Fußball-Bundesliga Freiburg gewinnt Abstiegs-Krimi gegen Nürnberg

Freiburg hat sich Luft im Abstiegskampf verschafft. Der Sport-Club gewann ein packendes Spiel gegen Nürnberg trotz zweimaligem Rückstand. Den Siegtreffer besorgte Felix Klaus mit einem Traumtor.

DPA

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Hamburg - Der Abstiegskampf ist meist geprägt von kampfbetonten Spielen. Von hässlichem Fußball, von hilflos vorgetragenen Angriffen. Und oft auch von Verzweiflung. Gemessen an den 90 rasanten Minuten, die der SC Freiburg und der 1. FC Nürnberg boten, dürften beide Clubs nicht im Abstiegskampf stecken. Im direkten Duell feierte der Sport-Club einen wichtigen 3:2 (1:2)-Sieg und verschaffte sich Luft im Kampf um den Klassenerhalt.

Felix Klaus gelang der Siegtreffer mit einem Traumtor in der 65. Minute, zuvor hatte Pavel Krmas (23. Minute) und Admir Mehmedi (53./Foulelfmeter) jeweils Führungen von Nürnberg ausgeglichen. Emanuel Pogatetz (7.) und Josip Drmic (45./Foulelfmeter) hatten den "Club" zweimal in Führung gebracht. In der Nachspielzeit sah Nürnbergs Pogatetz noch die Gelb-Rote Karte.

"Das hat Spaß gemacht", sagte Mehmedi bei Sky: "Ich denke, das war ein ganz verdienter Sieg. Zehn Punkte aus vier Spielen - das spricht für sich." Mit nun 29 Punkten kletterte Freiburg auf Rang 13, der FCN rutschte auf Rang 15 ab (26 Punkte). "Wir haben heute ein Spiel gewonnen, aber mehr noch nicht. Wir sind mitten im Abstiegskampf", sagte Freiburgs Coach Christian Streich.

Freiburg und Nürnberg demonstrierten ihre spielerische Klasse. Umso erstaunlicher war, dass die ersten vier Treffer allesamt nach Standardsituationen fielen.

Zunächst traf Pogatetz nach einer Ecke zur Führung für die Gäste. Die Freiburger brauchten etwas länger, um in die Partie zu finden, strahlten dann aber mehr Torgefahr aus. Die erste Großchance hatte Mehmedi, der mit einem Heber jedoch Pech hatte und nur den linken Pfosten traf (13.).

Pogatetz einmal Opfer, einmal Übeltäter

Zehn Minuten später bejubelten die Gastgeber das 1:1. Nach einem Eckstoß von Jonathan Schmid hatte Innenverteidiger Krmas in der Mitte zu viel Platz und köpfte ein. Kurz darauf hätte Schmid beinahe erhöht, doch erneut rettete der linke Pfosten für Nürnberg.

In den Minuten vor der Pause verflachte die Partie etwas, es schien, als waren beide Teams mit dem Remis zufrieden. Dann aber umklammerte Krmas im Strafraum Pogatetz und riss den Nürnberger zu Boden - Elfmeter. Torjäger Drmic verwandelte sicher (45.).

Auch nach dem Seitenwechsel stand Pogatetz erneut im Mittelpunkt. Diesmal allerdings war es der Österreicher, der ein Foul im Strafraum an Klaus begangen hatte. Mehmedi traf in der 53. Minute ebenso sicher wie es auf der Gegenseite Drmic getan hatte.

Nach dem Ausgleich blieb die Partie offen, Nürnberg investierte wieder mehr. Doch erneut trafen die Gastgeber: FCN-Außenverteidiger Marvin Plattenhardt klärte eine Hereingabe direkt vor die Füße von Klaus, der mit links abzog und in den linken Winkel traf - 3:2 (65.).

In der Schlussphase konnte Nürnberg nicht mehr zulegen, beiden Teams war die kräftezehrende erste Hälfte anzumerken. Dann flog Pogatetz nach einem ungeschickten Foul in der Nachspielzeit noch vom Platz. Das sah dann doch nach Abstiegskampf aus. "Das ist sehr, sehr bitter, denn es ging um sehr, sehr wichtige Punkte. Die haben wir heute aus der Hand gegeben", sagte Drmic.

SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 3:2 (1:2)
0:1 Pogatetz (6.)
1:1 Krmas (23.)
1:2 Drmic (45., Foulelfmeter)
2:2 Mehmedi (53., Foulelfmeter)
3:2 Klaus (65.)
Freiburg: Baumann - Sorg, Krmas, Ginter, Günter - Klaus, Darida, Schuster, Schmid (90.+2 Kerk) - Guédé (81. Fernandes), Mehmedi (89. Zulechner)
Nürnberg: Schäfer - Angha, Stark (46. Petrak, 76. Pinola), Pogatetz, Plattenhardt - Frantz (71. Pekhart) - Feulner, Campaña, Kiyotake, Hlousek - Drmic
Schiedsrichter: Drees
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: Pogatetz (90.+3) wegen wiederholten Foulspiels
Gelbe Karten: Stark (5), Campana (3), Angha (3) - Schuster (5)
Ballbesitz in Prozent: 52 / 48
Zweikämpfe in Prozent: 44 / 56
Schüsse: 14 /9

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max

insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
seppiverseckelt 29.03.2014
1. Geil...!!!
Schtuagert verliert-Fiburg gwinnt... DES Wuchenend isch grettet ! UN- liebi Schwoobe- nächschte Samschtig sähne mir eus bi euch in Schtuagert- un DERT- gits den die nächschti Niederlag für EUCH...! un nächscht Johr... FRIBURG-ERSCHTI LIGA... SCHTUAGERT- ZWEITI LIGA... HÄHÄHÄ- HIHIHI- HOHOHO... wiä gsait-GEIL !
widower+2 29.03.2014
2. Könnten Sie
Zitat von seppiverseckeltSchtuagert verliert-Fiburg gwinnt... DES Wuchenend isch grettet ! UN- liebi Schwoobe- nächschte Samschtig sähne mir eus bi euch in Schtuagert- un DERT- gits den die nächschti Niederlag für EUCH...! un nächscht Johr... FRIBURG-ERSCHTI LIGA... SCHTUAGERT- ZWEITI LIGA... HÄHÄHÄ- HIHIHI- HOHOHO... wiä gsait-GEIL !
die deutsche Sprache bitte andernorts vergewaltigen? Danke!
stormy_monday 29.03.2014
3. Glubberer sind schlechte Verlierer
Verbeek läuft nach dem Spiel verbal Amok. Schimpft und Kotzt. Was ganau geschah, will er aber nicht sagen. Meine Mutter hat neulich schon gesagt, dass sie den Glubbträäner unsympatisch findet.
euroeddy 29.03.2014
4. Stuttgart steigt ab...
...Lautern bleibt in der 2. Liga, das war wirklich kein schlechtes Wochenende! Wir Badener sind stolz auf den SCF und auf den KSC, der wieder eine tolle Moral zeigte. Simon Zoller ist ein guter Stürmer, aber charakterlich erbärmlich. Respekt verdient wie immer FCKW Trainer Runjaic.
consul49 29.03.2014
5. Unerträgliche Schiedsrichter
Ich bin weder Nürnberger noch Freiburger Fan und habe mir trotzdem die komplette Partie angesehen. Es ist kein Zufall mehr, daß gewisse Mannschaften nach Absprache die 1. Liga verlassen sollen. Ist eine Verbannung spielerisch nicht möglich, so haben nun die Schiedsrichter (Unparteiische sind sie nicht mehr) die Pflicht einzugreifen. Ein emotionsgeladener Freiburger Trainer puscht seine Spieler bei jeder Kleinigkeit schreiend zu Boden zu gehen und bei Fouls der Nürnberger versteht er den "Schiedsrichter" erfolgreich zu beeinflussen. Unsportlichkeit wird honoriert und wie in unserer Gesellschaft allgemein, führt auch hier die Morallosigkeit zum Erfolg. Herr Verbeek war über das Verhalten des Freiburger Trainers so erbost, daß er an der Pressekonferenz nicht mit ihm am Tisch sitzen wollte. Und wie in jedem Gerichtssaal üblich, spielt der Beschuldigte den absoluten Unschuldsengel. Man hat Nürnberg verschärft abgestraft indem man Pogatezt in der Nachspielzeit auch noch Gelb/Rot zeigte (wofür?) und die beiden Trainer Veh und Lieberknecht heute endlich auch mal vereint ihre Unzufriedenheit über die parteiischen Männer in gelb äusserten. Ja, die Warheit kann jetzt teuer werden, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Wann kommen wir wieder dahin, daß im Mittelpunkt der Sport mit Fairness, Anstand und Charakter steht und wir auf eine Beeinflussung der Bundesligatebelle von "Schiedsrichtern" keinen Wert legen!
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