Wegen Beleidigung von Dietmar Hopp Kölner Fan zu Geldstrafe verurteilt

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp sieht sich in deutschen Stadien immer wieder Anfeindungen ausgesetzt. Ein Fan des 1. FC Köln muss nun wegen Schmähungen eine Geldstrafe bezahlen.
Dietmar Hopp

Dietmar Hopp

Foto: Uwe Anspach/ dpa

Das Amtsgericht Köln hat einen 30 Jahre alten Fußballfan wegen Beleidigung des Hoffenheimer Fußball-Mäzens Dietmar Hopp zu einer Geldstrafe von 4800 Euro verurteilt. Im April 2017 hatte der Anhänger während der Partie des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim ein Transparent mit der Aufschrift "Dietmar, morgen ins Maritim, dein Vater wäre stolz" gezeigt.

Der Satz war eine Anspielung auf den damals in dem Hotel stattfindenden Parteitag der AfD. Zudem wurde ein gegen Hopp gerichtetes Schmähplakat mit der Karikatur einer Prostituierten gezeigt.

Schmähbanner in Köln

Schmähbanner in Köln

Foto: Marius Becker/ dpa

Hopp hatte nach dem Spiel Anzeige erstattet, Staatsanwaltschaft und Gericht werteten die Aktion als gezielte Beleidigung. Wegen des Vorfalls sind schon insgesamt sechs Strafbefehle gegen Beteiligte ergangen. Drei sind mittlerweile rechtskräftig, drei weitere Anklagen wurden bereits erhoben. Weil der 30 Jahre alte Fan im aktuell verhandelten Fall während der Aktion vermummt war, wurde der geständige Mann auch wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz verurteilt.

Schmähtransparent in Dortmund

Schmähtransparent in Dortmund

Foto: Uwe Anspach / dpa

Erst am Samstag war es beim Spiel der TSG Hoffenheim gegen Borussia Dortmund in Sinsheim erneut zu Beleidigungen gegen Hopp gekommen. Einige Fans der Dortmunder rollten ein Banner aus, welches das Konterfei von Hopp hinter einem Fadenkreuz zeigte. Der Verein hat sich mittlerweile bei Hopp entschuldigt und die Aktion verurteilt. Auch vom FC Bayern folgte eine Reaktionzu dem Transparent im Dortmunder Fanblock.

tip/dpa
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