Bundesliga Knapper Sieg über Bochum, Freiburg klettert auf Platz zwei

Der VfL Bochum kassiert gegen Freiburg die vierte Niederlage im vierten Spiel. Der SC springt dank des glücklichen 1:0 im strömenden Regen zumindest über Nacht auf den zweiten Tabellenplatz.
Aquaplaning-Gefahr in Freiburg: Im strömenden Regen setzte sich der SC gegen den VfL Bochum durch

Aquaplaning-Gefahr in Freiburg: Im strömenden Regen setzte sich der SC gegen den VfL Bochum durch

Foto: Tom Weller / dpa

Der VfL Bochum hat nach dem bitteren 0:7 gegen Bayern München den nächsten Dämpfer in der Fußball-Bundesliga einstecken müssen. Das Team von Trainer Thomas Reis unterlag zum Auftakt des vierten Spieltags nach einem offenen Schlagabtausch im Dauerregen beim SC Freiburg mit 0:1 (0:0). Während Bochum Tabellenletzter bleibt, springen die Freiburger zumindest für eine Nacht auf den zweiten Platz.

Vincenzo Grifo brachte Freiburg kurz nach der Halbzeitpause in Führung. Seinen Elfmeter zuvor hatte Bochums Manuel Riemann vor 32.800 Zuschauern im Europapark-Stadion noch pariert, genauso wie Grifos anschließenden Kopfball – erst beim zweiten Nachschuss war Riemann machtlos. Bochums Schlussoffensive wurde nicht mit dem Ausgleich belohnt.

»Es ist sehr ärgerlich. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt bei der Leistung. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber was bringt das?«, sagte Bochums Kevin Stöger bei DAZN: »Wenn man jetzt in die Kabine geht, sieht man leere Gesichter.«

Reis änderte sein Team gegenüber der Klatsche gegen die Bayern auf vier Positionen. Jacek Goralski, Gerrit Holtmann, Erhan Masovic und Konstantinos Stafylidis rückten in die Startelf. »Wichtig ist, dass wir an uns glauben«, sagte Reis vor der Partie: »Das war bisher nicht die DNA, wie wir Fußball spielen wollen. Wir müssen unsere Spielweise implementieren.«

Mutige Bochumer werden nicht belohnt

Die Bochumer, die mit null Punkten und 3:12 Toren so schlecht wie noch nie in eine Saison gestartet waren, begannen mutig, attackierten die Freiburger früh und kamen durch Holtmann (9.) und Takuma Asano (12.) zu ersten Torchancen.

Doch in der Folge rissen die Gastgeber die Kontrolle immer mehr an sich und näherten sich dem Bochumer Tor. Zunächst verpasste Freiburgs Ritsu Doan (18.) die Führung, danach vergab das Team von Trainer Christian Streich eine Dreifach-Chance (22.), an dessen Ende Nicolas Höfler aus kurzer Distanz knapp rechts vorbeischoss.

Bochum zog sich nun mehr zurück und ließ wachere Freiburger, die auf den verletzten Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein verzichten mussten, mehr Spielanteile. Doch auch Michael Gregoritsch (30.) blieb mit einem Distanzschuss an Riemann hängen.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Freiburg sofort wieder das Kommando. Als Roland Sallai im Strafraum zu Boden fiel, ließ Schiedsrichter Marco Fritz zunächst weiterspielen, entschied dann aber nach Ansicht der Bilder auf Elfmeter. Bei diesem hatte Riemann trotz guter Paraden dann Pech. Zwei Minuten später verpasste Grifo nur knapp per Freistoß.

Freiburg blieb nun am Drücker und hätte durch Neuzugang Gregoritsch die Führung ausbauen müssen, der Stürmer bekam jedoch keinen Druck hinter den Ball (62.). Bochum musste sich kurz erholen, schlug dann aber beinahe zurück. Doch Holtmann traf mit seinem strammen Distanzschuss nur den Pfosten (65.). Freiburgs Nils Petersen (81.) verpasste den zweiten Treffer mit einem Schuss an die Latte nur knapp – das hätte sich fast gerächt: Auch Holtmann (84.) traf nur Aluminium.

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