Fußball-Bundesliga Mainz baut seine Derby-Serie gegen Frankfurt aus

Gegen Eintracht Frankfurt kam Mainz 05 erst in der zweiten Hälfte so richtig in Schwung. Beim Sieg half auch eine Rote Karte gegen die SGE.

Mainz freute sich über den Sieg gegen Frankfurt
Torsten Silz/dpa

Mainz freute sich über den Sieg gegen Frankfurt


Der FSV Mainz 05 hat seinem Trainer Achim Beierlorzer eine siegreiche Heimpremiere beschert. Die Mainzer gewannen das Derby gegen Eintracht Frankfurt 2:1 (0:1). In der Bundesliga hat die SGE noch nie auswärts gegen den FSV gewonnen. Sechsmal siegte Mainz, sechs Spiele endeten unentschieden. Martin Hinteregger brachte die Gäste in der 33. Minute in Führung, doch Karim Onisiwo (50.) und Adam Szalai (69.) drehten gegen zehn Frankfurter die Partie. Dominik Kohr (44.) hatte kurz vor der Pause wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen.

Die Partie begann zehn Minuten später als geplant, weil Frankfurter Fans kurz vor dem geplanten Anpfiff einen Böller zündeten und Leuchtraketen auf den Rasen warfen. Schiedsrichter Manuel Gräfe bat beide Mannschaften daraufhin zunächst wieder in die Kabinen. Als es dann doch losging, verzichteten die Fans zunächst aus Protest gegen Montagsspiele auf die Unterstützung der Mannschaften.

Über eine halbe Stunde kam keine Mannschaft zu einer guten Chance - dann fiel die Führung für die Gäste: Nach einer Ecke kam der Ball zu Hinteregger, der per Flachschuss traf (34.). Die Eintracht schien alles im Griff zu haben, ließ sich nach einer eigenen Ecke aber auskontern. Kohr konnte den allein durchgelaufenen Levin Öztunali nur noch unfair bremsen - und sah dafür Rot (44.).

Mainz kam besser aus der Kabine. Jean-Paul Boëtius (48.) zwang Frederik Rönnow zu einer Glanzparade, kurz darauf traf Onisiwo zum Ausgleich (50.). Fast hätte sich der Österreicher als Doppel-Torschütze feiern lassen können, doch der Videobeweis belegte, dass der Ball vor seinem vermeintlichen zweiten Treffer im Aus gewesen war. Wenig später traf dann aber Szalai mit einem Schuss aus kurzer Distanz zum Sieg (69.).

Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 2:1 (0:1)
0:1 Hinteregger (34.)
1:1 Onisiwo (50.)
2:1 Szalai (69.)
Mainz: Zentner - Latza (57. Szalai), St. Juste (65. Brosinski), Niakhate, Martin - Öztunali, Edimilson, Kunde - Boetius - Onisiwo, Quaison (90.+2 Maxim)
Frankfurt: Rönnow - Touré, Hinteregger, Ndicka - da Costa, Kostic - Kohr, Rode (74. Gacinovic), Sow - Kamada - Paciencia (46. Torro)
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Gelbe Karten: Latza / Hinteregger
Rote Karte: Kohr (Notbremse)
Zuschauer: 33.184

ptz/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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radioactiveman80 03.12.2019
1. So, das war's für 19/20.
Seit gestern schaut die SGE nur noch nach unten, und das sollte auch jedem Spieler klar sein. Die letzten drei Hinrundenspiele werden alles andere als Selbstläufer (auch wenn es gegen Platz 16,17 und 18 geht). Jetzt schon eine gebrauchte Saison die höchstens über Europa noch was bieten kann. Schade.
ulaij 03.12.2019
2. komplett überspielt
Puh.... Die Eintracht läuft auf der letzten Rille Richtung Winter Pause, man merkt, dass die Mannschaft komplett platt ist. Die 12 Spiele mehr diese Saison zollen allmählich Tribut. Gerade im Offensiv Bereich müssen durch Verletzungen Pacienca und Kamada immer spielen, da ist der Kader in diesem Manmschaftsteil zu dünn besetzt. Kommt noch ne rote Karte hinzu, fehlt komplett das spielerische Element.
Mike1108 03.12.2019
3. sogenannte Fans
Donnerstag regt man sich noch auf, dass die Uefa die SGE Fans nicht zu Arsenal lässt und kaum 4 Tage später die nächste Entgleisung der Fans. Was soll man da noch verteidigend vorbringen?
skeptikerjörg 03.12.2019
4.
Zitat von Mike1108Donnerstag regt man sich noch auf, dass die Uefa die SGE Fans nicht zu Arsenal lässt und kaum 4 Tage später die nächste Entgleisung der Fans. Was soll man da noch verteidigend vorbringen?
Das sind keine Fans! Das sind Chaoten, die nichts in der Birne haben, sonst nichts auf die Reihe kriegen und eine Bühne brauchen, um sich selbst zu inszenieren. Dass ihr angeblich so geliebter Verein dabei den Bach runter geht, ist ihnen egal, es geht ums Ego. Leider gibt es bei der SGE einen Vereinspräsidenten, der seine schützende Hand darüber hält. Fans sind die, die darunter leiden und nicht zu Auswärtsspielen dürfen. Nicht auszuschließen, dass die DFL reagiert, wie die UEFA.
Mitdenker77 03.12.2019
5.
Das absolut positive sind die drei Punkte für Mainz. Und wenn die Eintracht-Verantwortlichen zu blöd sind die Krawallmacher zur Raison zu bringen, dann müssen sie halt öfter mal mit einer Geisterkulisse rechnen. Es kann doch nicht sein, dass niemand von den Verantwortlichen eine Ahnung hat, wer diese Chaoten in der Fankurve sind. Einfach Stadionverbot aussprechen und diejenigen zur Kasse bitten. Wobei ich vermute, dass dies dann einen Aufschrei unter den Eintracht-Ultras hervorruft, die diese Chaoten ja, bisher auf jeden Fall, immer wieder in Schutz nehmen. Und die Kreativität der Eintracht-Ultras ist etwas eingeschränkt. Ich kann mich noch an ein Spiel gegen Mainz in Frankfurt erinnern, wo von der Eintracht Kurve fast nichts anderes als "Hu***söhne" skandiert wurde. Wirklich sehr Kreativ.
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