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Bundesliga: Raffael und Hazard erlegen Werder

Foto: Carmen Jaspersen/ dpa

Trotz Gnabry-Traumtor Bremen geht in Gladbach unter

Nächster Rückschlag für Werder Bremen: Der Tabellenletzte kassierte gegen Borussia Mönchengladbach eine weitere deutliche Niederlage. Damit gerät Trainer Viktor Skripnik zunehmend unter Druck.

Borussia Mönchengladbach hat sich für die Niederlagen gegen den SC Freiburg und Manchester City in der Champions League rehabilitiert. Am dritten Spieltag der Bundesliga gewann das Team von Trainer André Schubert 4:1 (4:0) gegen Werder Bremen, die damit schon die zweite deutliche Niederlage in der noch jungen Saison hinnehmen mussten.

Der in der Kritik stehende Werder-Coach Viktor Skripnik nahm im Tor eine Änderung vor. Jaroslav Drobny ersetzte den zuletzt schwächelnden Felix Wiedwald und feierte damit sein Pflichtspieldebüt im Trikot des Tabellenletzten. Unter der Woche hatte Skripnik einen Tausch noch ausgeschlossen.

Drobny stand gleich zu Beginn der Partie unter Druck. Nachdem Fallou Diagne den Ball im Aufbauspiel an Gladbachs Stürmer Thorgan Hazard verloren hatte, konnte der Innenverteidiger auf der Linie zur Ecke klären (5. Minute). Kurz darauf versuchte es erneut Hazard (8.), ehe der Belgier dann in der 11. Minute nach einem Konter zur hochverdienten Führung traf.

Die Gäste wirkten weiter überfordert. Das wurde vor allem beim 2:0 in der 17. Minute durch Hazard sichtbar, als ein langer Ball von Innenverteidiger Jannik Vestergaard ausreichte, um die komplette Bremer Defensive zu überspielen. Der 23-Jährige ließ dem herauseilenden Drobny erneut keine Chance.

Gnabry setzt einziges Highlight aus Bremer Sicht

Nur vier Minuten später sorgten die Gladbacher bereits für die Entscheidung in der Begegnung. Drobny foulte Lars Stindl im Strafraum nach einer sehenswerten Kombination der Fohlen, Raffael verwandelte im Anschluss souverän und erhöhte auf 3:0 (21.). Dass es vorerst beim 3:0 blieb, war auch Drobny zu verdanken, der eine weitere hochkarätige Chance von Fabian Johnson vereitelte (39.). Doch noch vor dem Pausenpfiff kam auch Raffael zu einem Doppelpack, als er eine Flanke von Stindl aus der Drehung im gegnerischen Tor unterbrachte.

In der zweiten Hälfte stand Bremen hinten kompakter und versuchte durch Konter erste Chancen zu kreieren. Das gelang in der 54. Minute, als Serge Gnabry den mitgelaufenen Sambou Yatabaré bediente, doch der Mittelfeldspieler verzog deutlich. Weitere Gelegenheiten durch Yatabaré und den eingewechselten Aron Johansson blieben ungenutzt (69./71.).

An einem ansonsten trostlosen Abend aus Bremer Sicht sorgte Gnabry für den schönsten Treffer des Tages: Johansson bediente den Silbermedaillen-Gewinner von Rio, der vollendete mit einer sehenswerten Direktabnahme (74.). Johansson wurde in der Schlussphase vom Unparteiischen Tobias Stieler noch des Feldes verwiesen - vermutlich hatte er den Schiedsrichter beleidigt.

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 4:1 (4:0)
1:0 Hazard (11.)
2:0 Hazard (18.)
3:0 Raffael (21. Foulelfmeter)
4:0 Raffael (41.)
4:1 Gnabry (74.)

Gladbach: Sommer - Korb, Vestergaard, Jantschke - Christensen, Kramer - Traoré, F. Johnson - Stindl (64. Dahoud) - Hazard, Raffael (46. Hofmann)
Bremen: Drobny - Gebre Selassie, Sané, Diagne (46. Moisander), Garcia - Fritz (46. Johansson), Bauer - Yatabaré (86. Kainz), Grillitsch, Gnabry - Junuzovic

Zuschauer: 52.000
Schiedsrichter: Tobias Stieler
Gelbe Karten: Fritz, Grillitsch
Rote Karten: Johansson

bam
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