Fußball-Bundesliga Leverkusens Pfostenglück hält bei Union nur bis zur 88. Minute

Union Berlin ist die Überraschung der Bundesliga-Saison. Das bewies das Team auch gegen Bayer Leverkusen. Der vermeintliche Favorit konnte sich lange beim Torgestänge bedanken, spät fiel dann doch Unions Siegtreffer.
Unions Cedric Teuchert trifft hier nur den Pfosten, später hatte er mehr Glück

Unions Cedric Teuchert trifft hier nur den Pfosten, später hatte er mehr Glück

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Matthias Koch / imago images/Matthias Koch

Ein Bundesliga-Topspiel mit Beteiligung Union Berlins wirkt zunächst ungewöhnlich. Doch auch beim 1:0 (0:0)-Sieg gegen Bayer Leverkusen zeigte das Team von Trainer Urs Fischer, dass sie derzeit zurecht um die europäischen Plätze kämpfen. Cedric Teuchert erzielte spät den Siegtreffer (88. Minute). Union rückt auf einen Punkt an Leverkusen heran, das zumindest bis Samstag noch Dritter ist.

Union hatte die besseren Chancen. Angefangen in der 15. Minute, als die Berliner wieder durch die von Christopher Trimmel so gefährlich getretenen Eckbälle zum Abschluss kamen. Aus rund sieben Metern köpfte Marvin Friedrich gegen den linken Außenpfosten. Der Innenverteidiger verpasste seinen fünften Saisontreffer, die vier bisherigen erzielte er per Kopf.

Leverkusen kam hingegen wiederholt über die Flügel und Pässen in den Rückraum zu Abschlusssituationen. Wirkliche Probleme bereiteten sie Unions Keeper Andreas Luthe dadurch aber nicht.

Ähnliches spielte sich auch im zweiten Durchgang ab. Leverkusens Angriffe wirkten koordinierter, gefährlicher war aber Union. Wie durch einen Vorstoß Grischa Prömels, der mit seinem Lauf über den rechten Flügel die aufgerückte Bayer-Verteidigung überraschte. Auf seinen Pass traf Cedric Teuchert jedoch nur den rechten Innenpfosten, ehe der Ball auch noch den linken Pfosten touchierte (50.).

Teuchert, der in der ersten Hälfte für den Verletzten Sheraldo Becker eingewechselt worden war, vergab auch die zweite große Möglichkeit der Berliner im zweiten Durchgang. Von der Strafraumgrenze legte er den Ball diesmal knapp am linken Pfosten vorbei (61.). In der Schlussphase traf Teuchert dann doch, als er allein vor Hradecky auftauchte und der Torwart nicht mehr entscheidend ablenken könnte (88.).

hba