Fußball-Bundesliga Stuttgart geht 0:6 in Augsburg unter

Der VfB Stuttgart erlebte in Augsburg ein Debakel. In München sorgte Niklas Süle gegen Werder Bremen für drei wichtige Punkte im Titelrennen mit Borussia Dortmund.

Mario Gomez und Gonzalo Castro blieben erfolglos in Augsburg
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Mario Gomez und Gonzalo Castro blieben erfolglos in Augsburg


FC Bayern München - Werder Bremen 1:0 (0:0)

Bayern München hat sich zu einem späten Sieg gegen Werder Bremen gemüht. Niklas Süle erzielte den Siegtreffer für die schlussendlich überlegenen Tabellenführer (75. Minute). Damit bleibt dem BVB, der am Sonntag auf Freiburg trifft (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE), die Chance verwehrt, an den Münchnern vorbeizuziehen. Für Bremen ist es die erste Niederlage der Rückrunde.

Lange Zeit sah es danach aus, als würden die Bremer ein Unentschieden über die Zeit retten können. Zwar kamen die Münchner nach zähem Beginn immer wieder zu Chancen. Die schönste hatte Serge Gnabry, als er nach einem feinen Heber von Thiago, aus der Drehung abzog (26.). Doch immer wieder war es der bärenstarke Bremer Torhüter Jiri Pavlenka, der Werder im Spiel hielt.

Nachdem Milos Veljkovic in der 58. Minute nach wiederholtem Foulspiel vom Platz gestellt wurde, war es nur noch eine Frage der Präzision, bis Süle in der Schlussviertelstunde zum 1:0-Endstand traf. Robert Lewandowski (79., 84.) und Leon Goretzka (90.+2) ließen im Anschluss weitere Großchancen liegen.

FC Augsburg - VfB Stuttgart 6:0 (3:0)

Der FC Augsburg hat mit einem Kantersieg im Kellerduell gegen Stuttgart einen großen Schritt gen Klassenerhalt gemacht. Dagegen wird es für den VfB nach der bitteren Klatsche immer enger. Die Gäste gerieten früh in Rückstand, fanden nie in die Partie und waren am Ende mit den sechs Gegentoren gut bedient. Rani Khedira verwertete eine Flanke von Jonathan Schmid mit dem schwächeren linken Fuß zur Augsburger Führung (11.), kurze Zeit später legte André Hahn im Anschluss an einen Eckball nach (18.). Noch vor der Pause erhöhte Philipp Max nach Vorarbeit von Marco Richter auf 3:0 (29.).

In der 53. Minute sorgte Richter für den vierten Augsburger Treffer, Max wenig später für das 5:0 (58.) - und es war noch nicht vorbei: Richter erzielte nach einem Solo Tor Nummer sechs (68.). Der FC Augsburg, der erstmals sechs Tore in einem Bundesligaspiel erzielt hat, hat durch den zweiten Sieg im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Martin Schmidt als Tabellen-14. zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Dort bleibt Stuttgart, das zum sechsten Mal in Folge nicht gewonnen hat.

Bayer Leverkusen - 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0)

Die Gastgeber waren den Nürnbergern in allen Statistiken überlegen: 70 Prozent Ballbesitz, deutlich mehr Abschlüsse und auch eine bessere Passquote. Bis zur Leverkusener Führung dauerte es aber eine gute Stunde: Nach einer Ecke köpfte Lucas Alario ins lange Eck. Nürnberg-Verteidiger Tim Leibold kam mit seiner Rettungsaktion zu spät - der Ball hatte die Linie bereits überquert (61.).

Kevin Volland erzielte kurz vor Schluss noch das 2:0 für Leverkusen (86.), das durch den Erfolg vorläufig auf den sechsten Platz vorrückt. Nürnberg bleibt durch die Niederlage auf Rang 17, drei Punkte hinter dem Tabellen-16. Stuttgart.

Doppeltorschütze Jean-Philippe Mateta
Alex Grimm / Getty Images

Doppeltorschütze Jean-Philippe Mateta

Mainz 05 - Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:1)

In Mainz war noch keine Minute gespielt, da lag der Ball erstmals im Tor: Bereits nach 36 Sekunden hatte Jean-Philippe Mateta zur frühen Führung getroffen. Auch in der Folge setzten die Hausherren die Fortuna unter Druck. Die Gäste benötigten eine Weile, um in diese Partie zu kommen, konnten dann aber durch Dodi Lukebakio ausgleichen (18.). Der Belgier hatte später die Führung für die Fortuna auf dem Fuß, als in der 58. Minute per Videobeweis nach einem Handspiel von Alexander Hack auf Elfmeter entschieden wurde. Doch Lukebakio setzte den Ball an den linken Pfosten. Stattdessen waren es die Mainzer, die durch Karim Onisiwo (67.) zur erneuten Führung kamen. Mateta machte in der 87. Minute sein zweites Tor zum 3:1-Endstand.

Die Aufsteiger aus Düsseldorf werden damit leben können. Sie hatten den Klassenerhalt bereits am vergangenen Spieltag perfekt gemacht. Da Stuttgart heute zeitgleich in Augsburg verloren hat, haben die Mainzer mit nun 13 Punkten Vorsprung auf den VfB auch rechnerisch nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun.

sak/mrk



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Seite 1
spon1899 20.04.2019
1.
Zwischen dem Freistoßpfiff und dem Platzverweis für Vejlkovic verging ordentlich Zeit. Foul und Freistoß ja, aber kein Platzverweis dachte der Schiri wohl. War ja auch richtig. War ja kein absichtlicher Ellenbogen-Check. Wer hat Welz wohl die Rote eingeflüstert, obwohl keine klare Fehlentscheidung? Na, der Bayern-Zwayer aus Köln. Der ist ja Ehrenmitglied bei Bayern seit dem Pokalspiel Leipzig-Bayern letzte Saison. Als ich hörte wer Videoschiri ist, war mir klar: Sicherer Sieg für Bayern. Also alles normal und wie erwartet. Mittwoch wird es ähnlich laufen.
brotherandrew 20.04.2019
2. Da ...
... haben meine Augsburger ihrem ehemaligen Trainer gezeigt, wo der Hammer hängt. Der Klassenerhalt war schon letzte Woche durch. Und wer jetzt noch glaubt, Stuttgart könne die letzten vier Spiele gewinnen, dem ist nicht zu helfen. Der FCA kann für die nächste Saison in der 1. BL planen. Gratulation!
claus7447 20.04.2019
3. Vielleicht sollte
Weinzierl mit sofortiger Wirkung kündigen. Wäre für ihn noch eine Ehrenrettung. Der Fehler liegt viele Jahre zurück. Auch ein Herr Hundt hätte mitgemischt.
frietz 20.04.2019
4.
Zitat von spon1899Zwischen dem Freistoßpfiff und dem Platzverweis für Vejlkovic verging ordentlich Zeit. Foul und Freistoß ja, aber kein Platzverweis dachte der Schiri wohl. War ja auch richtig. War ja kein absichtlicher Ellenbogen-Check. Wer hat Welz wohl die Rote eingeflüstert, obwohl keine klare Fehlentscheidung? Na, der Bayern-Zwayer aus Köln. Der ist ja Ehrenmitglied bei Bayern seit dem Pokalspiel Leipzig-Bayern letzte Saison. Als ich hörte wer Videoschiri ist, war mir klar: Sicherer Sieg für Bayern. Also alles normal und wie erwartet. Mittwoch wird es ähnlich laufen.
Spiel überhaupt gesehen? Es war keine rote Karte, sondern eine gelbe Karte. Da es seine zweite war, gehts vom Platz. Ein absichtlicher Ellbogenschlag wäre auch nicht gelb, sondern rot. Woher wissen sie dass die Info aus Köln kam? Vielleicht wars der Linienrichter, der evtl den besseren Blick hatte. Aber das würde ja nicht zu ihren Verschwörungstheorien passen.
spoon123 20.04.2019
5. Alleinschuldige
Alleine schuld am VfB-Desaster ist der unerträgliche Präsident Dietrich, der es innerhalb 2 Jahren geschafft hat, die Aufbruchstimmung so was ins Gegenteil zu verkehren, dass man es kaum glauben kann. Schlimm, schlimm...
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