Niederlage gegen Frankfurt Kostics Traumflanke und zwei Standards beenden Werders Mini-Serie

Dreimal hatten sie zu null gespielt, dann kam die Eintracht: Werder hat das Bundesliga-Nachholspiel gegen Frankfurt deutlich verloren. Das lag vor allem am linken Fuß von Filip Kostic - und an Stefan Ilsanker.
Frankfurter Profis: Drei Tore, drei Punkte

Frankfurter Profis: Drei Tore, drei Punkte

Foto: Stuart Franklin/ Getty Images

Eintracht Frankfurt hat das Nachholspiel des 24. Spieltags in der Fußball-Bundesliga bei Werder Bremen 3:0 (0:0) gewonnen. Für die Eintracht war es der zweite Sieg in Folge - und wohl der Klassenerhalt. Bei noch fünf ausstehenden Spielen hat Frankfurt (35 Punkte) acht Punkte Vorsprung auf Düsseldorf auf dem Relegationsplatz. Für Bremen war die Niederlage ein deutlicher Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Das Team bleibt mit 25 Punkten Vorletzter.

Das Tor, das den Weg zum Sieg ebnete, war ein sehenswertes: Filip Kostic kam linksaußen an den Ball, schaute einmal in die Mitte und entdeckte den von Bremern umringten André Silva. Kostics Flanke kam dann punktgenau, sie senkte sich hinter Werder-Verteidiger Niklas Moisander, und zwar so, dass Silva aus dem Stand zum Kopfball ansetzen konnte (60. Minute).

Für die Entscheidung sorgten dann zwei Standards. Erst landete ein Eckball beim eingewechselten Stefan Ilsanker (81.). In der 90. Minute war es dann ein Freistoß, der erneut Ilsanker als Abnehmer fand. Dabei schien Bremens Schwäche bei gegnerischen Standards nach zuletzt drei Zu-null-Partien (und sieben Punkten) eigentlich überwunden.

"Es war ein Rückschlag, aber kein K.-o.-Schlag", sagte Werder-Trainer Florian Kohfeldt nach dem Spiel bei Sky. Verteidiger Moisander sagte, es sei "noch nichts vorbei, wir müssen ruhig bleiben, noch ist alles möglich für uns." Frankfurts Torwart Kevin Trapp sprach von einem "Riesenschritt" zum Klassenerhalt.

Bis zum 1:0 waren sich beide Mannschaften ebenbürtig gewesen. Sie lieferten sich eine umkämpfte, teils harte Partie, in der es nur selten Chancen gab. Für Bremen scheiterten Davy Klaassen (15.), Davie Selke (23.) und Fin Bartels (45.+2) aus ungünstigen Positionen; bei der Eintracht scheiterte Silva an Bremens Keeper Jiri Pavlenka (11.).

Für die spannendsten Momente sorgte vor dem 0:1 der Videoschiedsrichter. In der 35. Minute blieb das Spiel rund zwei Minuten unterbrochen, weil ein möglicher Elfmeter für Bremen geprüft wurde. Dann entschied das Gespann, dass Klaassen vor dem Handspiel von Frankfurts David Abraham knapp im Abseits gestanden hatte. Später wurde ein Treffer von Dominik Kohr aberkannt, wieder ging es um Abseits, wieder entschieden Zentimeter.

Nach dem Rückstand versuchte Werder, offensiver zu spielen. Das bot der Eintracht Räume. Mijat Gacinovic dribbelte sich in der 72. Minute sehenswert durch die Bremer Defensive, veredelte sein Solo aber nicht, er schoss am Tor vorbei.

Für Werder verfehlte der eingewechselte Leonardo Bittencourt das Tor deutlich (79.). Viel mehr brachten die Bremer offensiv nicht zustande. Weil sie bei ihren Abschlüssen selten in aussichtsreiche Positionen kamen - und aus den eigenen Standards nichts Zählbares machten. Nach Spielende hatten beide Teams ähnlich viele Torschüsse (11:12 aus Bremer Sicht) und Ecken (5:6). Das Ergebnis aber war deutlich.

mon
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