Bundesliga Oliver Kahn glaubt nicht an einen Bayern-Durchmarsch

Der Nationaltorwart schätzt die Konkurrenz aus Leverkusen und Hamburg als ebenbürtig ein. Seine Mannschaftskameraden sind anderer Meinung.


München - Torhüter Oliver Kahn vom deutschen Fußball-Meister Bayern München erwartet bis zum Saisonende einen spannenden Titelkampf in der Bundesliga und schätzt Bayer Leverkusen und den Hamburger SV als die stärksten Konkurrenten ein. "Ich glaube, dass es diesmal keinen Durchmarsch von uns geben wird. Wir haben die Belastung der Champions League, der HSV und Leverkusen nicht", sagte Kahn in einem Interview mit der "Hamburger Morgenpost".

Oliver Kahn: "Wir haben die Belastung der Champions League, der HSV und Leverkusen nicht"
REUTERS

Oliver Kahn: "Wir haben die Belastung der Champions League, der HSV und Leverkusen nicht"

Vier Tage vor dem Spitzenspiel zum Rückrundenstart zwischen dem Tabellendritten aus Hamburg und dem Titelverteidiger am Sonntag (20.00 Uhr/live bei Sat 1) ist der Nationalkeeper zuversichtlich: "Wir haben uns vorgenommen, die Konkurrenz zu schocken. Wir wollen in Hamburg gewinnen, haben die letzten Jahre ja immer gut ausgesehen." Trotz guter Vorbereitung warnte der 30-Jährige aber auch: "Wenn man das erste Spiel verliert, zählt das kein Stück mehr."

Zumal die Bayern bereits drei Tage nach dem Rückrundenauftakt im hohen Norden zu Hause gegen den Tabellenzweiten aus Leverkusen ranmüssen. "Mit den beiden Spielen haben wir die wohl schwersten Prüfungen der Saison vor uns", findet Manager Uli Hoeneß. Eine Sorge, die die FCB-Aktiven so nicht teilen. "Wir wollen die Konkurrenz gleich schocken und uns absetzen, dann können wir etwas ruhiger arbeiten. Das ist auch optimal mit Blick auf die Spiele in der Champions League", findet Thomas Linke. Sein Teamkollege Thorsten Fink geht sogar noch weiter: "Wenn wir die ersten beiden Spiele gewinnen, ist das schon ein großer Schritt in Richtung Meisterschaft." Und schließlich meldet sich auch Ex-Bayer Paul Breitner via Bild-Zeitung zu Wort. "Vielleicht ist nach den ersten beiden Spielen schon alles gelaufen", orakelt der Fast-Bundestrainer.

Nicht nur verbal sind die Münchner weiter aktiv, sondern auch auf dem Transfermarkt. Nach den Verpflichtungen des Polen Slawomir Wojchiechowski (für 1,5 Millionen Mark vom FC Aarau) und Antonio da Silva (FC Paderborn) sollen die Bayern spanischen Zeitungsberichten zufolge starkes Interesse am spanischen Junioren-Nationalspieler Carlos Marchena Lopez vom FC Sevilla haben. Der 19-jährige Defensivspieler soll eine Ablöse von umgerechnet 17 Millionen Mark kosten.



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