Gedicht zum Bundesliga-Spieltag Wie im Fußball, so im Leben

Der eine stürmt, hat dauernd den Ball, bekommt Chancen - und der andere schießt die Tore. So lief das Spiel Mönchengladbach gegen Wolfsburg, und so geht es aus Sicht unseres Dichters am Ball auch im Leben zu.

Gladbachs Christoph Kramer nach dem 0:3 gegen Wolfsburg
DPA

Gladbachs Christoph Kramer nach dem 0:3 gegen Wolfsburg


Gladbach drückte, Gladbach spielte,
Traf die Latte, preschte vor,
Gladbach zauberte und zielte,
Wolfsburg schoss das erste Tor.

Gladbach steuerte und lenkte,
Gladbachs Torwart hatte frei,
Gladbach presste, drängte, schenkte
Wolfsburg dann das null zu zwei.

Gladbach war vom Glück verlassen,
Denn sein Pech war triumphal.
Gladbach konnte es nicht fassen,
Wolfsburg traf ein drittes Mal.

Scheuer spielt Verkehrsminister -
Hä? Was kommt denn DER hier vor?
Macht auch er kein Tor, so ist er
Immerhin doch selbst ein Tor.

All das sollte es nicht geben.
Doch die Welt ist leider schlecht
Und im Fußball wie im Leben
Häufig doof und ungerecht.



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
molli55 25.02.2019
1. ich frag mich
wie der Gsella immer auf so geile Reime kommt. Wilhelm Busch lässt grüßen...
RuedigerGrothues 25.02.2019
2. Vorletzte Strophe
In dem Gedicht steckt Leben wie in dem darin poetisierten Fußballspiel - allein die Handhabung der starken Verben beeindruckt. Und in der vorletzten Strophe blitzt auch politische Weisheit auf: Das dort Gesagte kann ich nur unterstreichen.
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