Sieg gegen Paderborn Hertha gelingt Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Hertha BSC hat sich im Duell mit Paderborn durchgesetzt. In einem Spiel auf schwachem Niveau zeigten sich die Gäste in besorgniserregender Form. Berlin hingegen darf durchatmen.

Herthas Offensivspieler Stocker (r.): Tor gegen Paderborn
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Herthas Offensivspieler Stocker (r.): Tor gegen Paderborn


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Nicht schön, aber wichtig: Hertha BSC hat zum Abschluss des 27. Spieltags in der Fußballbundesliga einen 2:0 (0:0)-Heimsieg über den SC Paderborn gefeiert. Valentin Stocker (68. Minute) und Nico Schulz (88.) erzielten die Tore, die Berlin Luft im Abstiegskampf verschafft haben: Nach den Niederlagen der Konkurrenten aus Hamburg und Stuttgart hat Hertha nun als Elfter sieben Punkte Vorsprung auf den HSV auf Relegationsplatz 16.

Der Klassenerhalt sei "noch nicht sicher, aber das war ein ganz, ganz großer Schritt heute", sagte Hertha-Manager Michael Preetz bei Sky. Paderborn bleibt Vorletzter, einen Punkt hinter den Hamburgern. Besonders die Rückrundenbilanz des Aufsteigers ist besorgniserregend: In den zehn Partien im Jahr 2015 gelangen Paderborn nur ein Sieg und zwei Tore.

In Berlin dauerte es bis zur 33. Minute, dann gab es den ersten Torschuss. Den Versuch von Hertha-Mittelfeldspieler Roy Beerens konnte Lukas Kruse jedoch mühelos parieren. Bis dahin waren beide Mannschaften harmlos geblieben.

Auf Beerens' Abschluss folgte die beste Gelegenheit der ersten Hälfte. Berlins Verteidiger Peter Pekarik köpfte den Ball nach einer Flanke von Marvin Plattenhardt knapp am Paderborner Tor vorbei (37.). Ein Distanzschuss von Stocker (40.), ein verunglückter Volley von Genki Haraguchi (43.) - mehr brachten die Gastgeber in der ersten Hälfte nicht zustande.

Paderborn erschreckend harmlos

Das genügte aber locker, um das gefährlichere Team zu sein. Denn Paderborn gelang in der Offensive kaum etwas. Einzig Jens Wemmer sorgte in der Anfangsphase nach einem Eckball für einen Hauch vor Torgefahr (5.). Auch nach der Pause blieben die Gäste erschreckend harmlos.

Hertha sorgte dagegen zumindest vereinzelt für Höhepunkte. Haraguchi verpasste eine Hereingabe von Stocker (65.), Salomon Kalou schlenzte den Ball knapp am Tor vorbei (78.). Das Führungstor resultierte aus einem Standard: Einen Freistoß von Plattenhardt lenkte SCP-Torwart Kruse nur an die Latte, den Abpraller verwertete Stocker zum 1:0. Später stellte Schulz den Endstand her, als er den Ball nach einer Flanke von Pekarik volley ins kurze Eck schoss.

Und Paderborn? Blieb auch in der Schlussphase in Sachen Offensive den Beweis seiner Bundesligatauglichkeit schuldig. Den einzig nennenswerten Schuss der Gäste aufs Berliner Tor gab Alban Meha per Freistoß in der 90. Minute ab, doch Hertha-Torwart Thomas Kraft parierte.

Hertha BSC - SC Paderborn 2:0 (0:0)
1:0 Stocker (68.)
2:0 Nico Schulz (88.)
Berlin: Kraft - Pekarik, Langkamp, Brooks, Plattenhardt (89. Ndjeng) - Lustenberger, Skjelbred - Beerens (74. Nico Schulz), Stocker (76. Hegeler), Haraguchi - Kalou
Paderborn: Lukas Kruse - Heinloth (71. Kachunga), Lopez, Hünemeier, Brückner - Ziegler (71. Kutschke) - Wemmer, Rupp (79. Bakalorz), Vrancic, Meha - Lakic
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Zuschauer: 44.031
Gelbe Karten: Beerens (2) - Brückner (3), Ziegler (5), Lopez (2), Lakic (4)

mon



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banditjarno 05.04.2015
1. Danke Jungs......wir steigen nicht ab
war tolles Spiel,ich war live im Stadion... allerdings verwetet bitte eure Chancen besser,gegen Hannover mus mehr Effizienz kommen,trotzdem Klasse !
loewbaendiger 05.04.2015
2. Der erste Absteiger
Ich habe eben mit SC Paderborn den ersten Absteiger gesehen. Aermer geht ja nicht mehr Und ich fürchte der HSV wird die Nummer zwei. Glückwunsch Hertha, ein weiteres Buli-Jahr ist gesichert.
retterdernation 05.04.2015
3. Der perfekte Ostersonntag ...
HaHoHe schlägt das Herz - vor Freude. 32 Punkte nähren die Hoffnung - die Klasse zu halten - die Hertha-Jungs waren wohl heute im Auftrag des Herrn unterwegs. Danke dafür und einen riesen Seufzer nach Oben - danke - wir freuen uns in tiefer Demut. Und vergessen natürlich nicht - das unser RestProgramm sehr schwer ist.
koka_banana 05.04.2015
4. Der Klassenerhalt
Ist wohl wahrscheinlich und letztendlich für WAHRE BERLINER erfreulich. Leider wird Hr. Preetz dann weiter seine Unfähigkeit und Inkompetenz zur Schau stellen können. Auch Hr. Gegenbauer werden wir dann weiterhin ertragen müssen. Der Abstiegskampf ist somit auf die nächste Saison lediglich vertagt. Als Hauptstadtverein sollten die Ziele eigentlich international ausgerichtet sein. Man sieht was Hr. Favre zu leisten imstande ist, das sollte beide o.g. Herren der Hertha SEHR STARK zu denken geben!!!
blurps11 05.04.2015
5.
Zitat von koka_bananaIst wohl wahrscheinlich und letztendlich für WAHRE BERLINER erfreulich. Leider wird Hr. Preetz dann weiter seine Unfähigkeit und Inkompetenz zur Schau stellen können. Auch Hr. Gegenbauer werden wir dann weiterhin ertragen müssen. Der Abstiegskampf ist somit auf die nächste Saison lediglich vertagt. Als Hauptstadtverein sollten die Ziele eigentlich international ausgerichtet sein. Man sieht was Hr. Favre zu leisten imstande ist, das sollte beide o.g. Herren der Hertha SEHR STARK zu denken geben!!!
Favre hatte mit Preetz und Gegenbauer zusammen erst den Putsch gegen Hoeness angezettelt und sich bei den ersten Schwierigkeiten feige aus dem Staub gemacht. Was genau sollte den beiden verbliebenen Putschisten denn da zu denken geben ?
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