Überhöhte Ticketpreise BVB-Fans planen Stimmungsboykott im Pokal-Viertelfinale

Einige BVB-Fans wollen die hohen Ticketpreise für das DFB-Pokalspiel in Stuttgart nicht kommentarlos hinnehmen. Für die Partie ist ein Stimmungsboykott geplant. Auch der Verein hat sich beim VfB beschwert.
BVB-Fans: "Preise können einfach nur als maßlos bezeichnet werden"

BVB-Fans: "Preise können einfach nur als maßlos bezeichnet werden"

Foto: Bernd Thissen/ picture alliance / dpa

Eine Gruppe von Borussia-Dortmund-Fans plant einen Stimmungsboykott im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart am Dienstag (20.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky). Die Initiative "Kein Zwanni" hat dazu aufgerufen, die ersten 20 Minuten unter der Gästetribüne zu verbringen. Sie protestiert damit gegen die hohen Ticketgebühren für das Spiel bei den Stuttgartern.

Die Initative habe sich zu dem Schritt entschlossen, "um ein sichtbares Zeichen gegen eine fanunfreundliche Preispolitik des VfB Stuttgart zu setzen", hieß es auf der Internetseite von "Kein Zwanni" : "Viele der Borussinnen und Borussen, die heute im Stadion sind um den BVB anzufeuern, mussten mehr als 70 Euro für ihre Karte zahlen. Derartige Preise können einfach nur als maßlos bezeichnet werden."

Borussia Dortmund kann den Ärger einiger Fans verstehen: "Der VfB hat uns sehr hohe Kartenpreise angeboten, wir haben uns auch offiziell darüber beschwert", sagte Pressesprecher Sascha Fligge. Und BVB-Trainer Thomas Tuchel ergänzte: "Wir verstehen das Anliegen unserer Fans - und baden es ungern mit aus."

Stuttgart verteidigt sich

Die Initiative ist sich der schwierigen Situation für die Mannschaft bewusst: "Dass es hart ist, vor dem Block zu bleiben, wenn im Innenraum der BVB spielt, ist klar. Uns geht es genauso, und wir wollen genau wie Ihr auch die Mannschaft unterstützen." Deshalb habe man die Form eines 20-minütigen Fernbleibens gewählt, "um sowohl zu protestieren, als auch die Mannschaft zu einem Großteil des Spiels nach vorne schreien zu können".

Auch der VfB Stuttgart äußerte sich am Montagnachmittag zu den Vorwürfen. "Die Preise für das Pokalspiel entsprechen exakt den Preisen für das Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund. Diese Preise sind seit der Saison 2012/2013 unverändert und aus Sicht des VfB der Bedeutung des Spiels angemessen", hieß es in einem Statement auf der Facebookseite des Vereins .

Die Preise für das Spiel seien dem BVB vor dem Start des Vorverkaufs mitgeteilt worden, "erst mehrere Tage nach dem Beginn des Vorverkaufs erfolgte eine Reaktion durch den BVB", heißt es in dem Statement weiter. Demnach wurden die günstigsten Stehplatzkarten dem BVB zum Preis von 19,50 Euro weitergegeben. "Der VfB hat keinen Einfluss auf die vom BVB erhobenen Ticket- und Bearbeitungsgebühren, die zu Mehrkosten von mehreren Euro führen."

bka/sid
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