Hohe Niederlage gegen Hoffenheim Heimdebakel für Schalke 04

Schon zum dritten Mal innerhalb von wenigen Wochen muss Krisenklub Schalke 04 eine hohe Niederlage hinnehmen. Nach dem 2:5 gegen Hoffenheim ist die Ausgangslage im Abstiegskampf aber sogar besser als vorher.

Benjamin Hübner (rechts) im Luftzweikampf mit Weston McKennie
Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Benjamin Hübner (rechts) im Luftzweikampf mit Weston McKennie


0:7 in Manchester, 0:4 gegen Düsseldorf, jetzt 2:5 gegen Hoffenheim - auch unter dem vermeintlichen Defensivtrainer Huub Stevens muss Schalke eine hohe Niederlage hinnehmen. In der Bundesligatabelle konnten die Schalker den Vorsprung auf den Relegationsplatz aber sogar vergrößern, da der VfB Stuttgart am Nachmittag noch höher verloren hatte.

Zwei Tore von Ishak Belfodil sowie Treffer von Andrej Kramaric, Ádám Szalai und Nadiem Amiri sorgten für den TSG-Sieg. Für Schalke trafen Daniel Caligiuri per Elfmeter und Guido Burgstaller.

In der 22. Minute hatte Schalke eine gute Chance, in Führung zu gehen, als Burgstaller den Ball nach einem Freistoß von Caligiuri knapp am Tor vorbeispitzelte. Nur drei Minuten später lagen die Gastgeber zurück. Einen Umschaltangriff schloss Belfodil mit dem 0:1 ab, nachdem ihn Amiri mit einem guten Pass bedient hatte (25.).

Pfiffe schon zur Pause

Kurz vor der Pause erhöhte Kramaric auf 0:2. Ein Pass von Kerem Demirbay fand den Stürmer frei vor Keeper Alexander Nübel. Mit einem perfekten Rechtsschuss in die linke Ecke ließ Kramaric dem Torhüter keine Chance. Pfiffe der eigenen Fans begleiteten die Schalker in die Kabinen.

Nach Wiederanpfiff hatte Schalke zunächst Pech, keinen Foulelfmeter zu bekommen, als Benjamin Hübner Burgstaller an der Strafraumgrenze zu Fall brachte. Den Strafstoß verhängte Schiedsrichter Christian Dingert dann wenig später nach einer Ecke, als Pavel Kaderabek Breel Embolo zu Fall brachte. Caligiuri traf vom Punkt (60.).

Die Hoffnung der Schalker, etwas aus dem Spiel mitzunehmen, währte aber nur fünf Minuten. Nach einem Einwurf ließen sich zwei Schalker von zwei Hoffenheimern mit einem Doppelpass narren, sodass Belfodil ungestört in die Mitte flanken konnte. Dort köpfte der eingewechselte Ex-Schalker Szalai das vorentscheidende dritte Tor (65.).

Amiri erhöhte nach einem Doppelpass mit Kramaric auf 1:4, wobei trotz VAR-Entscheid der Verdacht einer Abseitsstellung Kramarics blieb. Schalke kam trotz des aussichtslosen Spielstands noch zu einer guten Chance durch Suat Serdar, der mit einem Linksschuss aus vollem Lauf den linken Außenpfosten traf. Aber das nächste Tor des Abends fiel wieder auf der Gegenseite. Nach einer Außenristflanke von Ermin Bicakcic erzielte Belfodil am zweiten Pfosten sogar das 1:5 (80.). Burgstaller verkürzte am Ende nach Pass von Embolo immerhin auf 2:5.

Hoffenheim ist nach dem vierten Sieg in Folge Sechster und damit auf einem Europa League-Platz. Schalke hat zwar weiter sechs Punkte und 20 Tore Vorsprung auf Stuttgart - muss aber am kommenden Wochenende zum schweren Derby nach Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr, TV ARD, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Schalke 04 - TSG Hoffenheim 2:5 (0:2)
0:1 Belfodil (25.)
0:2 Kramaric (45.)
1:2 Caligiuri (60., Foulelfmeter)
1:3 Szalai (65.)
1:4 Amiri (73.)
1:5 Belfodil (80.)
2:5 Burgstaller (90.)
Schalke 04: Nübel - Stambouli, Sané, Nastasic - Caligiuri, Serdar, Mascarell, McKennie, Carls - Burgstaller, Embolo
TSG Hoffenheim: Baumann - Bicakcic, Vogt, Hübner (56. Szalai) - Kaderabek, Amiri, Grillitsch, Demirbay, Schulz (70. Brenet) - Belfodil, Kramaric
Gelbe Karten: Embolo, Caligiuri / Hübner, Demirbay, Amiri
Schiedsrichter: Dingert
Zuschauer: 58.958

rae



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starboy 20.04.2019
1. Indiskutabel
Jeder Schuss ein Treffer! Und Schalke spielte wie ein Absteiger! Stevens muss sofort weg! Wie kann man nicht schon zur Halbzeit wechseln?!? Katastrophen Trainer mit grotten schlechtem Personal. Embolo kann nicht Mal einen Ball annehmen. Und Mascarell rennt kopflos herum, dass ich mich fragen muss ob letzte Saison sein Weltklasse Bruder bei der Eintracht gespielt hat und die aus Frankfurt haben seinen stark limitierten Zwilling geschickt!?
skeptikerjörg 20.04.2019
2. Schalkes Hoffnung heißt Stuttgart
Kein Sieg gegen Nürnberg, heute gegen Hoffenheim Prügel bezogen, unter Stevens keinen Deut besser als unter Tedesco. In dieser Mannschaft passt nichts zusammen. Das Einzige, das für Schalke spricht ist, dass Stuttgart im Gleichschritt verliert.
spon1899 21.04.2019
3.
Bemerkenswert wie Schalke den Kampf um Europa beeinflusst... Wünsche mir vor dem 34. Spieltag nur zwei Punkte Vorsprung vor Stuttgart und dann einen Sieg des VfB im Finale. Und die Relegation gewinnt dann der HSV gegen Schalke. Mann wäre das schön.
brotherandrew 21.04.2019
4. Schalke ...
... hat das Riesenmassel, dass Stuttgart kein Bein mehr auf den Boden bekommt. So kann man am Ende mit 27 Punkten direkt die Klasse halten. Das ist unglaublich.
thomas0815-1 21.04.2019
5. Ich glaube
Herr Stevens hat sich (und Schalke) mit diesem Engagement keinen Gefallen getan. Zumal ja auch die Bilanzen seiner Trainer - Stationen nach der erfolgreichen, ersten Schalke Ära, doch eher mehr als durchwachsen waren. Erinnert mich ein wenig an das Engagement von Otto Rehhagel bei Hertha BSC.
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