Fußball-Bundesliga Werder stoppt Hertha-Höhenflug

Werder Bremen hat seinen guten Saisonstart veredelt: Auch gegen Hertha BSC setzten die Bremer ihren Siegeszug fort. Berlin dagegen erlitt einen deutlichen Dämpfer.

Bremens Martin Harnik
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Bremens Martin Harnik


Das Spitzenspiel des 5. Bundesligaspieltages - Vierter gegen Zweiter. Kein Spiel mit Beteiligung von Dortmund, Leipzig, Schalke oder Hoffenheim. Stattdessen hat Werder Bremen Hertha BSC zur Partie der zwei bisherigen Positivüberraschungen empfangen - und gleichzeitig den Lauf der Berliner gestoppt. Dank einer beeindruckenden ersten Hälfte bezwangen die Grünweißen die Berliner 3:1 (2:0).

Beide Teams gingen personell durchaus verändert in die Partie So feierte bei Hertha Trainersohn Palko Dardai sein Debüt in der Startelf, bei Werder durfte Martin Harnik von Beginn an spielen.

Und diese Maßnahme hatte sich schon nach elf Minuten gelohnt. Mit der Hacke beförderte Harnik den Ball zum 1:0 ins Tor unter tätiger Mithilfe der Hertha-Abwehr. Fabian Lustenberger hatte seinem eigenen Torwart den Ball aus der Hand gespitzelt, Harnik blieb nichts übrig, als zu vollenden.

Fanprotest in den ersten 18 Minuten

Die Werderfans mussten für diese Aktion ihren Stimmungsboykott kurzzeitig unterbrechen. Die Anhänger hielten sich ansonsten weitgehend an die Vorgabe der Fanverbände, die aus Protest gegen die DFL und die Anstoßzeiten in der Liga für die ersten 18 Minuten und 30 Sekunden zur Stille aufgerufen hatten.

Die Werder-Elf hatte es dagegen weniger mit Zurückhaltung, wieder und wieder bestürmte sie das Hertha-Tor und wurde kurz vor dem Halbzeitpfiff mit dem zweiten Treffer belohnt. Verteidiger Milos Velijkovic traf nach einer Ecke zum 2:0. Die Berliner, die am Samstag ähnlich rauschhaft gegen Borussia Mönchengladbach aufgetrumpft hatten, waren mit diesem Resultat noch gut bedient.

Nach dem Wechsel ging es für die Berliner mit der nächsten schlechten Nachricht weiter. Torwart Rune Jarstein musste verletzungsbedingt durch Thomas Kraft ersetzt werden. Dennoch hatte die Hertha den besseren Start: Der junge Javairo Dilrosun erwischte Werder-Keeper Pavlenka kalt im kurzen Eck zum Anschlusstreffer.

Hertha drückte nun, Werder hatte wenig Kontrolle. Als allerdings Herthas Nationalspieler Marvin Plattenhardt in der 66. Minute einen Elfmeter verschuldete und Max Kruse daraufhin zum 3:1 verwandelte, war die Partie entschieden. Es war im fünften Spiel der fünfte Strafstoß gegen Berlin: Bundesligarekord.

Werder Bremen - Hertha BSC 3:1 (2:0)
1:0 Harnik (11.)
2:0 Velijkovic (45.)
2:1 Dilrosun (53.)
3:1 Kruse (66. Foulelfmeter)
Werder: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - Sahin (Bargfrede 60.) - M. Eggestein, Klaassen - Osako, Harnik (Kainz 72.) - Kruse.
Hertha: Jarstein (Kraft 45.) - Lazaro, Stark, Lustenberger, Plattenhardt - Rekik, Maier - Dardai (Selke 65.), Duda (Kalou 78.), Dilrosun - Ibisevic.
Schiedsrichter: Winkmann
Zuschauer: 40.000
Gelbe Karten: Lazaro, Dilrosun

aha



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