Bundesliga Werder und Stuttgart blamieren sich

Als Tabellenletzter reiste der FC Augsburg nach Stuttgart - und gewann beim desolaten VfB 4:0. Noch deutlicher verlor Werder Bremen beim VfL Wolfsburg. Siege feiern durften Leverkusen und Gladbach.

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VfL Wolfsburg - Werder Bremen 6:0 (2:0)

Wolfsburg hatte durch einen Distanzschuss von Vieirinha die erste Chance, doch Felix Wiedwald parierte (4. Minute). Beim 0:1 war der Bremer Torhüter machtlos: Werder-Verteidiger Alejandro Galvez hatte eine Hereingabe von Christian Träsch ins eigene Tor abgefälscht (11.). Die Gäste mühten sich um einen geordneten Spielaufbau, brachten die Wolfsburger Verteidigung aber selten in Bedrängnis. Gefährlicher waren die Wolfsburger mit ihren Kontern, das 2:0 fiel aber nach einer Standardsituation: Max Kruse köpfte kurz vor der Pause das 2:0 (44.).

Bremens Trainer Viktor Skripnik brachte zur zweiten Halbzeit Claudio Pizarro für Zlatko Junuzovic, am Spielverlauf änderte das aber nichts. Nach einer Flanke von Marcel Schäfer stand Vieirinha am zweiten Pfosten frei und traf per Volley zum 3:0 (56.). Bei Werder klappte nichts mehr, bei Wolfsburg umso mehr. Der für den verletzten Luiz Gustavo eingewechselte Josuha Guilavogui erzielte das 4:0 (67.). Bas Dost traf gegen eine fast nicht mehr vorhandene Werder-Abwehr zum 5:0 für den VfL (78.), aber auch das war noch nicht der Endstand. Nachdem André Schürrle drei Bremer schwindelig gespielt hatte, schoss erneut Kruse das 6:0 (87.).

Borussia Mönchengladbach - Hannover 96 2:1 (1:0)

Gladbachs neuer Star Mahmoud Dahoud bereitete mit einem starken Pass die Führung vor. Ibrahima Traoré hatte aus kurzer Distanz keine Mühe (34.). Hannovers Däne Uffe Bech hatte nach der Pause die Riesenchance zum Ausgleich, schoss aber frei vor Gladbach-Keeper Yann Sommer neben das Tor. Beim Ausgleichstreffer durch Artur Sobiech bekam die Gladbacher Abwehr bei drei Versuchen den Ball nicht aus dem Strafraum, der Pole traf aus dem Gedränge (65.). Die Borussia erhöhte gegen Ende das Risiko und den Druck auf die Hannoveraner, die sich kaum noch befreien konnten. Raffael war es dann, der nach einer Hereingabe von Andreas Christensen den Sieg perfekt machte (84.).

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 1:3 (1:2)

Mit seinem fünften Saisontor brachte Javier Hernández Bayer Leverkusen in Führung (23.). Der Mexikaner profitierte dabei von einer Fehlerkette der Frankfurter Abwehr und musste den Ball nur über die Linie schieben. Außer Hernández stürmte Admir Mehmedi für Bayer, Stefan Kießling saß erneut nur auf der Bank. Der zweite Treffer von Hernández hätte eigentlich nicht zählen dürfen - nach Pass von Hakan Calhanoglu traf er aus einer Abseitsposition zum 2:0. Den Frankfurtern gelang vor dem Pausenpfiff noch der Anschlusstreffer durch Slobodan Medojevic (45.). Es dauerte bis zur 72. Minute, ehe Leverkusen wieder den alten Vorsprung herstellen konnte. Calhanoglu zielte von der Strafraumgrenze genau und ließ Lukas Hradecky keine Chance.

VfB Stuttgart - FC Augsburg 0:4 (0:3)

Als einzige Partie an diesem Samstag verspätete sich der Anpfiff wegen verschärfter Einlasskontrollen um 15 Minuten. Stuttgarts Torhüter Przemyslaw Tyton fiel wegen eines Magen-Darm-Infektes aus, für den Polen kam Odisseas Vlachodimos zu seinem dritten Erstliga-Einsatz in dieser Saison. Bei den ersten Gegentoren konnte der 21-Jährige nichts ausrichten. Zunächst tauchte Alexander Esswein frei vor ihm auf und traf (11.). Dann fälschte Stuttgarts Timo Baumgartl einen Schuss von Esswein nach einer Ecke unhaltbar ab (17.). Beim dritten Treffer der Augsburger sah Stuttgarts Keeper dann nicht so gut aus: Nach einem Eckball kam er aus seinem Tor, konnte Jan-Ingwer Callsen-Bracker aber nicht am Kopfball hindern (36.). Schon zur Pause verließen einige Stuttgarter Fans das Stadion - sie verpassten nur einen weiteren Gegentreffer durch Ja-Cheoi Koo zum 0:4 (53.).

1. FC Köln - FSV Mainz 05 0:0 (0:0)

Mainz war insgesamt die bessere Mannschaft, viele Höhepunkte bot die Partie aber nicht. Bei den 05ern sorgte Yunus Malli für den Spielaufbau, bei Köln lief fast alles über Leonardo Bittencourt. Kölns Anthony Modeste traf in der zweiten Hälfte den Außenpfosten (47.), es sollte die beste Chance der Partie bleiben.

luk



insgesamt 19 Beiträge
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ftb7 21.11.2015
1. Unterschied
Der Unterschied ist, dass Skripnik das optimale aus dem Bremer Kader raus holt. Mehr geht mit dem was Eichin da eingekauft hat nicht. Beim VfB sind gute talentierte Spieler da aber der Trainer ist nicht Bundesliga tauglich.
horstma 21.11.2015
2. VfB
Da kommt ein neuer Trainer Zorniger zu einer Mannschaft, die in der Vorsaison knapp am Abstieg vorbeigeschrammt ist und diese Saison den schlechtesten Start der Vereinsgeschichte hingelegt hat. Und was sagte Zorniger neulich dazu? Dass er nicht viel verändern will. Glückwunsch! Ziel bisher perfekt erreicht.
espe 21.11.2015
3. und Tschüss Herr Zorniger
...selbst als Stuttgart-Fan bin ich dafür schnellstmöglich die Reißleine zu ziehen. Ein Trainer mit Charakter, aber wenn die Resultate so lange Zeit nicht stimmen, muss der Verein reagieren...
sternendieb 21.11.2015
4.
Huub hat die letzten beiden Jahre das Bestmögliche aus der Mannschaft herausgeholt und das hat beides Mal gerade so zum Klassenverbleib gereicht. Das System, das Zorniger spielen will geht mit diesen Rumpelfußballern einfach nicht.
PARLIAMENT 21.11.2015
5. Geduld
Zitat von espe...selbst als Stuttgart-Fan bin ich dafür schnellstmöglich die Reißleine zu ziehen. Ein Trainer mit Charakter, aber wenn die Resultate so lange Zeit nicht stimmen, muss der Verein reagieren...
Sachte, sachte. Jetzt bloss nicht die Geduld verlieren. Wenn der Knoten mal geplatzt ist, dann wird das Fussball für die Champions –League-Ränge. Und ausserdem war Herr Z. in der Fussball-Schule der Beste … das ist es doch was zählt. Also durchhalten, das wird noch … irgendwann.
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