Karriereende des Leverkusen-Kapitäns Keeper Bürki lässt Lars Bender zum Abschied einen Elfmeter einschieben

Der letzte Bundesliga-Spieltag war ein emotionaler, auch bei der Partie zwischen Dortmund und Leverkusen. Die Bender-Zwillinge verabschiedeten sich, Lars wurde für Sven eingewechselt – und durfte einen Elfmeter verwandeln.
Die Bender-Brüder feierten am Samstagnachmittag Abschied

Die Bender-Brüder feierten am Samstagnachmittag Abschied

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FRIEDEMANN VOGEL / AFP

Zwölf Jahre spielte Lars Bender für Bayer Leverkusen. Die Partie bei Borussia Dortmund am Samstagnachmittag war die letzte seiner Karriere – und sie endete mit einer großen Geste.

Nach einem Foul von Dortmunds Emre Can an Patrik Schick zeigte Schiedsrichter Manuel Gräfe, der ebenfalls sein letztes Karrierespiel pfiff, auf den Elfmeterpunkt. Trainer Hannes Wolf nutzte die Gelegenheit und wechselte Lars Bender für dessen Zwillingsbruder Sven ein, der ebenfalls seine Profilaufbahn beendet.

Einmal noch sollte der zuletzt mit einer Muskelverletzung fehlende Kapitän die Chance auf einen Treffer bekommen, direkt trat Bender zum Strafstoß an. Dortmunds Torhüter Roman Bürki machte mit: Er stellte sich gerade in sein Tor und nahm keine übliche Torhüterposition ein, sondern ließ Bender entspannt einschieben, um dem 32-Jährigen daraufhin zum Torerfolg zu gratulieren.

Eine besondere Geste, zumal Torhüter oftmals an Spielen ohne Gegentor gemessen werden und Benders Treffer der Endstand zum 3:1 (1:0) war.

Es war der 21. Bundesliga-Treffer in der Karriere von Lars Bender, der insgesamt 255 Erstligaspiele bestritt. Dass nicht noch mehr hinzukamen, lag an einer ganzen Reihe von Verletzungen, die sowohl ihn als auch seinen Bruder belasteten.

Spieler stehen Spalier für Gräfe

Körperliche Beweggründe spielten beim Karriereende von Schiedsrichter Gräfe keine Rolle. Der 47-Jährige erreicht eine festgeschriebene Altersgrenze des DFB, die ihm nicht mehr erlaubt, im Profifußball zu pfeifen. Das änderte sich auch nicht durch Protest aus der Liga , mehrere Profis und Funktionäre hatten sich für Gräfe eingesetzt.

Erling Haaland sicherte sich das Trikot von Manuel Gräfe

Erling Haaland sicherte sich das Trikot von Manuel Gräfe

Foto: INA FASSBENDER / AFP

Dementsprechend herzlich wurde Gräfe nach der Partie von beiden Teams verabschiedet: Der Schiedsrichter holte seine Kinder auf dem Platz, beide Mannschaften standen Spalier, zudem gab es ein Erinnerungsfoto mit Dortmunds Starstürmer Erling Haaland.

hba