Bundesliga Schalke bezwingt Leipzig bei Tedesco-Debüt

Perfekter Einstand für Domenico Tedesco: Der Trainer von Schalke 04 feierte mit seinem Team einen überzeugenden Sieg gegen RB Leipzig. Dabei verzichtete der 32-Jährige erneut auf Benedikt Höwedes.

AP

Schalke 04 hat einen erfolgreichen Bundesliga-Auftakt gefeiert. Das Team von Neu-Trainer Domenico Tedesco besiegte RB Leipzig 2:0 (1:0). Die Treffer erzielten Nabil Bentaleb per Foulelfmeter (43. Minute) und Jewhen Konopljanka (73.). Die Gäste, die in dieser Saison erstmals in der Champions League spielen werden, konnten gegen kompakt stehende Schalker keine Gefahr entwickeln.

In der Startaufstellung von Leipzig stand auch Timo Werner. Der Nationalspieler hatte im vergangenen Jahr den Unmut der Schalker Fans auf sich gezogen, indem er mit einer Schwalbe einen spielentscheidenden Elfmeter herausgeholt hatte. Sowohl bei Länder- als auch bei Bundesligaspielen wurde der Angreifer dafür ausgepfiffen. Vor dem Anpfiff gab es Schmähgesänge in Richtung Werner.

Das Spiel begann temporeich, echte Chancen bekamen die 62.271 Zuschauer in der ausverkauften Schalke-Arena zunächst aber nicht geboten. Erst in der 28. Minute musste Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi seine Qualitäten unter Beweis stellen: Der 27-Jährige konnte einen druckvollen Distanzschuss von Schalkes Bentaleb zur Ecke klären.

Fotostrecke

8  Bilder
Schalkes Sieg gegen Leipzig: Konopljanka!

Der Algerier sollte sein Team aber noch vor dem Pausenpfiff in Führung bringen. Bentaleb verwandelte einen Foulelfmeter, nachdem Franco di Santo im Strafraum von Dayot Upamecano zu Fall gebracht wurde (43.).

Leipzig blieb auch nach Wiederbeginn weitestgehend harmlos. Marcel Sabitzer versuchte es immerhin aus der Distanz, S04-Torhüter Ralf Fährmann hatte mit dem Aufsetzer allerdings keine Probleme (54.). Schalke zog sich zunehmend zurück und wurde besonders bei Kontern gefährlich. Einer führte dann zur Entscheidung: Konopljanka ließ Gulacsi im direkten Duell keine Chance (73.).

Ex-Kapitän Benedikt Höwedes kam bei Schalke wie auch im DFB-Pokal nicht zum Einsatz.

Schalke 04 - RB Leipzig 2:0 (1:0)
1:0 Bentaleb (43. Foulelfmeter)
2:0 Konopljanka (73.)

Schalke 04: Fährmann - Kehrer, Naldo, Nastasic - Bentaleb - Caligiuri, Oczipka - Goretzka - Harit (78. McKennie), Konoplyanka (89. Meyer) - di Santo (63. Reese)
RB Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Orban, Upamecano, Halstenberg (46. Forsberg) - Laimer, Ilsanker - Sabitzer, Keita - Poulsen, Werner

Zuschauer: 62.271 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Felix Zwayer
Gelbe Karten: Halstenberg, Keita - Kehrer

bam



insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
wilmotz 19.08.2017
1. gelb
McKennie müsste auch gelb gesehen haben nach Ballwegwerfen
gibmichdiekirsche 19.08.2017
2.
Ich habe bislang 3 Live-Spiele des 1. Spieltags gesehen, von denen mich 2 überzeugt haben: Sowohl der BVB als auch Schalke haben ihrem jeweiligen Gegner nicht die Spur einer Chance gelassen und ihre Sache auf je ihre Weise bestens gemacht. Dass die Bayern das personell gerupfte Leverkusen schlagen würde, war zwar klar, aber die Art und Weise fand ich alles andere als überzeugend. Leverkusen hat mich postiv überrascht und hat gut mitgespielt. Und bevor nun die Freunde des Südsterns wieder über mich herfallen: Nicht nur Carlo Ancelotti sah das ähnlich. Nun ja, die Saison ist jung. Aber die ersten Eindrücke indizieren zumindest, dass sich weder Bayern noch RB auf den Meriten der Vorsaison ausruhen können. Ach ja: Christian Pulisic hat heute (erneut) gezeigt, warum es sich der BVB spielerisch leisten kann, im Poker um Dembélé weiter hart zu bleiben. Und da sind ja auch noch Reus, Schürrle, Kagawa und Mor in der Hinterhand und was Maximilian Philipp gezeigt hat, war aller Ehren wert. Auch mit den Blauen aus Gelsenkirchen wird zu rechnen sein. Was die taktisch und kämpferisch gezeigt haben, war sehr gut anzusehen. Defensiv absolut solide, den durchaus spielstarken Leipzigern gerade mal eine Torchance lassend, nach vorne effektiv wie zuletzt selten und gut im offensiven Umschaltverhalten.
ex_Kamikaze 19.08.2017
3. Schalke
wird hier ungerechtfertigt hochgejubelt. Das Hauptmittel das Leipziger Paßspiel zu stören war das taktische Foul. Das wird nur leider viel zu selten regelgerecht mit Gelb geahndet. So können die viel langsameren und technisch weniger versierten Spieler von Schalke 04 sich immer wieder schön aufstellen und den Gegner anrennen lassen. Aber fußballerisch war das in jeder Beziehung Gruselkost was "Schalke" da geboten hat!
04051904 19.08.2017
4.
Zitat von ex_Kamikazewird hier ungerechtfertigt hochgejubelt. Das Hauptmittel das Leipziger Paßspiel zu stören war das taktische Foul. Das wird nur leider viel zu selten regelgerecht mit Gelb geahndet. So können die viel langsameren und technisch weniger versierten Spieler von Schalke 04 sich immer wieder schön aufstellen und den Gegner anrennen lassen. Aber fußballerisch war das in jeder Beziehung Gruselkost was "Schalke" da geboten hat!
Mein Gott, so richtig Ahnung vom Fußball haben sie aber nicht, oder?! Ein taktisches Foul wird im Regelfall mit Gelb geahndet. Auf Schalker Seite gab es jedoch insgesamt zwei gelbe Karten, wovon lediglich eine davon wegen eines Fouls gegeben wurde. Ihrer Logik zufolge war der Schiedsrichter nun also nicht in der Lage, das Spiel richtig zu leiten. Und wo genau sie Gruselkost gesehen haben, wird wohl auch für immer ihr Geheimnis bleiben. Um diese Schlüsse aus dem Spiel zu ziehn, muss man schon ziemlich verbohrt sein.
ex_Kamikaze 19.08.2017
5. Das taktische Foul
gehört zum Fußball und ist trotzdem eine Regelwidrigkeit und wird nach Regelbuch mit Gelb geahndet. Wenn das tatsächlich so wäre würde wir bessere, offensivere Spiele sehen und eben nicht solches Getrete wie Schalke 00 da abgeliefert hat. Gleiches konnten wir in der letzten Saison schon vor allem bei Frankfurt und Hertha sehen - eisenhartes Getrete ohne je zu versuchen aktiv das Spiel zu gestalten.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.