Ende der Transferperiode Bundesligisten legen noch einmal nach

Der Hamburger SV und Mainz 05 sind schlecht in die neue Saison gestartet. Entsprechend aktiv waren beide Klubs in den letzten Stunden der Wechselperiode. Für den Höhepunkt der Transferfrist sorgte aber Manchester United.
Ex-Nationalspieler Holtby: Neuer Hoffnungsträger beim HSV

Ex-Nationalspieler Holtby: Neuer Hoffnungsträger beim HSV

Foto: Jamie McDonald/ Getty Images

Hamburg - Die Klubs der Fußballbundesliga haben in der abgelaufenen Transferperiode für insgesamt 176 neue Profis knapp 279 Millionen Euro ausgegeben und damit den Ausgabenrekord verpasst. Die Bestmarke liegt bei 287 Millionen Euro und wurde im Sommer 2012 aufgestellt. Auch am letzten Tag der Transferperiode I der Spielzeit 2014/2015 verstärkten sich noch einmal einige Klubs.

Allen voran der Hamburger SV. Nach dem 0:3-Debakel am Samstag gegen Aufsteiger Paderborn holte der Traditionsklub den früheren deutschen Nationalspieler Lewis Holtby als neuen Hoffnungsträger. Der 23-Jährige, der sich bei Tottenham Hotspur nicht durchsetzen konnte, wird zunächst eine Saison lang ausgeliehen, danach haben die Hamburger aber eine Kaufoption. Auch Julian Green vom FC Bayern kommt für ein Jahr zum HSV. Damit hat der neue Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer 17 neue Profis verpflichtet.

Es verließen aber auch 15 Spieler den Klub, am letzten Tag noch einmal vier: Milan Badelj wechselte für vier Millionen Euro zum AC Florenz, Per Ciljan Skjelbred wurde für rund 1,5 Millionen Euro an Hertha BSC verkauft, Kerem Demirbay (1. FC Kaiserslautern) und Jonathan Tag (Fortuna Düsseldorf) wurden an Zweitligisten verliehen.

Vor Ende der Frist am Montagabend um 18 Uhr war auch Mainz 05 sehr aktiv. In den letzten Stunden holte Sportdirektor Christian Heidel fünf neue Profis: Den Spanier Jairo Samperio Bustara (FC Sevilla/2 Millionen Euro Ablöse) und den Argentinier Pablo De Blasis (Asteras Tripolis/1,2 Millionen) sowie den frühere FSV-Profi Sami Allagui (Hertha BSC), Philipp Wollscheid (Bayer Leverkusen) und Jonas Hofmann (Borussia Dortmund). Allagui, Wollscheid und Hofmann werden für ein Jahr ausgeliehen, eine Kaufoption gibt es nur bei Allagui.

Falcao-Transfer ist Höhepunkt am letzten Tag

Selbst der klamme Aufsteiger SC Paderborn verstärkte sich noch am letzten Tag und sicherte sich ablösefrei den spanischen Abwehrspieler Rafael Lopez vom FC Getafe. Keine weiteren Zugänge gab es hingegen beim Tabellenletzten FC Augsburg. Das Schlusslicht löste aber noch den Vertrag mit Aristide Bancé auf.

Bedeckt hielten sich der FC Bayern und Borussia Dortmund. Allerdings hatten beide schon in den vorangegangen Tagen kräftig zugeschlagen. Die Münchner hatte Mehdi Benatia und Xabi Alonso für insgesamt 36 Millionen Euro gekauft, der BVB holte Shinji Kagawa für rund acht Millionen Euro von Manchester United zurück. Der Bedarf war also bedeckt.

Rund dreimal so viel Geld wie in der Bundesliga wurde in England ausgegeben. In der gesamten Transferperiode mehr als 900 Millionen Euro. Besonders Manchester United hofft offensichtlich, mit Wechseln einen Fehlstart noch abwenden zu können. Vom AS Monaco wurde Superstar Radamel Falcao verpflichtet. Der Stürmer wird zunächst ausgeliehen - offenbar aus Gründen des Financial Fairplay. Für kommendes Jahr gibt es dann eine Kaufpflicht für United.

Allerdings hat der Klub von Trainer Louis van Gaal auch zwei Stars abgegeben: Javier Hernández wurde an Real Madrid verliehen, Danny Welbeck wechselt für 20,2 Millionen Euro zum FC Arsenal.

Uniteds Stadtrivale Manchester City leiht Stürmer Alvaro Negredo für ein Jahr an den FC Valencia aus, wo auch der deutsche Weltmeister Shkodran Mustafi spielt. Zudem hat sich Valencia eine Kaufoption für den 29-Jährigen gesichert. Negredo war erst zur Saison 2013/2014 für eine Ablösesumme von 20,3 Millionen Euro vom FC Sevilla zu Manchester City gewechselt.

max/dpa/sid