Bundesliga-Rechte Zittern um die Sportschau

3. Teil: 400 Millionen Euro plus X


Schon jetzt dürfte klar sein, dass der Profi-Fußball vom 1. Juli 2006 bis 30. Juni 2009 mit deutlich mehr Geld aus der TV-Vermarktung rechnen kann. Konnten beim letzten Vertragsabschluss auf Grund der Kirch-Krise gerade einmal 300 Millionen Euro pro Jahr erzielt werden, gelten diesmal 400 Millionen Euro plus X als Richtschnur.Insidern zufolge ist sogar das Erreichen der magischen Halbe-Milliarde-Euro-Schallmauer pro Saison keineswegs illusorisch. "Wir haben die begehrtesten Sportrechte in Deutschland zu vergeben. Die Ausschreibung der TV-Rechte ist die wichtigste Refinanzierungsquelle für die Vereine, die wir haben", sagte Liga-Präsident Werner Hackmann.Eines ist auf jeden Fall klar: Die am höchsten dotierte Offerte dürfte kaum den Zuschlag erhalten. "Wir werden alles versuchen, um für Fans, Clubs und Medienpartner zu einer zufrieden stellenden Lösung zu kommen", erklärte Seifert.Am Mittwoch wird auf jeden Fall ein Schlussstrich unter das umfangreichste und komplizierteste Bieterverfahren gezogen, das es bislang in der deutschen Fernsehlandschaft gegeben hatte. Vergeben werden die Rechte an der 1. und 2. Liga, für Live-Spiele, für Zusammenfassungen, für Spiele von Freitag bis Montag, und die Rechte an der Auslandsvermarktung, Dritt- und Viertrechte, für die Internetverwertung und das Handy.In mehr als 1000 Segmente wurden die einzelnen Angebote aufgesplittet. Der besondere Trick bei der Ausschreibung war, dass die Pakete oft nur Häppchen enthalten hatten. Wer ein großes Ganzes will, muss also mehrere Pakete erwerben. Die DFL hatte für die TV-Übertragungen sechs Übertragungs-Varianten ausgeschrieben.



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