Leipziger Sieg im Topspiel gegen Werder Die kühle Effizienz einer Spitzenmannschaft

RB Leipzig bleibt erfolgreich und festigt Platz eins in der Bundesliga: Gegen ein besonders ersatzgeschwächtes Werder Bremer gewann die Elf von Julian Nagelsmann 3:0 - weil sie ihre Chancen sofort nutzte.

Leipzigs Kapitän Willi Orban (rechts) feiert mit Vorbereiter Christopher Nkunku seinen Treffer zum 1:0 gegen Werder Bremen
DAVID HECKER/EPA-EFE/REX

Leipzigs Kapitän Willi Orban (rechts) feiert mit Vorbereiter Christopher Nkunku seinen Treffer zum 1:0 gegen Werder Bremen


Manchmal lässt sich auch mit viel Leidenschaft ein ungleiches Duell nicht ausgleichen. Ein stark ersatzgeschwächtes Werder Bremen hat die Heimpartie am 5. Spieltag der Bundesligasaison gegen Tabellenführer RB Leipzig 0:3 (0:2) verloren.

Die Bremer, die derzeit mit einer ausgeprägten Verletzungsmisere kämpfen, spielten zwar mit viel Einsatz und der Unterstützung des heimischen Weserstadions. Doch am Ende siegten die Leipziger mit jener kühlen Effizienz, wie sie Spitzenteams vorweisen. Selbst eine Leipziger Unterzahl von knapp einer halben Stunde, nachdem Konrad Laimer mit Gelb-Rot vom Platz geschickt wurde (64. Minute), brachte das Team nicht in Bedrängnis.

RB bleibt damit nach dem 1:1 gegen den FC Bayern vor einer Woche und dem 2:1 gegen Benfica Lissabon am Dienstag in der Champions League auf der Erfolgswelle. Das Team ist in dieser Saison weiter ungeschlagen und weiterhin Spitzenreiter der Bundesliga. Im Kalenderjahr 2019 hat der Klub nun neun von elf Auswärtsspielen gewonnen.

Gegen Werder köpfte RB-Kapitän Willi Orban nach einer Ecke von Christopher Nkunku das 1:0 (13.). Das 2:0 fiel erneut nach einer Standardsituation: Marcel Sabitzer zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern über die Mauer ins Netz (35.). Es waren die ersten beiden echten Chancen der Leipziger - und sie nutzten sie.

Neun Bremer Spieler fehlen verletzungsbedingt

Die Bremer Krankenliste hatte dieses Spiel unter besondere Umstände gestellt: Insgesamt neun Profis fehlten Trainer Florian Kohfeldt verletzungsbedingt. Am Freitag riss sich im Abschlusstraining Angreifer Niclas Füllkrug das Kreuzband. Am Mittwoch musste sich Yuyu Osako wegen einer im Training zugezogenen Oberschenkelverletzung für sechs Wochen abmelden. Füllkrug (zwei Tore) und Osako (drei Treffer) waren bisher Werders gefährlichste Angreifer. Dazu fehlte Kohfeld auch Mittelfeldspieler Nuri Sahin gesperrt.

Bei RB musste Nagelsmann auf Stürmer Yussuf Poulsen verzichtet. Der Däne ist kurz vor dem Spiel Vater geworden. Aber das fiel aufgrund der Leipziger Effizienz in Hälfte eins nicht auf.

In der Defensive hatte RB allerdings vor der Halbzeitpause Glück, als Davy Klaassen im Strafraum auftauchte. Den Schuss des Niederländers konnte Leipzig-Keeper Peter Gulacsi noch entschärfen, Dayot Upamecano stoppte den Ball dann vor der Linie (39.). RB stand nicht immer sicher in den ersten 45 Minuten.

Laimer sieht Gelb-Rot nach Handspiel

In Hälfte zwei ging Leipzig etwas schlampiger mit den eigenen Möglichkeiten um: Nkunku (48.), Sabitzer (55.) und Matheus Cunha (60.) vergaben Chancen. Werder gelang nach vorn aber kaum etwas.

Schiedsrichter Tobias Stieler schickte dann den bereits mit Gelb verwarnten Laimer nach einem Handspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Eine fragwürdige Entscheidung, denn Laimer war der Ball auf den Arm gefallen. Die Verhältnisse verrücken konnte das aber auch nicht mehr. Der eingewechselte Marcelo Saracchi traf sogar noch zum 3:0 (83.).

Werder Bremen - RB Leipzig 0:3 (0:2)
0:1 Orban (13.)
0:2 Sabitzer (35.)
0:3 Saracchi (83.)
Bremen: Pavlenka - Lang, Gebre Selassie, Groß, Friedl - J. Eggestein (63. Pizarro), M. Eggestein (66. Bargfrede), Klaassen, Bittencourt - Sargent (80. Ihorst), Goller
Leipzig: Gulacsi - Konaté, Upamecano, Orban - Mukiele (46. Saracchi), Laimer, Sabitzer, Nkunku (74. Demme), Klostermann - Matheus Cunha (63. Haidara), Werner
Gelbe Karte: Konaté
Gelb-Rote Karte: Laimer
Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)
Zuschauer: 37.000

mey



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