Etat-Plus Hertha BSC gibt acht Millionen Euro mehr für Spieler aus

Hertha BSC stockt seinen Spieler-Etat um 35 Prozent auf: In der kommenden Saison gibt der Bundesligist 31 Millionen Euro für Gehälter aus - so viel wie noch nie. Den Vertrag mit Pierre-Michel Lasogga wollen die Berliner verlängern.
Hertha-Manager Preetz: "Müssen uns in allen Mannschaftsteilen verstärken"

Hertha-Manager Preetz: "Müssen uns in allen Mannschaftsteilen verstärken"

Foto: Britta Pedersen/ dpa

Hamburg - Die Finanzsituation hat sich deutlich verbessert, Fußball-Bundesligist Hertha BSC kann auf dem Transfermarkt künftig offensiver auftreten. "Wir müssen uns in allen drei Mannschaftsteilen verstärken", sagte Manager Michael Preetz bei einer Mitgliederversammlung am Montagabend. Finanziellen Spielraum dafür gibt es: Der Lizenzspieler-Etat wird für die kommende Saison um 8,1 Millionen Euro auf insgesamt 31 Millionen Euro erhöht. So viel Geld hat Hertha noch nie für seine Profis ausgegeben.

Als Zugang steht bereits Jens Hegeler fest, der Mittelfeldspieler wechselt von Bayer Leverkusen nach Berlin. Außerdem soll der an den Hamburger SV ausgeliehene Pierre-Michel Lasogga zurückkehren. Die Berliner wollen den 2015 auslaufenden Vertrag mit dem Stürmer unbedingt verlängern.

Für die entspanntere Finanzlage des Hauptstadt-Klubs gibt es vor allem zwei Gründe: Zum einen zahlt sich die Zusammenarbeit mit dem Finanzinvestor KKR aus, der bei Hertha langfristig 61,2 Millionen Euro investiert und dafür zunächst eine Minderheitsbeteiligung von 9,7 Prozent erhalten hat. Zum anderen plant der Verein vor allem dank des Wechsels von Stürmer Adrián Ramos zu Borussia Dortmund mit einem Transferüberschuss von zwölf Millionen Euro.

"Dieser Etat versetzt uns hoffentlich in die Lage, unser Ziel, die Etablierung in der Bundesliga, zu erreichen", sagte Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller, dessen Vertrag vorzeitig bis Ende Juni 2018 verlängert wurde. In den Hertha-Aufsichtsrat wurden der bisherige Vorsitzende Bernd Schiphorst, Andreas Schmidt, Torsten-Jörn Klein und Scott Körber gewählt.

cte/sid
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