Sieg gegen Mainz Leipzig zieht mit den Bayern gleich

Fünfter Sieg in Folge: Leipzig setzt seine Erfolgsserie auch gegen Mainz fort. Nur das Torverhältnis trennt RB noch von Rang eins. Dabei hätte der Sieg noch höher ausfallen können.

AFP

RB Leipzig hat in der Bundesliga-Tabelle zum FC Bayern aufgeschlossen. Der Aufsteiger feierte beim 3:1 (3:0) gegen Mainz den fünften Sieg in Folge. Genau wie Hoffenheim und München, die sich am Samstag remis trennten, ist Leipzig damit noch ungeschlagen. Punktgleich mit den Bayern trennt den Aufsteiger nur noch das um fünf Treffer schlechtere Torverhältnis von der Tabellenspitze. Gegen den FSV trafen Timo Werner (3. Minute, 45.), Emil Forsberg (21.)

Kurz vor dem Anpfiff gab es kurzzeitig Aufregung: Über die Lautsprecher wurden die Zuschauer aufgefordert, das Stadion zu verlassen. Ein "technischer Fehler" war die offizielle Begründung. Schon kurz danach konnten die Fans allerdings zurück auf ihre Plätze: Es war ein versehentlich ausgelöster Feueralarm.

Forsberg und Werner sorgten schon vor der Pause für eine komfortable Führung. Erst legte Forsberg auf Werner quer, dessen Abschluss aus kurzer Distanz prallte von FSV-Keeper Jonas Lössl in hohem Bogen ins Tor. Dann funktionierte es auch anders herum: Werner flankte von rechts auf Forsberg, und der Schwede reagierte in der Mitte am schnellsten und schob zum 2:0 ein (21.). Beim dritten Treffer diente Forsberg wieder als Torschütze, und Werner musste ein weiteres Mal nur einschieben (45.).

Mit drei Toren war Mainz noch gut bedient. Werner (27.), Forsberg und Naby Keita (beide 42.) vergaben weitere gute Chance zum 3:0. Außerdem hätte es schon in der 13. Minute nach einem Handspiel von Giulio Donati im Strafraum Elfmeter geben müssen (13.).

Auch in der zweiten Hälfte dominierte Leipzig, verpasste es aber, den Abstand zu den Bayern weiter zu verkürzen. Werner hatte erneut nach Zuspiel von Forsberg die beste Gelegenheit, aber Donati klärte kurz vor der Linie (60.). Dann verzog Forsberg wiederum freistehend aus zentraler Position (72.).

Durch eine Ecke verkürzte Mainz immerhin noch: Die lang gezogene Hereingabe von Daniel Brosinski köpfte Alexander Hack in die Mitte, dort setzte sich Stefan Bell durch und köpfte zum 1:3 ein (74.). Dann hätte auch der FSV noch einen Elfmeter bekommen können: Aber auch nach einem umstrittenen Zweikampf zwischen Marvin Compper und Donati blieb der Pfiff von Schiedsrichter Marco Fritz aus (80.).

RB Leipzig - FSV Mainz 05 3:1 (3:0)
1:0 Werner (3.)
2:0 Forsberg (21.)
3:0 Werner (45.)
3:1 Bell (74.)
Leipzig: Gulacsi - Ilsanker, Orban, Compper, Halstenberg - Demme, Keita - Sabitzer, Forsberg (86. Kaiser) - Werner (69. Burke), Poulsen (79. Selke)
Mainz: Lössl - Donati, Balogun, Hack, Brosinski - Serdar (32. Malli), Gbamin (67. Ramalho) - Onisiwo, Jairo (46. Bell), Bussmann, Córdoba
Gelbe Karten: Brosinski, Bell, Ramalho
Schiedsrichter: Marco Fritz
Zuschauer: 42.558 (ausverkauft)

aev



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silenced 06.11.2016
1.
Aus dem Liveticker: ~~ 89. Minute Die Leipziger spielen nicht auf Zeit, was als Zeichen für fehlende Erfahrung gewertet werden kann. ~~ Ich würde es nicht fehlende Erfahrung nennen, sondern einfach Fair Play. Nichts regt einen Zuschauer mehr auf als am Ende einer Partie das Eckfahnengehampel und Zeitgeschinde, das ist unsportlich, unfair und gehört bestraft. Leipzig tut der Liga mehr als tut, wird nur noch etwas dauern bis auch der Letzte das kapiert hat.
k-d.hollbecher 06.11.2016
2. Spätkapitalistisches Business
Von "Elf Freunde müßt Ihr sein" bis "Geld schießt keine Tore" hatte der Fußball eine Seele. Diese "ewigen" Fußballweisheiten haben ihren Sinn, ihre Berechtigung, verloren. Heute kann jeder, der genug Geld einbringt, sich in der obersten Spielklasse einkaufen. Es geht nur ums Geld. Da davon offensichtlich genug da ist, sollen die Vereine/Mäzene auch endlich die Durchführung des Schutzes ihrer Geschäfte selbst bezahlen: Der irrwitzige Polizeieinsatz für solche Vergnügungsveranstaltungen ist nicht Sache aller Steuerzahler, sondern Sache derer, die daran sehr gut verdienen. Also, liebe Politiker, Grundsatz: Wer bestellt, bezahlt. Es ist Zeit das endlich durchzusetzen.
Levator 06.11.2016
3. Respekt
Der Kunstverein schließt zum Rekordverein auf. Natürlich eine Momentaufnahme für die Liga und speziell für den amtierenden Meister. Dortmund hingegen wird sich schon einige Gedanken mehr machen müssen. 6 Punkte hinter einem (dem) Aufsteiger der letzten Jahre, sind schon eine Hausnummer in Anbetracht der erst gespielten Einheiten....
Bocuse_AK 06.11.2016
4. Hut ab!
Tradition hin, Geschwurbel her - was Leipzig da macht und auf die Beine stellt, verdient Respekt. Nach 10 Spieltagen punktgleich mit München: Man vergleiche die Etats & die Gehaltskosten, dann die mit 23 Jahren Durchschnittsalter blutjungen Kader ohne echte Stars, ein volles Haus bei Heimpielen (und das Ganze in familienfreundlicher Atmosphäre) ... Und dann zum Vergleich und als Beispiel dafür, wie man's trotz viel Kohle auch hinbekommen kann: der HSV.
cgabriel 06.11.2016
5. wunderbar...
...wie der Neuling RB die Liga aufmischt! Statt der bislang so üblichen wie als völlig normal betrachteten Steuerhinterziehung, Korruption und sonstigem unfairen Gebaren in der Bundesliga - meist als "Tradition" betrachtet - kommt da plötzlich ein Verein aus Leipzig und zeigt wie Fußball eigentlich laufen kann. Danke RB!
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