Bundestrainer-Zukunft Klinsmann geht, Löw übernimmt

Jürgen Klinsmann wird seinen Vertrag mit dem DFB nicht verlängern. Seine Arbeit soll der bisheriger Co-Trainer Joachim Löw fortsetzen.


Klinsmann hatte seinen bisherigen Assistenten selbst als Nachfolger ins Gespräch gebracht. Auf einer Pressekonferenz um 11.30 Uhr in Frankfurt am Main gab der Verband die Entscheidung für Löw bekannt.

Löw, 46, hatte seit Sommer 2004 als Assistent Klinsmanns gearbeitet und sich besondere Verdienste um die Verbesserung der Abwehrleistungen gemacht. Zuvor hatte er den VfB Stuttgart, den Karlsruher SC und mehrere Vereine in Österreich und der Türkei trainiert. Mit Stuttgart gewann er 1997 den DFB-Pokal und zog ins Europapokalfinale der Pokalsieger ein, verlor dort aber gegen den FC Chelsea.

Ballack hat sich vor Bekanntwerden der Klinsmann-Demission ebenfalls Gedanken über dessen Nachfolge gemacht. In seinem WM-Tagebuch, das der "Stern" in der neuen Ausgabe abdruckt, bezeichnet der DFB-Kapitän zwei Bundesliga-Coaches als geeignete Nachfolger.

Ballack antwortete laut "Stern" auf die Frage nach den Kandidaten im Falle eines Rücktritts von Klinsmann: "Da kämen Trainertypen wie Jürgen Klopp oder Thomas Doll in Frage." Klinsmanns Philosophie müsse "unbedingt" weitergeführt werden, so Ballack weiter.

Klopp, 39, trainiert Mainz 05 und hat den krassen Außenseiter seit zwei Jahren in der ersten Liga etabliert. Während der WM arbeitete Klopp, der als Verfechter des Offensivfußballs gilt, als Experte für das ZDF. Doll, 40, ist Coach des HSV und verpasste in der abgelaufenen Saison knapp die direkte Qualifikation für die Champions League. Beide besitzen bei ihren Clubs noch Verträge bis Juni 2008.

goe/AP

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