Fußball-Bundesliga Drei Tore für drei Punkte - Wolfsburg gewinnt in Berlin

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Der VfL Wolfsburg hat auch gegen Hertha BSC gewonnen. Dabei waren die Berliner zunächst durchaus ebenbürtig.

Es läuft beim VfL Wolfsburg. In der Mitte: Wout Weghorst, Torschütze des Führungstreffers
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Es läuft beim VfL Wolfsburg. In der Mitte: Wout Weghorst, Torschütze des Führungstreffers


Der VfL Wolfsburg hat sein Auswärtsspiel bei Hertha BSC 3:0 (1:0) gewonnen. Der Niederländer Wout Weghorst brachte Wolfsburg in der 9. Minute in Führung, in der Schlussphase sorgten Josip Brekalo (82.) und Jérôme Roussillon (90.+1) für den Endstand. Wolfsburg ist nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel Tabellenvierter, die Berliner stehen auf Platz elf.

In Berlin waren gerade 18 Sekunden gespielt, als Schiedsrichter Guido Winkmann das erste Mal im Mittelpunkt stand. Nach einer Grätsche von Wolfsburgs Kapitän Josuha Guilavogui gegen Ondrej Duda hatte Winkmann zunächst auf Strafstoß entschieden, er nahm diese Entscheidung nach Sichtung der Videobilder allerdings zurück. Kein Elfmeter, stattdessen ging es mit Schiedsrichterball weiter.

Nur wenige Minuten später entschied Winkmann erneut auf Elfmeter, diesmal für Wolfsburg - es war wohl die richtige Entscheidung: Karim Rekik hatte bei einem Klärungsversuch auch Gegenspieler Felix Klaus getroffen. Den Strafstoß schoss Wout Weghorst, er traf rechts unten in die Ecke zur Führung für die Niedersachsen (9.).

Wolfsburger Endspurt

Das spielbestimmende Team war fortan trotzdem die Hertha. Einziges Manko: Das Team von Trainer Ante Covic nutzte keine seiner Torchancen. Salomon Kalou vergab die beste Möglichkeit, als er nach einer Flanke von Vladimír Darida freistehend am Tor vorbeiköpfte (12.). Pech hatten die Berliner in der 21. Minute, als Koen Casteels einen Schuss von Marko Grujic parierte und sich anschließend Guilavogui in den Nachschuss warf.

Anschließend nahm das Niveau kontinuierlich ab, bis zum nächsten Aufreger verging eine knappe Stunde. Es lief die 82. Minute, als der eingewechselte Brekalo mit der ersten Torchance das 2:0 erzielte. Nach einem langen Ball von Admir Mehmedi überlief Brekalo Gegenspieler Niklas Stark und vollendete. Auch am letzten Treffer des Tages war Brekalo beteiligt, diesmal als Vorarbeiter für Roussillon, der mit einem platzierten Schuss den 3:0-Endstand erzielte.

Hertha BSC - VfL Wolfsburg 0:3 (0:1)
0:1 Weghorst (9., Elfmeter)
0:2 Brekalo (82.)
0:3 Roussillon (90.+1)
Berlin: Jarstein - Klünter, Stark, Rekik, Mittelstädt - Grujic, Darida (61. Selke) - Lukebakio, Duda (75. Löwen), Kalou (70. Redan) - Ibisevic
Wolfsburg: Casteels - Knoche, Guilavogui, Brooks - William, Schlager, Arnold, Roussillon - Klaus (64. Mehmedi), Weghorst, Joao Victor (77. Brekalo)
Schiedsrichter: Winkmann
Gelbe Karten: Duda / -

tbe



insgesamt 4 Beiträge
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loebi 25.08.2019
1. Hertha wieder auf dem Boden Tatsachen
Schon der Punktgewinn in München war sehr glücklich! Wenn ich vor dem Spiel von Covic und Praetz vollmundig höre , das sie die drei Punkte gegen Wolfsburg mit Offensivfußball in Berlin halte wollen dann frage ich mich, ob beide nicht erkennen, dass man dafür auch die entsprechenden Spieler benötigt. Pal Dárdai hat wenigstens für Stabilität gesorgt. Man kann eben nur so spielen wie es der Kader hergibt. Hertha sollte aufhören unrealistische Träumereien nachzulaufen. Das kann richtig nach hinten losgehen!! Jetzt kommen zwei Auswärtsspiele. Wenn die auch verloren gehen sind wir tief unten im Keller und das mit einem Trainer Greenhorn. Viel Spaß!! Sollte das so kommen muss man auch über M. Praetz nachdenken. Auf dieser Position braucht Hertha nach so vielen Jahren neues Blut. Der Meinung bin ich schon lange. Ich habe bei den PKs immer das Gefühl Covic redet dem Sportmanager zu Munde. Das kann sich nichts gutes entwickeln.
retterdernation 25.08.2019
2. Wenn die Hertha beide Spiele
auf fremden Plätzen verliert - ist Covic fast schon Geschichte. Einfache Formel - dabei aber auch brutalst desillusionierend. Wobei Schalke vielleicht der richtige Aufbaugegner sein wird. Wenn nicht ist Alarmstufe Rot so etwas von angesagt - dass man überhaut nicht weiter denken mag.
ferryh 26.08.2019
3. Ständig wiederkehrendes Phänomen
letztes Jahr ging es für die Hertha nach dem Bayernsieg auch abwärts. Die Mannschaften sollten sich ihr ganzes Spielvermögen nicht immer nur für die Bayernspiele aufheben. Der Punktgewinn in München ist jetzt nämlich genau nichts wert.
srbler 26.08.2019
4. ein punk in
münchen bleibt immer was wert, den holen nicht viele... und hat man gedacht die hertha gewinnt jedes heimspiel? nach einer niederlage werden schon wieder untergangszenarien entworfen- ist doch quatsch... der trainer wird auch schon entlassen aber sonst immer auf die presse meckern wenn die einen trainer immer schnell niederschreiben!
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