Fußballbundesliga Gladbach besiegt Dortmund, auch Bayern souverän

Offensivstark und gnadenlos effektiv: Borussia Mönchengladbach hat Borussia Dortmund beherrscht und klar besiegt. Die Bayern gewannen locker gegen Frankfurt. Leverkusen zitterte - und Paderborn erlöste sich von einem Fluch.

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FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 3:0 (1:0)

Manuel Neuer zur Schonung nur auf der Bank, mit Dante nur ein gelernter Innenverteidiger in der Abwehr, Mitchell Weiser in der Startelf - die Aufstellung des FC Bayern gegen Frankfurt war eine aus der Not geborene. Eintracht musste auf seinen wichtigsten Spieler verzichten, mit Alexander Meier fiel der Bundesliga-Top-Torjäger aus. Die Bayern gingen früh in Führung, Robert Lewandowski traf in der 15. Minute mit einem herrlichen Drehschuss, es war sein 15. Saisontor. Für Aufregung sorgte vor der Pause dann noch das vermeintliche 2:0 durch Thomas Müller, das Schiedsrichter Markus Schmidt jedoch wegen Abseits aberkannte. Eine Fehlentscheidung.

Die zweite Halbzeit sah weiter überlegene Münchner und harmlose Frankfurter - und den nächsten Treffer von Robert Lewandowski. Diesmal stand der Stürmer nach einem abgewehrten Müller-Schuss richtig und köpfte den Ball aus kürzester Entfernung ins Tor (59.). Nach schönem Pass von Mario Götze kam dann Mitchell Weiser an den Ball und hob ihn an Trapp vorbei, den Treffer zum 3:0 erzielte aber Thomas Müller aus spitzem Winkel und schwieriger Drehung (82.). Neben dem klaren Sieg feierten die Münchner nebenbei auch die direkte Qualifikation für die nächste Champions-League-Saison.

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 3:1 (2:0)

Borussia gegen Borussia, das war auf dem Papier die Partie eines aktuellen Bundesliga-Top-Teams (Gladbach, Tabellenplatz drei) gegen ein ehemaliges (BVB auf zehn). Dortmund (in der Rückrunde fünf Mal siegreich) musste auf Marco Reus verzichten und dann gleich einen Rückschlag einstecken: Oscar Wendt (1.) traf für die heimische Borussia schon früh. Spätestens nach Raffaels 2:0 (32., großartige Vorarbeit von Patrick Herrmann) war klar, dass die Papierform auch der Realität entsprach.

Gladbach war auch in der zweiten Hälfte vor allem eins: Gnadenlos effektiv. Havard Nordtveit erzielte nach einer Ecke das 3:0, Dortmunds Stürmer Adrian Ramos hatte den Ball unglücklich abgefälscht. Ilkay Gündogan traf (nach einem Konter!) dann noch mit links zum 1:3 (77.). Den verdienten Sieg der anderen Borussia konnte das nicht mehr gefährden.

SC Paderborn - FC Augsburg 2:1 (0:0)

Die große Frage vor dem Spiel: Würde Paderborn zu Hause eeeeendlich den ersten Treffer in diesem Jahr erzielen? Die Antwort hieß nach einer schwachen ersten Halbzeit: nein. Doch dann meldete sich Elias Kachunga. Der 22-jährige Angreifer traf in der 48. Minute aus kurzer Distanz zum erlösenden 1:0. Nachdem Pierre-Emile Höjbjerg für Augsburg den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte, waren es nach einer Stunde die nun offenbar unersättlichen Gastgeber, die erneut zum Erfolg kamen: Srdjan Lakic jubelte nach Flanke von Idir Ouali.

FSV Mainz 05 - Bayer Leverkusen 2:3 (0:1)

Leverkusen reiste als derzeit abwehrstärkstes Bundesligateam nach Mainz, mehr als 400 Minuten war das Team von Trainer Roger Schmidt ohne Gegentor. Auch bei dem wichtigen Auswärtsspiel hielt die Defensive zunächst, vorne traf Heung-Min Son nach einer Viertelstunde zum 1:0. So stand es auch zur Halbzeit, in der Bayer keinen einzigen Schuss aufs Tor zuließ. In den zweiten 45 Minuten lief das Spiel ähnlich ab, Stefan Kießling erzielte nach schöner Vorarbeit von Roberto Hilbert das 2:0 (59.).

Dann riss der Mainzer Verteidiger Junior Diáz Hakan Calhanoglu um - ausgerechnet in dessen liebster Freistoßposition. Und tatsächlich: Der türkische Mittelfeldspieler legte sich den Ball zurecht und verwandelte aus rund 25 Metern zum 3:0. Ein verwandelter Elfmeter von Ja-Cheol Koo (77.) brachte Mainz zwar nur noch wenig Hoffnung, die Leverkusener ärgerten sich trotzdem: Nach mehr als 500 Minuten ohne Gegentor endete die Rekordserie des Klubs. Koo (90.) traf dann sogar noch mal per Strafstoß.

FC Schalke 04 - SC Freiburg 0:0

Dass der FC Schalke keinen Lauf hat, ist bekannt. Auch gegen Freiburg überzeugte die Mannschaft nicht, Ausweis der Langeweile in Halbzeit eins: Den einzigen Schuss aufs Tor gaben die Gäste ab. Freiburg war es auch, das in der zweiten Hälfte die große Chance zur Führung hatte. In der 58. Minute gab es nach Foul von Benedikt Höwedes an Admir Mehmedi Elfmeter, doch Julian Schuster schoss übers Tor. Schalke übernahm schließlich doch noch die Initiative, nach einer schönen Kombination über Denis Aogo und Max Meyer vergab Höwedes aus sieben Metern Torentfernung die beste Gelegenheit zum Sieg.



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