Bundesliga Kooperation zwischen RB Leipzig und SC Paderborn geplatzt

Die Fußball-Bundesligisten RB Leipzig und SC Paderborn nehmen Abstand von ihrem Plan, enger zusammenzuarbeiten. Die avisierte Kooperation innerhalb derselben Liga hatte für Kritik gesorgt.
Bewegte Zeiten in Leipzig: Erst verabschiedete sich Ralf Rangnick (r.), jetzt scheitert die Kooperation mit Paderborn

Bewegte Zeiten in Leipzig: Erst verabschiedete sich Ralf Rangnick (r.), jetzt scheitert die Kooperation mit Paderborn

Foto: Sebastian Willnow / DPA

Die Kooperation zwischen RB Leipzig und dem SC Paderborn ist gescheitert. Beide Seiten nahmen von einer engeren Zusammenarbeit "aufgrund unterschiedlicher Ansichten" Abstand, hieß es in einer Mitteilung, die beide Vereine herausgaben.

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"RB Leipzig und der SCP07 sind übereingekommen, dass ein zielgerichteter Austausch (...) nicht wie geplant umsetzbar ist", hieß es darin. Es habe in den vergangenen Tagen intensive Gespräche gegeben, in denen sich anscheinend keine gemeinsame Basis finden ließ. Der SC Paderborn verweist ausdrücklich darauf, dass es "keine weiteren Beweggründe" gebe, er sich also nicht dem Druck aus seiner Fanszene gebeugt habe.

Anfang Juni war die geplante Kooperation am Rande des Wechsels von Paderborns Sportvorstand Markus Krösche zu RB Leipzig bekannt gegeben worden. Die Ankündigung hatte zu Kritik geführt. "Wir sprechen hier von zwei Klubs aus derselben Liga. Das sollte man schon sehr genau prüfen", sagte Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln damals. Laut RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sollte die Kooperation "rein sportlicher und inhaltlicher Natur" sein, wie er dem "Sportbuzzer" sagte.

Die aktive Fanszene Paderborns hatte mit einem Boykott gedroht. "Sollte die Zusammenarbeit mit RB Leipzig umgesetzt werden, wird die aktive Fanszene den Spielen des SC Paderborn 07 bis auf Weiteres fernbleiben. Unsere Vereinsliebe und die jahrzehntelange Unterstützung stirbt mit dem Tag einer RB-Leipzig-Kooperation", hatte es in einer Mitteilung von sechs Fan-Organisationen geheißen. Der Boykott ist mit der geplatzten Kooperation wohl abgewendet.

Ausdrücklich betonten RB Leipzig und der SC Paderborn in ihrer Mitteilung aber, die Klubs wollten an der "gegenseitigen Wertschätzung festhalten."

ptz/sid

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