Bundesliga-Ranking der TV-Gelder Wo RB Leipzig Letzter ist

Die Bundesligasaison startet zwar erst im August, eine Tabelle steht aber bereits fest: Bei der Verteilung der TV-Gelder liegt der FC Bayern weit vorn - und kassiert dreimal so viel wie Vizemeister Leipzig.
Profis von RB Leipzig, Bayerns Thiago Alcántara (l.)

Profis von RB Leipzig, Bayerns Thiago Alcántara (l.)

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images

Bayern München? Natürlich auf Platz eins. Schalke 04 ist als Dritter dem BVB auf den Fersen, der Hamburger SV liegt auf dem Relegationsrang und Vizemeister RB Leipzig ist Schlusslicht. Was nach einer (zumindest teilweise) bizarren Saisonprognose klingt, entspricht der Verteilung der TV-Gelder für das anstehende Bundesligajahr.

Der "Kicker" veröffentlichte die Zahlen, die die Deutsche Fußball Liga (DFL) den 36 Profiklubs am vergangenen Wochenende vorgelegt hatte. Insgesamt gehen demnach 980 Millionen Euro aus der nationalen und knapp 206,4 Millionen aus der Auslandsvermarktung nach dem neuen Verteilungsschlüssel an die Vereine. Die Erlöse aus Sponsoring und Gruppenvermarktung sind laut "Kicker" noch nicht in dem Ranking enthalten.

1. Bundesliga

Klub TV-Geld (in Mio. Euro)
Bayern München 95.84
Borussia Dortmund 86.50
FC Schalke 04 77.94
Bayer Leverkusen 76.95
Mönchengladbach 68.96
VfL Wolfsburg 64.56
TSG Hoffenheim 54.32
Hertha BSC 53.75
FSV Mainz 05 49.78
1. FC Köln 48.61
FC Augsburg 47.51
Werder Bremen 46.74
Eintracht Frankfurt 44.41
SC Freiburg 40.67
VfB Stuttgart 39.67
Hamburger SV 39.24
Hannover 96 38.15
RB Leipzig 28.78
Quelle: kicker 56/2017

Der neue Schlüssel wurde im vergangenen November von der DFL beschlossen. Er berücksichtigt vier Kriterien:

  • Wie ein Verein in den vorangegangenen fünf Jahren sportlich abgeschnitten hat, ist nach wie vor der stärkste Faktor und macht 70 Prozent bei der Ausschüttung aus.
  • Weitere 23 Prozent der Gelder werden über eine weitere, gewichtete Fünfjahreswertung auf der Basis einer 36er-Rangliste verteilt. Im Vergleich zu Punkt eins kommen dabei zudem andere Prozentsätze je Tabellenplatz zum Tragen. Die ersten sechs Klubs in dieser Säule erhalten denselben Betrag.
  • Hinzu kommen das Kriterium "Sportliche Nachhaltigkeit" (fünf Prozent), bei dem die Bundesliga-Zugehörigkeit in einer 20-Jahres-Wertung belohnt wird.
  • Zudem kommt eine Säule "Nachwuchsförderung" (zwei Prozent) hinzu, die den Einsatz von Spielern unter 23 Jahren berücksichtigt.
  • Deshalb erhalten der Aufsteiger 2016 Leipzig verhältnismäßig so wenig und Teams wie Schalke und Leverkusen trotz einer schwachen abgelaufenen Saison so viel Geld.

    In der Zweiten Liga wird die Liste von den beiden Absteigern FC Ingolstadt, der 16,88 Millionen Euro erhält, und Darmstadt 98 (15,41 Millionen Euro) angeführt. Dahinter folgen Eintracht Braunschweig (14,21) und der 1. FC Nürnberg (14,04). Am Ende der Tabelle stehen die beiden Aufsteiger Holstein Kiel (6,43) und Jahn Regensburg (6,60) sowie Erzgebirge Aue (7,23).

    Die DFL hatte im vergangenen Juni den bislang höchstdotierten Fernsehvertrag der Bundesligageschichte abgeschlossen. Danach erhalten die deutschen Profiklubs ab der Saison 2017/2018 für die Laufzeit von vier Jahren insgesamt 4,64 Milliarden Euro für den Verkauf ihrer nationalen Medienrechte.

    mon/sid