Sieg in Berlin Bremen beendet Herthas Heimserie

Erste Heimniederlage der Saison: Hertha BSC musste sich Werder Bremen nach zuvor sieben Siegen im Olympiastadion geschlagen geben. Für den einzigen Treffer sorgte Max Kruse.

Max Kruse
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Max Kruse


Werder Bremen hat am 14. Spieltag einen überraschenden Sieg gefeiert. Bei Hertha BSC gewann der abstiegsbedrohte Klub dank eines Treffers von Max Kruse (41. Minute) 1:0 (1:0). Nach einer schwachen Anfangsphase verpasste Bremen im zweiten Durchgang gleich mehrfach die vorzeitige Entscheidung. Die Berliner versäumten es durch die erste Heimniederlage der Saison, den Rückstand auf den Tabellenführer zu verkürzen.

Werders Coach Alexander Nouri setzte in der Offensive, wie schon in der Woche zuvor beim 2:1-Erfolg gegen Ingolstadt, auf das Quartett Claudio Pizarro, Serge Gnabry, Fin Bartels und Kruse. Die Hertha war so gut wie nie zuvor in eine Saison gestartet und hatte im Olympiastadion bislang noch keinen einzigen Punkt abgegeben.

Doch der Favoritenrolle wurden die Berliner in der Anfangsphase nicht wirklich gerecht. Das Team von Trainer Pál Dárdai erspielte sich gegen die schwächste Defensive der Liga (32 Gegentreffer) in der ersten halben Stunde keine nennenswerte Torchance. Stattdessen wurde Bremen mutiger. Die größte Chance hatte Pizarro. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Peruaner im Strafraum aus spitzem Winkel zum Schuss, Rune Jarstein parierte und hatte Glück, dass Kruses Nachschuss sein Ziel verfehlte (36.). Doch noch vor dem Pausenpfiff belohnten sich die Gäste: Kruse profitierte von einem schlimmen Abwehrfehler von Niklas Stark und vollendete aus zehn Metern (41.).

Herthas Kapitän Vedad Ibisevic, der am Wochenende zuvor seinen 100. Bundesligatreffer erzielt hatte, konnte in der ersten Hälfte von seinen Mitspielern nicht wie üblich in Szene gesetzt werden. Erst in der 45. Minute deutete der Bosnier sein Potenzial an und traf den Pfosten.

Nach Wiederbeginn war es Bremens Gnabry, dem sich die ersten Chancen boten. Der Silbermedaillengewinner von Rio de Janeiro wurde zunächst von Kruse und wenig später von Pizarro bedient und schoss den Ball jeweils aus 20 Metern knapp am Tor vorbei (60./67.). Salomon Kalous Schuss (64.) konnte ebenso von Werders Schlussmann Jaroslav Drobny entschärft werden wie die Chance des eingewechselten Valentin Stocker (76.).

Gnabry sorgte ungewollt für Spannung, indem er freistehend am herauseilenden Jarstein scheiterte (79.). Doch die mangelnde Chancenverwertung sollte sich nicht mehr rächen. Bremen steht nach dem zweiten Sieg in Serie auf Rang 13.

Hertha BSC - Werder Bremen 0:1 (0:1)
0:1 Kruse (41.)

Hertha BSC: Jarstein - Pekarik (71. Schieber), Langkamp (20. Stocker), Stark, Plattenhardt - Skjelbred, Lustenberger - Esswein (57. Weiser), Darida, Kalou - Ibisevic
Werder Bremen: Drobny - Bauer, Sané, Moisander, García (78. Gebre Selassie) - Fritz, Bargfrede - Bartels, Gnabry (88. Junuzovic), Kruse (84. Veljkovic) - Pizarro

Zuschauer: 50.000
Schiedsrichter: Osmers
Gelbe Karten: Bargfrede, Fritz, Kruse

bam



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
gibmichdiekirsche 10.12.2016
1.
Starke Abwehrleistung und prima Umschaltspiel des SVW. Ein Törchen mehr wäre durchaus verdient gewesen. Ich freue mich jedenfalls schon auf meinen nächsten Besuch im Weserstadion im neuen Jahr.
doktor_schreyne-mayr 11.12.2016
2. Verkehrung der Tatsachen
Ich habe das Spiel gesehen, weil ich mich nach dem Sieg des HSV heute auf ein schallende Niederlage von Werder gefreut hatte. Meiner Meinung nach hatte über die gesamten 90 Minuten gesehen die Hertha die klar besseren Chancen, alleine der Pfostentreffer spricht für sich. Den Abstauber von Kruse hätte ein Uwe Seeler mit verbundenen Augen gemacht, das war ein Witz. Der HSV ist im Aufwind, wer das gleiche über Werder sagt, hat keinen Fussballverstand. #nurderhsv
retterdernation 11.12.2016
3. Demut ...
bringt der 3. Advent uns Berlinern, denn die Niederlagen sind uns bislang in dieser Saison ja zahlreich erspart geblieben. Das das nicht immer so weiter geht war klar! Denn Wir haben die Demut verlernt. Da spricht man schon von der CL und Wir Fans träumen vom dranbleiben an Platz 1 - doch dann holt einen die Realität ein und das ist wohl gut so. Denn mit so einer schwachen Leistung wie heute gegen Bremen, geht es auf Dauer bald wieder gegen den Abstieg, wenn man an die kommende Saison denkt - spätestens. Die Ursachen dafür liegen klar auf der Hand - die Mannschaft ist nachlässig in der Vorbereitung geworden. Das sieht man dann auch deutlich auf dem Platz. Da trabte man gegen gut eingestellte Bremer - neben den Gegenspielern daher. Da kommen die Pässe nur schludrig gespielt an usw. Zudem war es wohl ein Fehler die verletzten Spieler, grade genesen, in die Startelf zu stellen. Und so kam was kommen musste, alle Träume erhielten einen deftigen Dämpfer. Dank an die tapferen Bremer - die das heute aufdeckten. Drücke Werder die Daumen und hoffe für die Hertha auf eine Rückkehr zur alter Stärke ...
aurichter 11.12.2016
4. Well done!
Aber wenn man sieht wieviel hochkarätige Chancen da liegen gelassen wurden, dann kann man froh sein, dass es auf der anderen Seite auch nicht besser lief. Allein die Spielweise lässt hoffen, dass Werder jetzt augenscheinlich im Team zusammen gefunden hat, war ja Streckenweise sehr ansehnlich was Gnabry, Bartels, Pizarro da gezeigt haben und die Abwehr bleibt auch hoffentlich stabil. Jetzt noch zwei gute Spiele vor Weihnachten mit dem passenden Resultat für die Grünweissen, dann sieht es schon relativ entspannter aus. Wichtig ist, dass der Schwung über die WPause nicht verloren geht, dann klappt es auch in der nächsten Saison mit 1.Liga ;-)
cemalaslan01 11.12.2016
5. 3 neue und es geht rund
Zwei Siege nacheinander und dann mit der Rückkehr von Bargfrede, Pizarro und Kruse könnte ich mir gut noch ein Sieg und ein unentschieden aus den letzten beiden Spielen vorstellen. Endlich geh
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