Bundesliga-Interimstrainer Köstner muss den VfL Wolfsburg verlassen

Jetzt darf er nicht einmal mehr die Amateure trainieren: Der VfL Wolfsburg sortiert Lorenz-Günther Köstner zum Saisonende aus. Zweimal war der Trainer der zweiten Mannschaft beim Bundesliga-Team eingesprungen, zuletzt nach der Entlassung von Felix Magath.
Wolfsburg-Trainer Köstner: Vertrag nicht verlängert

Wolfsburg-Trainer Köstner: Vertrag nicht verlängert

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images

Hamburg - Beim VfL Wolfsburg gibt es keinen Platz mehr für Lorenz-Günther Köstner. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit dem Amateurcoach, der die Profis in den vergangenen drei Jahren zweimal in Krisensituationen übernommen hatte, wird nicht verlängert. "Es ist eine Entscheidung des Vereins, die ich akzeptieren muss. Die Art und Weise hätte anders sein können", sagte Köstner am Mittwoch.

Am Abend zuvor hatte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs Trainer Köstner die Entscheidung mitgeteilt. Allofs will die Wolfsburger Jugendarbeit mit dem U-23-Team in der Regionalliga Nord an der Spitze umgestalten. Als Kandidat für die Köstner-Nachfolge gilt Ex-Profi Valérien Ismaël, der zurzeit die Regionalliga-Auswahl von Hannover 96 betreut. Ismaël und Allofs kennen sich gut aus gemeinsamen Tagen bei Werder Bremen.

Der 61 Jahre alte Köstner kam im Januar 2009 nach Wolfsburg und fungierte 2010 und Ende 2012 zusammen acht Monate als Interimstrainer der Wolfsburger Profis. Zuletzt war er nach der Entlassung von Felix Magath im vergangenen Oktober eingesprungen. Der VfL stand zu diesem Zeitpunkt mit fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, Köstner führte ihn wieder auf Rang 15. Im Januar kehrte er zu den Amateuren zurück, nachdem Dieter Hecking als neuer Cheftrainer verpflichtet worden war. Unter Hecking steht Wolfsburg derzeit auf dem zwölften Platz.

Insgesamt betreute Köstner Wolfsburg in 25 Bundesliga-Spielen und erreichte 2010 das Viertelfinale der Europa League.

psk/dpa
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