Bundesliga-Noten Das ist die beste Mannschaft des 15. Spieltags

Marvin Hitz in der SPON11? Wo der Augsburger Torwart doch den Elfmeterpunkt gegen Köln manipulierte? Natürlich! Denn zum Glück wird unser bestes Team des Spieltags nur aus Daten und nicht aus Moralpunkten gebildet. Hier sind alle Rankings.
Augsburg-Torwart Hitz: Bestwert am 15. Spieltag

Augsburg-Torwart Hitz: Bestwert am 15. Spieltag

Foto: Mika Volkmann/ Bongarts/Getty Images

Gäbe es eine moralische Komponente im SPIX, Marvin Hitz wäre hochkant aus der SPON11 geflogen. Seine dreiste Manipulation des Elfmeterpunkts war der Aufreger des Wochenendes, mittlerweile hat sich der Augsburg-Torwart entschuldigt. Aber weil es keine Moralpunkte gibt, sondern nur die reinen Daten, ist Hitz der beste Keeper dieses Spieltags. Er parierte einen Elfmeter, blieb ohne Gegentor, hielt mit acht Torschüssen die meisten ligaweit und machte auch die meisten hochwertigen Chancen zunichte. Obendrauf gab er noch acht erfolgreiche Zuspiele im Tordrittel ab.

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Unsere beiden besten Innenverteidiger des Spieltages haben jeweils ein Tor erzielt, aber das war nicht ausschlaggebend für die guten Werte. John Anthony Brooks traf per Kopf zum entscheidenden 2:1 seiner Hertha gegen Bayer Leverkusen und gab noch einen weiteren Schuss aufs Tor ab. Aber Brooks glänzte auch auf seinem Stammgebiet. Mit drei geklärten und drei abgefangenen Bällen war er antizipativ hervorragend. Aytac Sulu brachte sogar drei Versuche aufs Tor zustande, von denen einer per Kopf das entscheidende 1:0 seiner Darmstädter brachte. Vier geklärte Bälle, eine makellose Kopfballbilanz, aber ein als Darmstädter quasi genetisch verankerter geringerer Beitrag zur eigenen Offensive ergänzten die Vorstellung.

Auch unsere Außenverteidiger haben jeweils einen Treffer erzielt, aber im Ernst: Vor allem die Leistung gegen Bayern München von Oscar Wendt war viel mehr als das. Ein Tor (zur wichtigen Führung), ein weiterer Torschuss, einen präzisen Torschuss vorbereitet, defensiv eine ausgeglichene Vorstellung (Kingsley Coman wird es bestätigen) - die Leistungsdaten machen Wendt zum klaren Tagessieger auf seiner Position. Dass es Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg in die SPON11 geschafft hat, lag ebenfalls an einer guten Allround-Performance: Sehr gute Werte unter anderem bei der Verhinderung gegnerischer Torchancen und erfolgreiche Pässe, fünf gewonnene Bälle, zwei präzise Torschüsse und zwölf (!) erfolgreiche Pässe im Tordrittel.

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Julian Baumgartlinger (Mainz) und Roger (Ingolstadt) lieferten sich ein spannendes Duell um die Spitze auf dieser Position, aber es gewann der Schalker Johannes Geis. Warum? Er kombinierte beim 3:1 gegen Hannover gefährliche Offensivqualitäten (ein Tor per Freistoß, zwei Abschlüsse, eine Vorlage zu einem präzisen Torschuss, neun Tordrittelzuspiele) mit guten Defensivwerten (unter anderem vier geklärte Bälle).

Über Jairo müssen wir nicht viele Worte verlieren. Wer mit zwei Treffern (darunter die wichtige Führung) seinen Klub zu einem Auswärtssieg führt, hat keine Argumente gegen sich. Schauen wir uns trotzdem die Leistung des Mainzers beim HSV noch etwas genauer an. Da waren zum Beispiel die Vorlage zum dritten Treffer und defensiv sechs gewonnene Bälle und entscheidende Störungen des Gegners. Besser kann man das nicht machen. Dass es Lukas Rupp in die SPON11 geschafft hat, lag an seinem Führungstreffer für den VfB und vielen (vor allem in der ersten Hälfte) erfolgreichen Offensiv- und Defensivaktionen.

Hier haben wir etwas Spannendes erlebt. Im Wolfsburger Spiel gegen Borussia Dortmund gab es nach 57 Minuten mit der Einwechslung von Christian Träsch zwei taktische Umstellungen - mit Folgen. André Schürrle ging vom offensiven Mittelfeld in die Spitze und Vierinha, zuvor Außenverteidiger, übernahm die offensive Rolle. Sowohl Schürrle als auch Vierinha sind im SPIX deshalb auf zwei Positionen gelistet. Wolfsburg wurde spürbar druckvoller, gefährlicher, und Vierinha hatte maßgeblichen Anteil daran. In nur 33 Minuten kam der Portugiese auf drei Torschüsse, zwei davon präzise, er legte einen Torschuss auf und belebte das Wolfsburger Spiel entscheidend.

Wir wiederholen uns nur ungern, aber wir kopieren jetzt hier mal einen Satz zu Henrich Mchitarjans SPON11-Einsatz aus der vergangenen Woche rein:

Dass man nicht zwingend Tore schießen muss, um in der Elf des Tages zu landen, zeigt Dortmunds Henrich Mchitarjan.

Wir tun das, weil es auch in dieser Woche seine Berechtigung hat. Mchitarjan, unter Thomas Tuchel ein Schlüsselspieler, bereitete beide Dortmunder Treffer in Wolfsburg vor. Aber die größte Stärke des Armeniers ist eben, dass er auf seiner Position auch sehr viel Beitrag in der Defensive leistet. Ausweis dessen sind auch an diesem Wochenende wieder sechs (!) Ballgewinne. Mit Mchitarjan in der SPON11 ist diesmal der Schalker Angreifer Klaas-Jan Huntelaar, der gegen Hannover traf.

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Und das ist die Elf des 15. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

Sie wollen wissen, wie wir gerechnet haben? Wie die neuen SPON-Bundesliganoten entstehen? Und warum wir bewusst keine Schulnoten vergeben? Hier finden Sie alle Infos zum SPIX.

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