Bundesliga Heimpleite gegen Leipzig - Schalke verliert auch mit Stevens

Schalke hat das sechste Pflichtspiel in Folge verloren und steht nur noch einen Tabellenplatz vor der Abstiegszone. Wolfsburg entschied das Spiel gegen Düsseldorf innerhalb von fünf Minuten.

Huub Stevens
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Huub Stevens


FC Schalke 04 - RB Leipzig 0:1 (0:1)

26. Spieltag in der Fußball-Bundesliga, unverändertes Bild auf Schalke: Das Team hat auch bei der Rückkehr von Huub Stevens verloren. Durch Augsburgs Sieg gegen Hannover fällt Schalke auf den 15. Platz und hat aktuell drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Für Leipzig, das an Gladbach vorbei auf Rang drei rückt, war es der fünfte Auswärtssieg in Serie.

Nicht einmal eine Viertelstunde war gespielt, da ging Leipzig bereits in Führung - eingeleitet von Schalke-Innenverteidiger Salif Sané, der eine Hereingabe von Marcel Sabitzer nach vorne klärte. Der Ball sprang zu Yussuf Poulsen, dessen Schuss Alexander Nübel noch überragend an die Latte fausten konnte. Den Abpraller nutzte Timo Werner aus fünf Metern, es war sein erstes Bundesliga-Tor im Jahr 2019 (14. Minute).

Schalke zeigte nach dem 0:7 gegen Manchester City in der Champions League insgesamt eine ordentliche Leistung, die aber keinen Ertrag brachte. So reichte es auch im achten Pflichtspiel in Folge nicht zu einem Sieg; am Donnerstag hatte sich S04 von Domenico Tedesco getrennt.

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Schalkes Pleite bei Stevens-Rückkehr: "Danke Domenico"

VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf 5:2 (1:1)

Auch in Wolfsburg erzielten die Gäste das erste Tor der Begegnung. Düsseldorfs Kaan Ayhan trat in der 30. Minute zum Freistoß aus etwa 20 Metern an und zirkelte den Ball in den linken Winkel zum 1:0 für Fortuna. Kurz darauf stellte Wolfsburg den Gleichstand allerdings wieder her. Nach einem Ballverlust von Dodi Lukebakio in der eigenen Hälfte verstolperte VfL-Stürmer Wout Weghorst zunächst den Ball, der aber beim mitlaufenden Admir Mehmedi landete. Der Schweizer überlupfte Michael Rensing zum Ausgleich (34.). Schiedsrichter Bastian Dankert überprüfte noch ein mögliches Handspiel von Weghorst, ließ den Treffer aber gelten.

Im zweiten Durchgang entschied Wolfsburg das Spiel innerhalb von fünf Minuten. Erst drehte sich Jérôme Roussillon nach einem Einwurf zur Grundlinie und flankte von dort flach in die Mitte. Rensing klärte den Ball nach vorne zu Weghorst, der den Abpraller über die Linie schob (54.).

Drei Minuten später legte Weghorst mit dem Kopf das 3:1 für Robin Knoche auf (57.), bevor er nach sehenswertem Umschaltspiel von Maximilian Arnold und Roussillon sein zweites Tor schoss (59.). Düsseldorfs Benito Raman verkürzte noch auf 4:2. Wenige Minuten vor Schluss machte Weghorst seinen Hattrick perfekt (88.) - der fünfte Scorerpunkt des Niederländers gegen Düsseldorf.

VfB Stuttgart - TSG Hoffenheim 1:1 (0:1)

Kurz vor dem Pausenpfiff bekam Ishak Belfodil auf rechts zu viel Platz und konnte in den Stuttgarter Strafraum eindringen, wo Benjamin Pavard ihm den Ball noch vom Fuß spitzelte. Dadurch gelang der Ball jedoch zum einschussbereiten Andrej Kramaric, der aus kurzer Distanz Hoffenheim in Führung brachte (42.). Es war das siebte Rückrundentor für den Kroaten - und das 46. für die TSG, womit er den Vereinsrekord von Sejad Salihovic einstellte.

Die TSG war die deutlich überlegene Mannschaft und hätte direkt nach Wiederanpfiff die Führung ausbauen können, doch Pavel Kaderábeks Kopfball traf den Pfosten (48.). Dennoch gelang den Gastgebern in der zweiten Hälfte der Ausgleich. Andreas Beck spielte von rechts aus flach in den Strafraum, wo Steven Zuber das 1:1 erzielte (66.). Stuttgart bleibt durch das Remis auf Platz 16 mit drei Punkten Rückstand auf Schalke. Hoffenheim verweilt auf dem achten Rang.

FC Augsburg - Hannover 96 3:1 (0:1)

Geführt, am Ende auseinandergefallen: Hannover muss sich auf den Abstieg in die zweite Liga einstellen, das Team hat auch in Augsburg verloren und steht nun sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz. Für 96-Trainer Thomas Doll war es bereits die sechste Pleite im siebten Spiel.

Hendrik Weydandt traf mit seinem vierten Saisontreffer zur Hannover-Führung (8.). Das Tor war kurios: Torwart Gregor Kobel und die Augsburger Verteidiger scheiterten mit mehreren Klärungsversuchen, im Nachsetzen köpfte Weydandt den Ball aus knapp 13 Metern ins leere Tor. Sergio Córdova gelang der Ausgleich (65.). In der Schlussphase drehte Jonathan Schmid die Partie mit einem schönen Freistoßtor (78.), André Hahn machte alles klar (86.). Dadurch zieht der FCA an Schalke vorbei und ist Tabellen-14. (25 Punkte).

mrk/jan



insgesamt 11 Beiträge
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Nonvaio01 16.03.2019
1. naja
Stevens ist Trainer, kein Magier....in 2 Tagen kann man nicht viel machen. Zumindest hat Schalke nur ein gegentor bekommen. Der kampf um die plaetze 3-4 ist spannend, wer darf die BL im naechsten Jahr blamieren?......
zauberer2112 16.03.2019
2. Vielleicht schafft Schalke
ja noch den Abstieg. Zumindest die Relegation sollte drin sein - und dann eine Pleite gegen den Dritten der 2. Liga. Und da den Beteiligten ja nichts an Schalke liegt, muss dann ein Neuaufbau mit komplett neuer Elf (mit vielen Jugendspielern) erfolgen. Anders gewinnt man die Fans nicht zurück.
nextgen 16.03.2019
3. Schalke
sollte absteigen..damit so eine dumme Einstellung nicht noch belohnt wird.im normalen Leben ist das nicht anders .
skeptikerjörg 16.03.2019
4. Wird eng
Auch der "Jahrhunderttrainer" kann also träge Masse nicht sofort beschleunigen und es wird immer enger. Aber S04 hat noch Nürnberg, Hannover und Augsburg, Vorteil in der Spielansetzung. Würden sie trotzdem weiter abrutschen, hätten sie es auch nicht anders verdient. Was schade wäre, denn dann gäbe es kein Revierderby in der nächsten Saison. Und irgendwie muss, trotz aller Rivalität, der Pott doch zusammen halten. Also Huub, mach den Blauen Beine.
der_dr_Nickel 16.03.2019
5. Hat der...
...überhaupt mit der Mannschaft trainieren können? Und was man so in der Konferenz gesehen hat sah das doch nicht schlecht aus gegen Leipzig die ja CL spielen wollen/müssen. Ein wichtiges Spiel für S04 kommt doch nächste Woche. Gibts da keinen Dreier bleibt noch das Spiel in Nürnberg. Also Relegation oder Abstieg kann schon noch aus eigener Kraft vermieden werden.
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