Bundesliga-Nachholspiel Frankfurt besiegt den KSC in letzter Minute

Erlösung durch den Kapitän: Ioannis Amanatidis hat Frankfurt den ersten Sieg in der laufenden Saison beschert. Der Grieche traf kurz vor dem Abpfiff gegen den KSC, der lange Zeit ein gleichwertiger Gegner in einem schwachen Spiel war.


Hamburg - Eintracht Frankfurt trennte sich im Nachholspiel des 4. Spieltages 2:1 (0:0) vom Karlsruher SC und verließ dank des ersten Saisonsieges den letzten Tabellenplatz und schob sich auf den 15. Rang. Nach der Führung von Maik Franz in der 83. Minute gelang Benjamin Köhler zwei Minuten vor Ende der Partie der glückliche Ausgleich. In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Amanatidis aus dem Gewühl heraus zum umjubelten Erfolg für das Team von Friedhelm Funkel.

Frankfurter Ochs (l.) und Inamoto (r.), Karlsruher Kennedy: Eintracht-Sieg im Kampf um den Ball
AP

Frankfurter Ochs (l.) und Inamoto (r.), Karlsruher Kennedy: Eintracht-Sieg im Kampf um den Ball

Der in der Kritik stehende Eintracht-Trainer hatte seine Mannschaft gegenüber der Heimpleite gegen Bayer Leverkusen (0:2) auf vier Positionen umgestellt. Überraschend fehlte Amanatidis dabei in der Startelf. Für ihn lief sein griechischer Landsmann Nikos Liberopoulos als einzige Spitze auf.

Der Stürmer war es auch, der bezeichnenderweise für die erste und gleichzeitg beste Chance der Gastgeber sorgte. Doch sein Schuss aus knapp 20 Metern strich knapp über die Latte des KSC-Gehäuses (16.). In einer an Höhepunkten äußerst armen ersten Halbzeit wirkte das in dieser Saison noch sieglose Tabellen-Schlusslicht aus Frankfurt zumindest bemüht und erspielte sich zusehends ein leichtes Übergewicht. Vor allen Dingen der erstmals von Beginn an auflaufende Ümit Korkmaz sowie Patrick Ochs konnten sich auf den Flügeln einige Male in Szene setzen.

Die Karlsruher indes, bei denen Spielführer Franz trotz einer Fersenverletzung auflief, blieben vier Tage nach der Heimniederlage gegen Bayern München einiges schuldig. Einzig ein Freistoß von Antonia da Silva (6.) brachte den Eintracht-Kasten von Torhüter Oka Nikolov ansatzweise in Gefahr.

Auch nach dem Wechsel erwies sich zumindest die zuletzt wackelnde Eintracht-Abwehr lange als sattelfest. Nicht zuletzt, weil der nach einer Sperre von drei Spielen zurückgekehrte Brasilianer Chris sicher agierte. In der Schlussphase wurde es dann dramatisch. Beide Teams hatten plötzlich Chancen auf weitere Treffer.

mti/sid



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.