Fußball-Bundesliga HSV holt einen Punkt in Hoffenheim

Erst geführt, dann zurückgelegen und am Ende einen Punkt gerettet: Der Hamburger SV erlebte in Hoffenheim einen turbulenten Nachmittag.

DPA

Der Hamburger SV wartet weiter auf den ersten Saisonsieg - hat am elften Spieltag gegen 1899 Hoffenheim aber immerhin einen Punkt gerettet. Nach 1:0-Führung und 1:2-Rückstand spielte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol am Ende 2:2 (1:1). Mit nun drei Punkten ist der HSV allerdings immer noch Letzter und hat vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 16. Hoffenheim ist mit 21 Punkten Tabellenfünfter, punktgleich mit Dortmund, Köln und Berlin. Hier geht's zur aktuellen Tabelle.

Hamburg konnte sich glücklich schätzen, dass es nach zehn Minuten nicht schon 0:3 stand, weil Andrej Kramaric noch nicht so ganz bei der Sache war. Der Hoffenheimer Stürmer schoss einmal frei vor dem Tor daneben (3. Minute), setzte dann einen Kopfball zu hoch an (7.) und scheiterte mit seinem dritten Versuch an HSV-Torhüter Christian Mathenia (10.). Gotoku Sakai, der neue Kapitän der Hamburger, redete ohne Unterlass auf seine Mitspieler ein, doch es schien nicht so richtig zu wirken - der Tabellenletzte wirkte in der Anfangsphase chaotisch.

Erst nach gut 20 Minuten kam Hamburg besser ins Spiel, der Führungstreffer durch Filip Kostic kam aber überraschend. Der Serbe war nach einem Ballgewinn mit einem Steilpass in den Strafraum bedient worden, dort ließ er mit einem Haken 1899-Verteidiger Ermin Bicakcic ins Leere grätschen und tunnelte aus spitzem Winkel Torhüter Oliver Baumann (28.).

Hamburg schafft noch den Ausgleich

Hoffenheim spielte nach dem Gegentreffer sichtlich irritiert und machte plötzlich viele leichte Fehler im Spielaufbau, der HSV konnte diese aber nicht zu einem zweiten Treffer nutzen. Die erste Hälfte endete ähnlich, wie sie begonnen hatte: Mit drei Großchancen für einen Hoffenheimer. Diesmal war es Sandro Wagner, der zunächst nach einem Eckball über das HSV-Tor köpfte (39.) und dann nach einer flachen Hereingabe an Mathenia scheiterte (44.). Anders als Kramaric zu Beginn nutzte Wagner aber seine dritte Möglichkeit und spitzelte in der Nachspielzeit einen Eckball zum 1:1 ins Tor (45.+1).

Nach Wiederanpfiff dauerte es nur vier Minuten, dann hatte Hoffenheim das Spiel gedreht. Nach einem Konter sah Pavel Kaderabek den freistehenden Steven Zuber, der von der Strafraumgrenze volley zum 2:1 traf (49.). Aber Hamburg gab sich nicht auf. Die Mannschaft versuchte, schnell anzugreifen - meist über den schnellen Kostic auf der linken Seite. In der 61. Minute fand der ehemalige Stuttgarter mit seiner Hereingabe Lewis Holtby. Im Grätschen beförderte der Mittelfeldspieler den Ball weiter zu Nicolai Müller, der aus drei Metern Entfernung traf.

Hamburg war danach das bessere, das aktivere und aggressivere Team. Vor allem Sakai und Holtby zeigten im Mittelfeld eine starke Leistung, Holtby hatte aus rund 18 Metern noch eine gute Chance zum 3:2, sein Schuss ging aber knapp vorbei (76.).



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.