei Minuten später einen Kopfball von Michael Fink entschärfte. Die Gäste, die auf die Nationalspieler Marcell Jansen (fiebriger Infekt) verzichten mussten, kamen erst Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel.

Dortmund hatte bei den relegationsgefährdeten Gladbachern dagegen wesentlich mehr Mühe - obwohl der BVB den besseren Start erwischte. Das Team von Jürgen Klopp, das mit einem Sieg sicher in der Europa League wäre, trat vor 54.067 Zuschauern zunächst zielstrebiger auf und hätte durch Nelson Valdez bereits in der sechsten Minute in Führung gehen können. Der Paraguayer scheiterte allerdings nach einem Doppelpass mit Alexander Frei ebenso an Gladbachs Torhüter Logan Bailly wie vier Minuten später mit einem Schuss aus 17 Metern, als die Abseitsfalle der Gastgeber nicht funktioniert hatte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sah zunächst alles nach einer sichern Angelegenheit für den HSV aus. Ivica Olic verwertete in seinem Abschiedsspiel eine Flanke von Guy Demel per Kopf zum 2:0 für den HSV (58.). Zeitgleich brachte Dante die Gladbacher gegen Dortmund in Führung. Doch dann drehte Frankfurt noch mal auf. Der ehemalige HSV-Mittelfeldspieler Alexander Meier verkürzte erst zum 1:2 (61.), zwei Minuten später erzielte Caio den Ausgleich.

Dieser fiel drei Minuten später dann auch in Gladbach. Dortmunds Jakub Baszczykowski brachte seinen Verein wieder auf Europapokalkurs. Doch der HSV schlug zurück: Piotr Trochowski fasste sich in der ersten Minute der Nachspielzeit ein Herz und zog aus spitzem Winkel mit links ab. Der Ball flog an dem in dieser Szene nicht besonders glücklich wirkenden Frankfurter Schlussmann Markus Pröll zum 3:2-Endstand in die Maschen. Der HSV ist damit für die Europa League qualifiziert, Dortmund bleibt nach einer tollen Rückrunde nur Platz sechs.

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