Bundesliga VfL Wolfsburg trennt sich von Trainer Ismaël

Valérien Ismaël ist nicht mehr Trainer des VfL Wolfsburg. Das ist die Konsequenz der anhaltenden sportlichen Krise. Wolfsburg steht nur noch zwei Punkte vor den Abstiegsrängen.
Valérien Ismaël

Valérien Ismaël

Foto: Peter Steffen/ dpa

Der VfL Wolfsburg hat Trainer Valérien Ismaël entlassen. Das hat der Klub offiziell bestätigt. Damit reagiert der VfL auf die anhaltende Krise der Mannschaft. Wolfsburg hatte nur drei Punkte aus den vergangenen fünf Ligaspielen geholt. Zuletzt gab es eine unglückliche Niederlage gegen Werder Bremen. Aktuell trennen Wolfsburg nur noch zwei Punkte vom Hamburger SV und dem Relegationsplatz.

"Wir haben uns in der Entscheidungsfindung nicht in erster Linie von dem jüngsten Ergebnis gegen Bremen leiten lassen, sondern vor allem auch die Eindrücke und Resultate aus den letzten Wochen und Monaten in die Bewertung mit einfließen lassen", wird Sportdirektor Olaf Rebbe in einer Mitteilung des Vereins zitiert. Der neue Cheftrainer werde voraussichtlich bereits am Montag präsentiert werden.

Gegen Werder zeigten die Wölfe eine klare Leistungssteigerung. Trotz drückender Überlegenheit reichte es aber zum wiederholten Mal nicht zum Sieg. Nun stehen für den VfL zwei Auswärtsspiele an: Am kommenden Samstag (15.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) geht es nach Mainz, dann ist Wolfsburg beim Tabellenzweiten RB Leipzig zu Gast. Wer in diesen Spielen auf der Trainerbank sitzen wird, ist noch unklar.

Die Entlassung Ismaëls ist bereits der achte Trainerwechsel in der laufenden Bundesligasaison - und die zweite in Wolfsburg: Im Oktober hatte der 41-Jährige die Nachfolge des entlassenen Coaches Dieter Hecking angetreten. Zunächst leitete er vier Partien als Interimstrainer, dann wurde er zum Chefcoach befördert. Seitdem stehen in seiner Bilanz in der Liga vier Siege, ein Remis und sieben Niederlagen in der Bundesliga. Dazu gab es das Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale durch ein 0:1 beim FC Bayern.

Als Spieler bestritt Ismaël für Hannover 96, Werder Bremen und den FC Bayern insgesamt 113 Bundesligaspiele. Außerdem war er vor allem in der Ligue 1 aktiv: Dort lief er für RC Lens und Racing Straßburg insgesamt 169-mal auf. In England kam er außerdem auf 13 Spiele für Crystal Palace in der Premier League. In der Nationalmannschaft schaffte es der Franzose nicht über die Nachwuchsteams hinaus.

aev
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.