Remis in Freiburg Augustinsson rettet Werder in der Nachspielzeit

Lange sah es so aus, als würde Bremen beim SC Freiburg auch das vierte Bundesligaspiel in Folge verlieren. Dann begann die Schlussphase.

Bremens Ludwig Augustinsson (2.v.l.)
RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX

Bremens Ludwig Augustinsson (2.v.l.)


Werder Bremen hat die vierte Bundesliganiederlage hintereinander gerade noch abwenden können. Der Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt gelang beim SC Freiburg ein 1:1 (0:1), wobei der Ausgleichstreffer der Bremer durch Ludwig Augustinsson in Minute 90+2 fiel. Luca Waldschmidt hatte zuvor für den SC getroffen (42. Minute/Handelfmeter).

In der Tabelle hat Bremen (18 Punkte) den Anschluss an die Champions-League-Ränge verloren, der Abstand auf Rang vier beträgt vier Punkte. Freiburg verbesserte sich auf den elften Platz.

In einer offen geführten ersten Hälfte kamen beide Teams zu zahlreichen Abschlüssen. Die gefährlicheren Chancen aber gehörten Bremen. Martin Harnik hätte die Gäste in Führung bringen können, nachdem er von einer misslungenen Ballannahme von SC-Torwart Alexander Schwolow profitierte - doch der Werder-Stürmer scheiterte aus kurzer Distanz an dem Keeper (21.). Geradezu fahrlässig vergab Davy Klaassen einen Kopfball aus wenigen Metern Torentfernung (33.). Harnik (31., 37.) und Klaassen (45.+1) vergaben weitere Bremer Gelegenheiten vor der Pause.

Waldschmidt stark, Pavlenka brillant

Bei Klaassens zweiter Gelegenheit stand es bereits 1:0 für Freiburg. Einen Schuss des starken Waldschmidt blockte Bremens Abwehrboss Niklas Moisander mit dem Arm ab, nach Einsatz des Videobeweises gab es Strafstoß. Waldschmidt trat selbst an - und schoss den Ball in den rechten Winkel.

Nach der Pause hätte Freiburg beinahe auf 2:0 erhöht. Doch Waldschmidt traf den Ball frei stehend nicht voll, sodass Werders Torwart Jiri Pavlenka halten konnte (49.). Wenig später verhinderte der Keeper mit einer herausragenden Parade einen Treffer durch Jerôme Gondorf (59.).

Die Bremer waren in der zweiten Hälfte zwar die aktivere Mannschaft, blieben allerdings harmloser als vor der Pause. Freiburg hingegen wirkte gegen immer schwächer abgesicherte Bremer Angriffe gefährlich, spielte seine Konter aber nicht effizient aus. Unter anderem scheiterte Lucas Höler am Pfosten (87.), und das sollte sich rächen.

In der ersten Minute der Nachspielzeit verpasste Theodor Gebre Selassie das 1:1, kurz darauf war Linksverteidiger Augustinsson zur Stelle und sicherte Bremen den Punkt.

SC Freiburg - Werder Bremen 1:1 (1:0)
1:0 Waldschmidt (42., Handelfmeter nach Videobeweis)
1:1 Augustinsson (90.+2)
Freiburg: Schwolow - Gulde, Koch, Heintz - Stenzel, Haberer, Gondorf (80. Frantz), Günter - Waldschmidt (89. Kammerbauer), Höler, Terrazzino (68. Petersen). - Trainer: Streich
Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Moisander, Augustinsson - Maximilian Eggestein, Sahin (63. Rashica) - Johannes Eggestein (77. Pizarro), Klaassen - Harnik (63. Osako), Kruse. - Trainer: Kohfeldt
Schiedsrichter: Dankert (Rostock)
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: - Moisander (2), Sahin (3)

mon



insgesamt 2 Beiträge
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aurichter 25.11.2018
1. Glück gehabt
bei den vergebenen Möglichkeiten hätte ich schon die bösesten Befürchtungen. Da hätte man schon in HZ1 mit zwei/drei Toren führen können und dann dieser eigenartige Elfer. Langsam wird es mit diesen Elfmeterentscheidungen schon lächerlich. Aus 1mtr angeschossen, ja was soll ein Spieler da machen, denn die Körperfläche wurde nicht vergrößert. Dennoch gutes Spiel mit einem unwürdigen Abschluß durch die Freiburger. Schwolow hätte eine Karte verdient gehabt. Gerechte Punkteteilung, da der SVW in der 1. und Freiburg in der 2. Hz einiges versiebt haben.
spon1899 25.11.2018
2.
Als Werderfan finde ich den Punkt glücklich. Freiburg geht 3x alleine auf das Tor zu. Den Elfer hätte ich auch gegeben. Ein Punkt, den ich gerne mitnehme. Jiri ist ein Held.
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