Tag der Abschiede in der Bundesliga Susi, Rudi und Schmelle machen Schluss

Am letzten Bundesligaspieltag flossen in mehreren Stadien Tränen des Abschieds. In Dortmund und Leverkusen wendeten sich Michael Zorc und Rudi Völler direkt an die Fans. Hier gibt es die Bilder dazu.
1 / 10

Michael Zorc verlässt nach 44 Jahren bei Borussia Dortmund die Bundesliga und seinen Herzensverein. Der gebürtige Dortmunder wurde von den Fans auf der Südtribüne mit einer Choreografie verabschiedet.

Foto:

LEON KUEGELER / REUTERS

2 / 10

Nach dem 2:1-Sieg gegen Hertha BSC trat Zorc vor die Südtribüne und schnappte sich das Stadionmikrofon. »Vor 47 Jahren habe ich das erste Mal da gestanden, wo ihr gerade steht«, sagte der 59-Jährige, in Dortmund immer noch »Susi« genannt. Damals sah das frisch gebaute Westfalenstadion noch anders aus, doch Zorc hat in seiner langen Karriere als Spieler und Sportdirektor nie für einen anderen Verein gearbeitet.

Foto:

LEON KUEGELER / REUTERS

3 / 10

Auch in Leverkusen ging eine Ära zu Ende. Rudi Völler verabschiedete sich als Geschäftsführer von Bayer, der SPIEGEL schrieb im Vorfeld über die Abgänge der Bundesliga-Urgesteine: »Kaum vorstellbar, eine Bundesliga ohne Völler, ohne Zorc. Sie waren doch immer da.« In Leverkusen gab es ebenfalls eine Choreografie der Fans. »Es gibt nur ein' Rudi Völler« – wer dieses Lied nicht kennt, hat vermutlich noch nie Fußball geschaut.

Foto:

IMAGO/Moritz Mueller / IMAGO/Moritz Müller

4 / 10

Auch Völler ergriff das Stadionmikrofon, allerdings schon vor dem 2:1-Sieg gegen Freiburg. »Vielen Dank, euer Rudi«, das waren seine Schlussworte.

Foto: Marius Becker / dpa
5 / 10

In Dortmund wurde derweile eine weitere Vereinslegende verabschiedet, wenn Marcel Schmelzer auch nur 17 Jahre für den BVB gespielt hat. Gerne hätte Trainer Marco Rose »Schmelle« den Abschied mit einem Einsatz versüßt, doch die langwierige Verletzung des Linksverteidigers ließ das nicht zu. Also betrat Schmelzer den Rasen im Trainingsanzug, angefeuert von seinen Mannschaftskollegen.

Foto: Lars Baron / Getty Images
6 / 10

Und Schmelzer wurde nicht weniger gefeiert, als sein Vorgesetzter Zorc. Schon vor dem Spiel würdigte ihn Teamkollege und Freund Mats Hummels bei Instagram (im Original): »Viele Leute die nicht wissen worauf es im Fussball ankommt wenn man gewinnen will werden nie kapieren was du geleistet hast. Wir alle die dich tagtäglich erlebt haben wissen es!«

Foto:

LEON KUEGELER / REUTERS

7 / 10

Im Schatten von Zorc und Schmelzer wurden in Dortmund noch weitere Spieler verabschiedet. Torhüter Roman Bürki bekam sein Abschiedsspiel, Marwin Hitz hatte seine Tochter auf dem Arm, für Axel Witsel, Dan-Axel Zagadou, Marin Pongracic und Reinier endet die Zeit beim BVB auch. Erling Haaland (Foto) traf vor seinem Abgang zu Manchester City per Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1, auch der Norweger bekam viel Applaus.

Foto:

IMAGO/Christopher Neundorf / IMAGO/Kirchner-Media

8 / 10

Nicht ganz so harmonisch verlief der Tag in Augsburg. Trainer Markus Weinzierl nutzte das Interview beim TV-Sender Sky für die überraschende Verkündung seines Abschieds beim FCA. Den Klub sowie Manager Stefan Reuter hatte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht über seine Entscheidung informiert: »Nein, das wird er jetzt schon mitbekommen.« Weinzierl deutete somit ein zerrüttetes Verhältnis zu Reuter an. Es habe bisher noch keine Gespräche gegeben. Dies sei »ein klares Zeichen«, so der Trainer, der von »fehlender Wertschätzung« sprach.

Foto: Matthias Balk / dpa
9 / 10

Mit Adi Hütter verlässt ein weiterer Trainer die Bundesliga. Der Österreicher war erst vor der Saison zu Borussia Mönchengladbach gekommen, nach vielen enttäuschenden Ergebnissen entschieden sich beide Seiten jedoch zur Trennung. Anders als in Augsburg war der Klub jedoch in die Entscheidung eingebunden.

Foto:

Federico Gambarini / dpa

10 / 10

Und auch in Bielefeld standen viele Verabschiedungen an. Insgesamt acht Proifis werden den Verein nach dem Abstieg verlassen. Besonders emotional lief es für Torhüter Stefan Ortega, der schon in der Jugend für die Arminia gespielt hatte und sich zu einem der besten Keeper der Bundesliga entwickelt hat. Noch steht nicht fest, wo es für Ortega weitergeht.

Foto: Joosep Martinson / Getty Images