Bundesliganoten Wo Robben jubelt - und Modeste fehlt

Das Top-Team des 9. Spieltags der Bundesliga ist ein Mix aus Nobodys und Stars. Hier sind alle Rankings - und die Antwort darauf, warum ausgerechnet ein Drei-Tore-Stürmer nicht dabei ist.

Arjen Robben von Bayern München
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Arjen Robben von Bayern München

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Tor

Erinnern wir uns kurz an die vergangene Saison. Da überraschte ein Klub namens Hertha BSC die Liga und sammelte mit effizientem und gut organisiertem Spiel so viele Punkte, dass es lange sogar nach einem Champions-League-Platz aussah. Mitverantwortlich damals: Torhüter Rune Jarstein. Und auch in diesem Jahr läuft es für Verein und Keeper ähnlich gut. Der Norweger Jarstein hielt beim 0:1 in Hoffenheim fünf platzierte Schüsse aus dem Strafraum und vereitelte insgesamt sieben Chancen des Gegners, darunter eine des freistehenden Lukas Rupp. Beim Gegentor war er machtlos.

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Innenverteidigung

Zu-Null-Spiele sind für Innenverteidiger grundsätzlich eine gute Basis, um sich für das beste Team des Spieltags zu qualifizieren. Dass es aber beide zentralen Hoffenheimer Abwehrspieler nach dem 1:0 gegen Hertha BSC in die SPON11 schafften, hat unterschiedliche Gründe. Niklas Süle erzielte das entscheidende Tor per Kopf nach einem Freistoß und eroberte acht zweite Bälle, ein herausragender Wert. Der enorm zweikampfstarke Benjamin Hübner eroberte vier Bälle und fing weitere vier ab, beides Top-Zahlen unter den Innenverteidigern.

Außenverteidigung

Christian Günther hatte beim 3:1-Sieg seiner Freiburger in Bremen vor allem offensiv einen ziemlich guten Tag. Der Linksverteidiger bereitete neben der 1:0-Führung von Maximilian Philipp noch zwei weitere Torschüsse seiner Teamkollegen vor. Außerdem spielte der 23-Jährige elf erfolgreiche Pässe ins Freiburger Angriffsdrittel - ein großartiger Wert, wenn man sich vor Augen hält, dass an diesem Spieltag nur drei Bayern besser waren. Und die spielen allesamt im Mittelfeld. Zu Günther gesellt sich der Mainzer Daniel Brosinski, der beim 2:0-Erfolg gegen Ingolstadt am Boden und in der Luft überragte.

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Mittelfeld defensiv

Irgendwie muss man sich in dieser Saison an ihn gewöhnen: Kerem Demirbay von der TSG Hoffenheim steht schon zum dritten Mal in der SPON11. Zweimal hatte der Mittelfeldspieler es als Zehner in die Top-Elf geschafft, am neunten Spieltag gelang ihm das nun als Sechser. Sein zählbarer Beitrag zum 1:0-Sieg gegen Hertha bestand dabei aber nicht nur in der Vorlage zum Kopfballtor von Niklas Süle. Offensiv bereitete Demirbay weitere drei Torschüsse vor, darunter einen per wunderbarem Schnittstellenpass, defensiv fing er gleich sieben Bälle ab.

Mittelfeld außen

Der erste Kölner (und, um es vorwegzunehmen: der einzige) in der SPON11 ist Marcel Risse. Das 2:0 und den 3:0-Endstand gegen den HSV durch Anthony Modeste vorbereitet, dazu vier gewonnene Dribblings und 15 (!) gewonnene zweite Bälle - viel besser kann man das nicht machen. Einzig an eigenen Torabschlüssen könnte Risse arbeiten. Von denen hatte der Tagesbeste deutlich mehr, zweimal schoss Vincenzo Grifo beim 3:1 der Freiburger aufs Bremer Tor, das 2:0 besorgte der Mittelfeldspieler per Strafstoß.

Mittelfeld offensiv

Es war eng an diesem Spieltag auf der Position des offensiven Mittelfeldspielers, was aber vor allem daran lag, dass kein Profi so richtig überragte. Am Ende wurde es der Mainzer Yunus Malli, der die Führung gegen Ingolstadt erzielte (per Elfmeter) und mit drei Schüssen aufs Tor ligaweit nur von Robert Lewandowski übertroffen wurde.

Angriff

Wo ist Anthony Modeste??! Bevor Sie jetzt völlig vom Glauben abfallen, was die von SPIEGEL ONLINE sich da wieder ausgedacht haben: Dass Kölns Stürmer trotz seiner drei Treffer gegen den HSV nicht in der SPON11 steht, hat Gründe. Da wäre zum einen die Tatsache, dass die besser Gerankten Marcel Sabitzer (Leipzig) und Arjen Robben (München) kürzer auf dem Platz standen und in weniger Zeit ähnlich gute Leistungen ablieferten. Sabitzer kam in nur 39 Minuten auf zwei Tore, die die Partie in Darmstadt entschieden. Robben traf in 75 Minuten einmal und legte dazu beide Tore von Robert Lewandowski auf. Und Modeste? Verschoss in der 41. Minute einen Elfmeter, was der SPIX negativ wertet.

Die SPON11

Und das ist die Elf des neunten Spieltags in der taktischen Aufstellung.

Sie wollen wissen, wie wir gerechnet haben? Wie die SPON-Bundesliganoten entstehen? Und warum wir bewusst keine Schulnoten vergeben? Hier finden Sie alle Infos zum SPIX.



insgesamt 8 Beiträge
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checkitoutple 31.10.2016
1. Sorry der Fall Modeste zeigt klar der Spix zeigt nix
Ein Sinnloses Spielzeug das entweder nicht ausgereift ist oder nie dazu in der Lage ist die Leistung wirklich zu Bewerten. Alleine im Fußball macht es ja oft der Gegner Spieler die starke Gegner mit hoher Form haben werden hier immer falsch Bewertet. Note für Spix 0 Nur geeignet für das dritte Team, nicht mal tauglich für die Ersatzbank.
gersco 31.10.2016
2. Wenn Modeste also wegen Feigheit vor dem Gegner oder wegen einer Morgenübelkeit den Elfmeter...
...erst gar nicht getreten hätte, dann wäre der SPIX besser gewesen oder was soll das heißen? Das macht natürlich Sinn...
erizodom 31.10.2016
3. ich denke.
dass SPIX sich immer mehr der nach unten offenen Spon-Skala angleicht bzw. bereits ganz unten gestartet ist. Im Fussball zählen Tore. Davon hat Modeste 3 gemacht und das Spiel durch seine Tore alleine für den FC entschieden. Das er ein 4. Elfmeter-Tor hätte machen können und diesen Ball für den Torwart unhaltbar mit Wucht gegen den Pfosten geschossen hat - Pech. Das er noch zwei weitere hätte machen können - Pech. Das ein Handspiel seines Gegenspielers in der 2. Spielminute nicht gegeben wurde - Pech. Kümmert es die Eiche, wenn die Sau.......
jokl 31.10.2016
4. Handball
da werden noch Leute gebraucht, völlig unterrepräsentiert diese tolle Sportart und wenn man von Fußball eh keine Ahnung, warum die Leser mit solchem Blödsinn verärgern! Ich zahl mal meinen 5er, aber ein SPiel dauert 90 Minuten und die Leistung über den Zeitraum zählt, Elfer verballern und dann trotzdem 3 Buden machen, das ist gerade noch höher zu bewerten, aber ein statischtisches tool kann eben nur eines, Zahlen messen und genau da versagt es um für Fußball zu taugen! Fußball ist kein Statistiksport und läßt sich eben nicht alleine mit Zahlen messen und wer das tut, ja siehe oben, der sollte sich einer anderen Sportart widdmen!
colonius828 01.11.2016
5. Modest auswechseln
Vielen Dank, zweifach. Zum einen, dass Sie beweisen, dass rein menschliche, subjektive" Bewertungen mehr taugen als Ihr lustiges SPIX. Zum anderen, dass ich lachen konnte wie lange nicht mehr. Ich denke Sie haben selbst gemerkt, dass Ihr SPIX völlig daneben liegt und sich - anstatt heute lieber nichts zu veröffentlichen - an einer Begründung dafür versucht, dass ein Spieler mit drei Toren nicht bester Stürmer geworden ist. Er "verschoss in der 41. Minute einen Elfmeter" und andere Spieler hätten weniger Zeit gebraucht (wo ich das schreibe muss ich gleich wieder lachen). Also hätte Herr Modest den Elfer besser nicht verschossen und sich zur Pause auswechseln lassen. Dann hätte der HSV womöglich 2:1 gewonnen, aber er wäre ganz oben gelandet bei SPUX. Damit hätte er die Niederlage bestimmt sehr gut verkraftet. Ich weiss nicht, woher Ihr SPAX seine Informationen bezieht, aber wussten Sie, dass ein frischer Spieler im Vorteil sein kann, gegenüber seinen müden Gegenspielern (erklären Sie SPAX mal das Phänomen des "Joker") oder den Konkurrenten um die SPIX-Krone auf den anderen Plätzen, die schon länger über den Platz rennen und einen Gegenspieler beackern müssen, der auch ganz oben steht in dieser Rangliste. Dann müssten Sie auch berücksichtigen dass bei Herrn Modest der neue Schuh gedrückt hat und sein Hund krank ist. Ich habe gehört, dass Marcel Sabitzer eine neue Freundin hat und recht aufgedreht war. Das ist ja fast Doping, hat das Ihr Programm berücksichtigt ? Übrigens: schreiben Sie doch mal ein Programm, dass Ihnen sagt, wen Sie heiraten könnten. Oder wohin Sie in den Urlaub fahren sollen. Oder was Ihr Lieblingsessen sein sollte. Welches Buch Sie als nächstes lesen möchten kann Ihnen Ihr LIESNIX auch verraten. Ach, schöne neue Welt ..... Zu schön, um weiter zu machen, also besser aufhören.
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