Kellerduell zwischen Bielefeld und Fürth Nielsen trifft 28 Sekunden nach seiner Einwechslung, Castro gleicht spät aus

Es war ein emotionales Duell zweier Abstiegskandidaten. In der Partie Arminia Bielefeld gegen Greuther Fürth gab es zwar keinen Sieger, aber zwei Spieler, die besondere Geschichten schrieben: Harvard Nielsen und Gonzalo Castro.
Beim Schuss von Gonzalo Castro streckte sich Sascha Burchert vergebens

Beim Schuss von Gonzalo Castro streckte sich Sascha Burchert vergebens

Foto: Stuart Franklin / Getty Images

Arminia Bielefeld hat im Kellerduell der Fußball-Bundesliga die große Chance vertan, erstmals seit vier Monaten die Abstiegszone zu verlassen. Die Ostwestfalen kamen gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht Greuther Fürth nur zu einem enttäuschenden 2:2 (1:1). Fürth verpasste den zweiten Saisonerfolg, der wohl notwendig gewesen wäre, um im Rennen um den Klassenerhalt zu bleiben. Der Relegationsplatz, den nun Bielefeld einnimmt, ist elf Zähler entfernt.

Masaya Okugawa (8. Minute), der im vierten Ligaspiel in Folge erfolgreich war, brachte die Gastgeber in Führung, die ihren dritten Sieg aus den letzten vier Spielen fest eingeplant hatten. Okugawa, seit Wochen Bielefelds Bester, zog mit dem Ball am Fuß in den Strafraum, wurde von zwei Fürthern nicht konsequent angegriffen und traf vor 750 Zuschauern aus kompliziertem Winkel zur Führung.

Ohne jede Not kassierte Bielefeld in der 35. Minute den Ausgleich. Jamie Leweling stand nach einem tiefen Fürther Ballgewinn allein gegen zwei Arminen, schüttelte Andres Andrade im Laufduell ab und überwand Stefan Ortega mit einem platzierten Abschluss.

Fürth nun gefährlich: Timothy Tillman zwang mit einem direkten Freistoß Ortega zu einer Glanztat (53.). Dann traf der Joker: Havard Nielsen schoss 28 Sekunden nach seiner Einwechslung das 2:1 für die Gäste (67.). Erst ein Fernschuss von Joker Gonzalo Castro (83.) brachte der Arminia den Ausgleich in einer emotional geführten Partie.

Der 34-Jährige war in der Winterpause nach einem halben Jahr ohne Spielpraxis verpflichtet worden. »Es schlaucht schon«, sagte er bei Dazn nach seinem zweiten Kurzeinsatz für die Arminia.

»Letztendlich können wir mit dem Punkt zufrieden sein«, so der Routinier, dessen Treffer seinen Ex-Klub VfB Stuttgart auf den 17. Rang abrutschen ließ.

mfu/sid