Bundesliga-Noten Dreimal Gladbach, zweimal Dortmund - das beste Team des 28. Spieltags

Kein Spieler des FC Bayern hat es in dieser Woche in die SPON11 geschafft. Bei der Borussia glänzte Henrich Mchitarjan. Den Großteil des besten Teams des Spieltags aber stellt Gladbach.

Henrich Mchitarjan (r.)
Getty Images

Henrich Mchitarjan (r.)

Von


Tor

Für seine Verhältnisse zeigte Hannover 96 gegen den Hamburger SV lange eine gute Leistung. Pech nur, dass die Gäste René Adler im Tor stehen hatten. Der Keeper parierte acht Bälle - allein sechs davon beim Stand von 0:0. So verschaffte er seinem Team genug Zeit, um selbst in Führung zu gehen. Gegen verunsicherte 96er genügte das, um den Gegner völlig aus dem Takt zu bringen (Endstand 3:0). Bestwerte erreichte Adler zudem in den Kategorien abgefangene Flanken und Paraden gegen Abschlüsse aus dem Strafraum.

Wo ist mein Lieblingsspieler? Klicken Sie sich durch das Ranking!

Innenverteidigung

Das Ranking der Innenverteidiger zeigt, dass Tore beim SPIX nicht alles sind: Hamburgs Cleber und Bremens Alejandro Gálvez gelang jeweils ein Treffer; für eine Berufung in die SPON11 reichte das aber nicht. Bester Abwehrspieler war Mönchengladbachs Nico Elvedi. Der 19-Jährige war Teil einer hervorragend organisierten Defensive, die beim 5:0 gegen Hertha BSC nur zwei Abschlüsse aus dem Strafraum heraus zuließ. Auch individuell überzeugte Elvedi, unter anderem mit einer guten Zweikampfbilanz, vier abgefangenen Bällen und 50 angekommenen Pässen bei 57 Versuchen. Knapp dahinter landete Sven Bender, der bei Dortmunds 3:2-Erfolg über Bremen vorne und hinten glänzte: Er bereitete drei Abschlüsse vor, brachte den Ball neunmal ins Angriffsdrittel und gewann sieben zweite Bälle.

Außenverteidigung

Die beiden besten Außenverteidiger des Spieltags kommen aus Ingolstadt. Interessant ist, wie unterschiedlich Danny da Costa und Robert Bauer ihre Rollen interpretierten. Rechtsverteidiger Da Costa suchte beim Sieg des FCI gegen Schalke (3:0) ständig den Weg nach vorn. Er schaffte 17 erfolgreiche Pässe im Tordrittel, brachte den Ball achtmal in die Nähe des Strafraums und war an vier der zwölf Ingolstädter Abschlüsse direkt beteiligt - darunter an den Treffern zum 2:0 und 3:0. Linksverteidiger Bauer war deutlich vorsichtiger, aber nicht minder wichtig: er sicherte die Angriffe der Schanzer ab und bewachte vor allem Schalkes Leroy Sané. Mit Erfolg, Bauer überzeugte in sämtlichen Defensivkategorien, unter anderem fing er mehr Bälle ab als alle anderen Außenverteidiger. Zudem profitieren die beiden vom Goliath-Bonus, den Außenseiter für Siege gegen favorisierte Teams erhalten.

Wo ist mein Lieblingsspieler? Klicken Sie sich durch das Ranking!

Mittelfeld defensiv

Abräumer und Spielmacher zugleich: Gladbachs Mahmoud Dahoud wirkte beim Sieg gegen Hertha wie der Prototyp des modernen Sechsers. Fünf erfolgreiche Tackles, also direkte Balleroberungen, gelangen dem 20-Jährigen, kein anderer defensiver Mittelfeldspieler war besser. Seine Qualitäten im Spiel gegen den Ball paarte er mit seinem Auge für den Mitspieler in der Offensive - Dahoud bereitete zwei Tore vor und verdrängte Bayerns Xabi Alonso deutlich auf Platz zwei.

Mittelfeld außen

Außen dominiert Mainz: Gleich zwei 05er besetzen die Flügelpositionen in der SPON11. Denn Pablo de Blasis und Christian Clemens teilten die Tore beim 4:2-Sieg gegen Augsburg fair untereinander auf, beide trafen je zweimal und ließen damit Bayerns Franck Ribéry knapp hinter sich. Clemens war an den meisten Abschlüssen aller Mittelfeldaußen beteiligt (6), De Blasis überzeugte dafür auch defensiv.

Mittelfeld offensiv

Die offensiven Mittelfeldspieler waren diesmal ungewöhnlich harmlos: nur Darmstadts Peter Niemeyer und Augsburgs Ja-cheol Koo erzielten am 28. Spieltag ein Tor. Für die SPON11 reichte das nicht, Henrich Mchitarjan war noch besser. Der Dortmunder brachte die meisten Pässe im Angriffsdrittel zum Mitspieler (21), war Teil der Offensive mit den meisten Abschlüssen, eroberte siebenmal den zweiten Ball und legte zwei Treffer auf.

Angriff

Kevin Volland ist in der Bundesliga der Stürmer der Stunde. In den vergangenen sieben Partien war der 23-Jährige an acht Toren direkt beteiligt. Auch gegen Köln war er für Hoffenheim unverzichtbar, er rettete der TSG in Köln mit seinem Tor in der Nachspielzeit einen Punkt. Zudem war er im Eins-gegen-Eins der beste Stürmer des Spieltags, vier erfolgreiche Dribblings zeugen davon. Deutlich besser als Volland war Gladbachs Thorgan Hazard. Der Belgier war an acht Abschlüssen direkt beteiligt - und zeigte sich vor dem Tor cooler als so oft. Mit zwei Treffern war es auch Hazard zu verdanken, dass Gladbach gewann. Für den Führungstreffer gibt es zudem Bonuspunkte.
Wo ist mein Lieblingsspieler? Klicken Sie sich durch das Ranking!

Die SPON11

Und das ist die Elf des 28. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

Sie wollen wissen, wie wir gerechnet haben? Wie die neuen SPON-Bundesliganoten entstehen? Und warum wir bewusst keine Schulnoten vergeben? Hier finden Sie alle Infos zum SPIX.

insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
diewildedreizehn 04.04.2016
1. Absurd
Dieses Ranking-Kasperletheater nimmt hoffentlich niemand ernst. Da hat eine Mannschaft, z.b. die Hertha, einen eher schlechten Tag, viele ihrer Spieler treffen zu oft die falschen Entscheidungen und schwupps, haste nich gesehen, kommen Spieler der gegnerischen Mannschaft, hier eben BMG, in das Team des Tages. Hauptsache spon hat sein eigenes Ranking.
xcver 04.04.2016
2. oder aber...
die Leute die hier immer wieder sich darüber echauffieren das jetzt aber ihr Lieblingsteam doch nicht auftaucht... 1. Das Ranking bezieht sich immer nur auf einen Spieltag (es bringt also nix wenn die Hertha die letzten 5000 Spiele gut gespielt hat) 2. Die Punktevergabe erfolgt nach einem festen Prinzip pro Position und ist auch nicht Teamabhängig. Wenn ein Spieler eine bestimmte Anzahl an Punkten bekommt dann ist das halt aufgrund der festgelegten Kriterien so. Da sich diese nicht andauernd ändern ist das eine sehr technische und nüchterne Betrachtung, aber dafür auch immer fair. Das wird halt selten mit einer emotionalen Betrachtung übereinstimmen.
Geisterkarle 04.04.2016
3. ?
Zitat von diewildedreizehnDieses Ranking-Kasperletheater nimmt hoffentlich niemand ernst. Da hat eine Mannschaft, z.b. die Hertha, einen eher schlechten Tag, viele ihrer Spieler treffen zu oft die falschen Entscheidungen und schwupps, haste nich gesehen, kommen Spieler der gegnerischen Mannschaft, hier eben BMG, in das Team des Tages. Hauptsache spon hat sein eigenes Ranking.
Ob man das Ranking ernst nimmt mal dahin gestellt. Und ich habe das "Beispielspiel" von Hertha-BMG nicht gesehen, aber Tore zählen nunmal in solche Rankings hinein. Wie die zustande gekommen sind, ist ja erstmal egal. Ob ein Herthaner über seine eigenen Füße gestolpert ist oder ein Gladbacher drei eigentlich gute Spieler ausgetanzt hat (was aber wohl auf beiden Seiten in das Kriterium "Zweikampfstärke" miteinfließt), ist egal! Es wird hier nicht in "schönes Tor" und "Zufallstor" unterschieden, sondern die nackten Fakten zählen! Oder anderes Beispiel: wenn ein Pass gespielt wird, wird hier gezählt, dass der ankommt. WIE der ankommt ist egal. War es ein Zuckerpass gerade über den Kopf eines Verteidigers hinweg in den Lauf des Angreifers ... oder hat der noch beim "Schuß" den halben Rasen mitgenommen und der Angreifer musste sich strecken, das er noch rankommt ... beides zählt als "vollendeter Pass". Subjektive Kriterien sind absolut fehl am Platz und da geht die "Streiterei" los, ab wann es denn "gilt"...
diewildedreizehn 04.04.2016
4. Ach Gottchen
Was habe ich aber auch da nur geschrieben gehabt. Fürs Protokoll: 1. Nein, mir fehlt niemand. Erst recht nicht in einem Ranking, das ich eh nicht ernst nehme. 2. Nichts von dem, was die Kollegen hier so bestreiten habe ich hier oder anderswo behauptet. 3. Nichts von dem was hier so energisch behauptet wird, habe ich hier oder anderswo widersprochen. 4. Man wird sich immer eine Rechenmethode ausdenken können um dieses oder jenes zu belegen. Die Frage, die ich aufwarf, war, ob dies Sinn macht. Und das bestreite ich. Denn es hat erst mal wenig mit persönlicher Mehrleistung zu tun, wenn es einem leicht gemacht wurde. So, Ring frei zu Runde 2?
teekaysevenfive 04.04.2016
5. Na ja, absurd...
...ist dann wohl der Beitrag von "diewildedreizehn". Entweder sind Sie ein gekränkter Hertha Fan oder verstehen den Sinn eines solchen Rankings nicht. Hertha hatte keinen schlechten, sondern Gladbach einen sehr guten Tag. Gerade in der ersten Halbzeit war es ein hochklassiges Spiel zweier Topmannschaften. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie das Spiel in Gänze gesehen haben. Zwar isst Hertha nach der sechzigsten Minute auseinander gefallen. Bis dahin kann aber keine Rede davon sein, dass Gladbach nur gut ausgesehen hat, weil Hertha schlecht gespielt hat. Gladbach hat sich in einem sehr intensiven Kampf zweier extrem stark Pressing spielender Teams am Ende durchgesetzt und nachdem die Waage immer weiter zugunsten Gladbachs kippte dann auch noch die ganze spielerische Klasse ausgenutzt. Schon ein wenig merkwürdig, wie man an der Nominierung der Gladbacher zweifeln kann.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.